
Sundstedt und Sydor

Pia Sundstedt

Pia Sundstedt
Cape Epic - Epilog
Pia Sundstedt am 07.04.2008 - 19:34 Uhr
Ein Tag und zwei Nächte sind vergangen nach dem Cape Epic. Das Gefühl jetzt zu beschreiben, ist etwas schwierig. Ich bin ziemlich leer, sowohl körperlich wie auch geistig. Wenn ich an die Etappen zurückdenke, habe ich natürlich gute und schlechte Erinnerungen. Die Landschaften, die wir durchquerten, waren atemberaubend. Ich glaube es zumindest, denn mir fiel das immer erst abends im Camp bei der großen Fotoshow auf, und ich mich fragte "Wow, durch diese Landschaften sind wir tatsächlich gefahren?!"
Für ein Damenrennen ist die Grenze erreicht
Während des Fahrens sieht man ja nicht so viel, man ist so auf die Strecke konzentriert. Das hatte ich so nicht erwartet. Es gab auch einige Kritik bezüglich der Strecken- und Etappenlängen. Ich denke, dass die Grenze erreicht ist, zumindest was uns Frauen betrifft. Ich glaube, dass es bei solchen Etappen in der Zukunft schwer sein wird, ein hochkarätiges Feld im Damenbereich an den Start zu bekommen, es ist einfach zu hart. Es ist das eine, die Etappen "auf ankommen" zu fahren, oder ein echtes Rennen zu haben. Alison und ich haben beide mehr als 20 Jahre Ausdauersport auf hohem Niveau in den Knochen, und selbst für uns wurde es zur reinen Überlebenstour. Wir werden lange brauchen, um uns von den Strapazen zu erholen.
Wunden lecken und Skifahren gehen
Jetzt wird es interessant zu sehen, wie lange ich brauche, um mich voll zu erholen. Ich werde erstmal alle meine Verletzungen, die ich mir im Laufe des Rennens zugezogen habe, auskurieren (meine Schulter ist nicht gebrochen...). Mein Fahrrad werde ich erstmal in die Ecke stellen... diese zehn Tage waren fast zuviel für mich. Aber ich werde meine Ski hervorholen und etwas Abfahrtslauf machen. Im Schwarzwald hat es geschneit...
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