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Morath und Milatz

Adelheid Morath

Adelheid Morath mit Bronze dekoriert

Team Rothaus-Cube am 21.07.2008 - 15:09 Uhr

Rothaus-Cube-Bikerin Adelheid Morath gelang bei der Deutschen Meisterschaft in ihrem Heimatort St. Märgen zum ersten Mal der Sprung aufs Podium. Die 23-Jährige sicherte sich hinter Sabine Spitz und Ivonne Kraft die Bronzemedaille. Hanna Klein überraschte als Vierte.

Olympia steht im Vordergrund
Silber hätte sie gerne gehabt, Bronze ist es geworden. Adelheid Morath (Freiburg) war nicht rundum glücklich mit der Farbe der Medaille, doch vermutlich wird das erste Edelmetall, das sie in der Eliteklasse in der olympischen Cross-Country-Disziplin gewinnen konnte, trotzdem einen wichtigen Platz in ihrer Karriere einnehmen. Zumal es eben nach drei vierten Rängen die erste Medaille war und weil es zuhause, nur ein paar hundert Meter Luftlinie von ihrem Elternhaus war. "Das Publikum hat mich zusätzlich gepuscht", erklärte sie dann auch. Warum sie letztlich keine Chance hatte, sich mit Ivonne Kraft (Gaggenau) um Silber zu duellieren, war schnell erklärt. "Die Olympiavorbereitung steht eindeutig im Vordergrund, ich wusste, ich würde müde sein. Aber ich habe dennoch gehofft, dass es zu Platz zwei reicht", sagte Morath, nachdem sie mit 1:49 Minuten Rückstand auf Sabine Spitz (Murg-Niederhof, 1:31:58 Stunden) das Ziel erreicht hatte. Auf Ivonne Kraft fehlten 54 Sekunden.

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Klein: "Adelheid hat es verdient!"
Nach drei Wochen Höhentrainingslager in St. Moritz mit vielen Kraftausdauereinheiten konnten die Beine nicht gut funktionieren, nicht gut genug jedenfalls, um das Anfangstempo mitzugehen. "Ich war einfach nicht spritzig genug", bekannte sie. Deshalb musste sie sich von Rang sechs nach einer Runde erst auf Position drei nach vorne arbeiten. Als sie dort ankam, war ausgerechnet Teamkollegin Hanna Klein, die Konkurrentin, die sie aus den Medaillenrängen warf. "Schade für mich, aber ich gönne Adelheid die Medaille. Sie hat es verdient", sagte Hanna Klein, die am Ende als Vierte mit 2:57 Minuten Rückstand beste U23-Fahrerin war. Wofür es aber keinen Meistertitel gab. Die 20-Jährige fuhr ein erstaunlich gutes Rennen. Am erstaunlichsten war dabei, dass sie nach der Startrunde schon an der dritten Position lag und von der fast sprichwörtlichen Startschwäche gar nichts zu sehen war. "Ich habe nach Saalhausen drei Tage locker gemacht und bin am Samstag eine gute Vorbelastung gefahren. Aber ich hatte auch Angst, dass es nicht funktioniert. Aber endlich lief es mal wieder gut", berichtete Klein. Als Morath an ihr vorbei ging, versuchte sie dran zu bleiben, was ihr aber nicht so gut bekam. Von hinten drohte jedoch keine Gefahr.

Trainer nimmt Andris aus dem Rennen
Agnes Naumann (Freiburg) laborierte an den gleichen Problemen wie schon eine Woche zuvor in Saalhausen. "Ich habe einfach nicht genügend Luft bekommen, da flattert es immer in der Lunge", erklärte sie, nachdem sie mit 12:06 Minuten Rückstand als Zehnte das Ziel erreicht hatte. Aufgeben wollte sie im Heimrennen dennoch nicht. Stefanie Andris (Stegen) blieb nichts anderes übrig. Sie war offensichtlich gesundheitlich angeschlagen und wurde von Trainer Toni Uecker nach vier Runden aus der Konkurrenz genommen. Der Coach war mit Moraths Leistung durchaus zufrieden. "Mit so viel Training in den Beinen ist es schwer. Und ich habe Respekt vor Ivonne Kraft, die sich immer wieder durchbeißt. Sie hat Silber verdient", sagte Uecker. Die positive Überraschung war auch für ihn Hanna Klein. "Sie hat mir heute richtig Spaß gemacht. Sie ist richtig Rennen gefahren und hat ordentliche Gänge getreten", meinte er nach einem insgesamt sehr erfolgreichen Wochenende für das Team Rothaus-Cube.


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