
Stefan Danowski

Stefan Danowski
Der Marathon im Kellerwald
Stefan Danowski am 22.04.2008 - 08:34 Uhr
Mit diesem Wochenende begann nun meine Marathonsaison auf der längeren Distanz in Deutschland. Genau wie im letzten Jahr suchten wir uns den Kellerwald
Marathon in Gilserberg heraus, weil dieser durch seine gute Organisation und den überschaubaren Verhältnisse in guter Erinnerung geblieben war. Der Kellerwald ist nicht die Ferienregion, die man sonst so ansteuert, obwohl zum Mountainbiken eigentlich alles da ist. Biegt man kurz hinter Kassel links ins Gebüsch, dann ist man auch schon da und findet lange Anstiege und einige schnelle Singletrails.
Zwei Semester Sozialpädagogik
hätten weitergeholfen um unsere netten, aber etwas in die Tage gekommen Herbergsrentner besser verstehen zu können. So versuchten wir steht's nett zu sein, was nicht immer leicht fiel. So gesellte sich der 80-jährige Herr des Hauses direkt zu uns, als wir am Abend den Materialcheck vornahmen. Geschlagene 45 Minuten wurden wir mit wirklich allen Geschichten der vergangene 60 Jahre bombardiert, bevor wohl die Zahnprothesen eingefroren waren. Abends wurden wir dann ins Wohnzimmer zum Fußballschauen eingeladen, was wir dann doch dankend ablehnten. Der Käsekuchen zum Frühstück war aber echte Hausmannskost und oberlecker, sodass wir die Pension in Erinnerung behalten werden.
Kalt, aber kein Regen
Während es in der Nacht noch leicht feucht war und wir Schlimmstes für die Strecke befürchteten, zeigte sich der Morgen ungewohnt trocken. Lag vielleicht an dem Fast-Nachtfrost, der die Temperatur zum Start um 9.00 Uhr in wirklich niedrige Regionen trieb. Mit einer gewohnten Einstiegsrunde durch den Ort begann der Tag für die circa 800 Starter, welche auf drei unterschiedliche Streckenlängen bei einer 40-km-Runde gehen konnten. Der erste Berg wurde dann zum entscheidenden Hügel. Christian Schneidewind (Texpa), der die 80-km-Runde fuhr, verschärft das Tempo so, dass nur noch Ramses Bekkenk (Nissan) folgen konnte. Ich und mindestens sechs weitere Fahrer befanden sich nach 5 km auf der Verfolgung.
Ausscheidungsrennen
Auf den weiteren 115 km passierte dann das, was bei vielen Marathons üblich ist. Man fährt und fährt und fährt. Die Abfahrten, welche nachher aussahen wie Flußdurchfahrten, wurden immer seifiger und die nassen Beine hatten Schwierigkeiten die drei wirklich steilen Passagen noch krampffrei zu bewältigen. Die komplette zweite Runde fuhr ich mit Sascha Heinke (Team AS Group), der wirklich alles versuchte, die sechs Minuten Rückstand kleiner werden zu lassen. Wir erreichten aber nur, dass die Leute von der 80-km-Runde nicht mehr folgen konnten, denn der Rückstand wuchs auf neun Minuten. Es ging dann in die letzte Runde.
Der erste Berg
Schon wieder passierte alles am ersten Berg in der letzten Runde. Zunächst hing ich meinen Begleiter ab, bevor mich Henrik Scharf (Conway) einholte, überholte und besiegte. Ich konnte zwar noch eine kurze Zeit mit ihm mitfahren, bevor ich sang und klanglos meine Niederlage eingestand. Ich verlor zwar nur 1:30 Minuten auf ihn, dennoch hat er mich mit seinem plötzlichen Auftauchen aus dem Konzept gebracht. War aber eine starke Leistung von Ramsens und Henrik, denn es wurde nach hinten raus ein hartes Rennen. Natürlich bin ich mit Platz drei in der Gesamtwertung und Platz eins bei den Herren sehr zufrieden, denn dafür gab es etwas Geld, mehr Brot und viel Hefeweizen. Dafür packt man gerne nochmals das Auto aus, um die Sachen zu verstauen.
In Sundern geht es weiter
Diesen Samstag geht es nun zum
SKS-
Marathon nach Sundern-Hagen. Werde hier wohl erneut auf alte Bekannte treffen, welche mir auf den zwei zu fahrenden Runden das Leben schwer machen wollen. Das Wetter wird besser, sodass wir nicht durch den Schnee müssen wie in 2006. Wenn ihr dreckige Männer in engen Hosen sehen wollt, dann
www.trenga.de.
Dano
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