
Pia Sundstedt
2. Tag: Zweite Etappe war "unglaublich hart"
Pia Sundstedt am 30.03.2008 - 21:30 Uhr
Es war unglaublich hart! Der letzte Berg des heutigen Tages war mit das Härteste, was ich je mit dem Fahrrad bewältigt habe. Ich wollte mich einfach hinsetzen und mich abholen lassen. Dummerweise wäre ein Hubschrauber hierfür die einzige Möglichkeit gewesen, denn wir fuhren durch eine Wüste und der kürzeste Weg da hinaus war der Weg zum Ziel...
Alison eine echt starke Teampartnerin
Der Start zur heutigen Etappe war viel besser für mich. Ich fühlte mich im Vergleich zu gestern wie ausgewechselt und wir fanden eine gute Gruppe, mit der wir durch die Wüste und die etwas flacheren Passagen fahren konnten. Zum Glück ist der Start schon um 7 Uhr morgens erfolgt, denn die etwas kühleren Temperaturen am Start entwickelten sich schnell zu 39° C im Ziel. Heute hatte ich auch Zeit, mir beim Fahren etwas die Landschaft anzusehen. Wirklich schöne Landschaften, durch die wir hier fahren. Leider war mit dem Genuss am letzten Berg Schluss. Mit Fahren war nicht mehr viel und ich musste mein Rad hinauf schieben. Ich glaube, wir brauchten für die 7 km Anstieg knapp eine Stunde. Alison erzählte mir dann später, dass die Aussicht vom Gipfel richtig schön war... Dafür hatte ich keine Augen. Sie ist so ein guter Teampartner, hilft mir und muntert mich die ganze Zeit auf. Ich bin noch nie mit einer so starken Fahrerin gefahren. Auf jeden Fall ist der gestrige "schwarze" Tag Geschichte. Heute konnten wir wieder etwas Selbstvertrauen tanken und haben einen komfortablen Vorsprung. Aber ein Etappenrennen ist erst nach der letzten Etappe zu Ende und beim Mountainbiken kann alles passieren. Heute haben wir so viele Mannschaften mit Defekten gesehen, das kann uns auch jederzeit passieren.
Respekt vor den langsamen Teams
Das "Race village" des Cape Epic ist wirklich beeindruckend. Es gibt mobile Duschen, das Wasser wird mit Trucks angeliefert. Das Essen ist unglaublich gut, obwohl es zweimal am Tag immer für 2.000 Personen zubereitet werden muss. Frühstück gibt es ab 5:30 Uhr und Abendessen ab 18 Uhr. Wenn wir Abendessen gehen, kommen die letzten Teams gerade ins Ziel. Wir haben dann schon zu Mittag gegessen, hatten eine Massage bekommen und auch einen Mittagsschlaf gemacht. Ich habe enormen Respekt vor diesen Teams. Ich könnte nie von morgens um 7 Uhr bis in die Nacht fahren. Die sechs Stunden von heute waren mehr als genug. Jetzt gehe ich noch zur Behandlung von meinem Knie (ist schon besser) und meinem Rücken. Akupunktur sollte helfen.
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