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Adelheid Morath

Agnes Naumann

Bettinger und Ackermann

Frank Lehmann

Annette Griner

Doppelsieg für Rothaus-Cube: Morath vor Naumann

Team Rothaus-Cube am 04.06.2007 - 10:00 Uhr

Rothaus-Cube-Bikerin Adelheid Morath gewann beim Bike-Festival in Willingen die 51-Kilometer-Runde vor ihrer Teamkollegin Agnes Naumann. Auf der gleichen Distanz belegte Matthias Bettinger Rang zwei. Frank Lehmann kam nach Defekt im 96-Kilometer-Rennen auf Platz vier. Annette Griner schaffte da als Zweite den Sprung auf das Podium.

Morath schont Knie nach anspruchsvoller Reha
"Körperlich war es voll okay, die Form ist gut", sagte Adelheid Morath nach ihrem Sieg auf der 51-Kilometer-Runde in Willingen. Doch nach einem anspruchsvollen Reha-Programm während der vergangenen Woche wollte sie ihr Knie schonen und bog, in der Spitzengruppe der Damen liegend, auf die kürzere Runde ab. Nach 2:09:48 Stunden überquerte die Freiburgerin als Siegerin die Zielline und war damit 8:39 Minuten schneller als ihre Teamkollegin und WG-Genossin Agnes Naumann, die als Zweite ins Ziel kam. "Ich hatte Probleme mit den kühlen Temperaturen, die Beine waren schwer. Aber ich bin sehr zufrieden", meinte Naumann. Sie hatte die Spitzengruppe schon früh ziehen lassen. Dennoch konnte sie die Dritte, Sandra Gockert (Hamburg), noch um knapp fünf Sekunden distanzieren.

Zufrieden mit dem zweiten Platz
Auf der gleichen Distanz bog Matthias Bettinger (Breitnau) als Zweiter auf die Zielgerade ein. 13 Sekunden nach Thomas Nicke (Görlitz, 1:57:05) passierte der Rothaus-Cube-Biker die Zeitmessung und zog ein positives Fazit, obschon er eigentlich gerne eine längere Distanz gewählt hatte. "Für die Lange hätte es heute nicht gereicht. Ich war in der zehnköpfigen Gruppe, die hinter dem Führenden Wolfram Kurschat lag, aber an den Anstiegen musste ich immer wieder reißen lassen. So bin ich jetzt ganz zufrieden mit dem zweiten Platz auf der kleinen Runde", sagte Bettinger. Nicke hatte am letzten Berg eine Lücke gerissen, die Bettinger nicht mehr schließen konnte.

Lehmann fährt platt und dann falsch
Frank Lehmann ärgerte sich im Ziel. Nicht nur, weil er als Vierter der 96-Kilometer-Runde am Podium vorbeifuhr. Er war nach 60 Kilometern in einer sechsköpfigen Gruppe, die auf der Verfolgung von Kurschat lag. Dann registrierte der Freiburger Student einen schleichenden Plattfuß, hielt an, reparierte und machte sich zur Aufholjagd. Zehn Kilometer später sah er den Kanadier Seamus McGrath auf einer langen Geraden schon vor sich. Doch dann übersah er im Eifer des Gefechts eine Abzweigung und fuhr in die falsche Richtung. Ehe er den Fehler realisierte, waren alle Chancen dahin. "Auf der 123-Kilometer-Distanz hatte ich da keine Chance mehr, das hat mir die Motivation geraubt", bekannte Lehmann. So bog er zur kürzeren Variante ab und beendete das Rennen nach 4:02:12 Stunden mit einem Rückstand von 12:01 Minuten auf Wolfram Kurschat (Neustadt/W.) als Vierter. Auf Rang drei von McGrath fehlten knapp vier Minuten. "Ärgerlich, denn die Beine waren sehr fit", meinte Lehmann.

Annette Griner Zweite hinter MTB-Legende Alison Sydor
Ein glücklicheres Ende nahm die 96-Kilometer-Runde für Annette Griner (Murg-Niederhof). Nach 4:50:07 Stunden erreichte sie als Zweite das Ziel. Und das, nachdem sie ganz schwer ins Rennen gekommen war. Während der ersten Stunde dachte Annette Griner noch daran nach der kurzen Runde das Rennen zu beenden. "Ich bin ganz schwer in Schwung gekommen", bekannte sie. Als sie nach 51 Kilometern durch den Start-Zielbereich war das Podium praktisch schon besetzt (Morath, Naumann, Gockert), sodass ihr Teamchef Patrik Faller das Weiterfahren empfahl. "Zum Glück habe ich das gemacht. Es ging dann tatsächlich auch besser, auch wenn es am Schluss richtig hart wurde", berichtete die 31-Jährige. Die Siegerin hatte sie gar nie zu Gesicht bekommen. Die war 19:30 Minuten schneller. Allerdings brauchte sich Annette Griner da nicht schämen. Es war keine Geringere als die 40-jährige Mountainbike-Legende Alison Sydor (Kanada), die drei Weltmeistertitel, fünf Vize-Weltmeistertitel und drei Weltcup-Gesamtsiege auf sich vereint. Und auch 2006 bei Weltcups noch in den Top Ten auftauchte. Die Langstrecke über 123 Kilometer gewannen die beiden Teamkollegen Stefan Sahm (Mössingen) und Karl Platt (Osthofen) zeitgleich in 5:03:33 Minuten vor Roman Peter aus der Schweiz (5:08:07). Bei den Damen siegte die in Freiburg lebende Finnin Pia Sundstedt in 5:41:29 Stunden, 21:08 Minuten vor Katrin Schwing aus Mosbach.

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Naumann beim Four-Cross
Agnes Naumann nutzte am Samstag die Gelegenheit und fuhr zum ersten Mal ein Four-Cross-Rennen mit. Dass es gleich die Deutsche Meisterschaft war, spielte für sie keine Rolle. Am Start waren sieben Damen und Naumann belegte mit einem geliehenen Bike den sechsten Platz. Auf dem Weltcup-Kurs am Ettelsberg wollte sie bei den hohen Sprüngen nichts riskieren. Im Halbfinale kostete sie das den zweiten Platz. "Das war schon richtig. Für sie ist das im Grunde Technik-Training", meinte Teamchef Patrik Faller, der am Streckenrand mitzitterte. Eine Menge Spaß war bei der mutigen 20-Jährigen aber auch dabei. "Das hat voll gerockt", lachte sie, wollte es sportlich aber nicht ganz so ernst nehmen. Deutsche Meisterin wurde Sonja Granzow (Oberhausen).


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