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Karl Platt

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Marathon-WM in Bad Goisern

Karl Platt am 14.07.2004 - 10:16 Uhr

Nachdem ich ja angekündigt hatte, mich optimal auf die Weltmeisterschaften vorzubereiten, ist es mir ganz gut gelungen, mich wieder zu fangen und den richtigen Dreh zu finden, um wieder in Form zu kommen.

Zurück aus den Bergen
Nachdem ich eine Woche in den Bergen verbracht hatte, um wieder Kraft für die Anstiege zu bekommen, bin ich ím Anschluss einige Rennen gefahren, um auch wieder den schnelleren Rhythmus fahren zu können. In Bad Wildbad konnte ich dann schon mal zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin und war am Ende mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Tags drauf wurde ich dann auch noch Dritter beim Straßenrennen in Roschbach und fühlte mich sehr gut.

Training auf der Marathon-WM-Strecke in Bad Goisern
Das Wetter in Bad Goisern spielte mal wieder nicht mit und ich merkte schon am Samstag beim Training auf der Strecke, das es sehr, sehr schwer werden würde am Sonntag. Die Abfahrten waren so aufgeweicht und so verschlammt, dass man das Rad kaum noch unter Kontrolle hatte. Zudem war die Strecke auch nicht gerade einfach! Man musste am Sonntag sehr mit seinen Kräften haushalten, um auch noch im Ziel anzukommen.

Es kam wie es kommen musste
Und genau so war es! Um 9:00 Uhr morgens fiel der Startschuss zur Weltmeisterschaft im Marathon. Was für ein Glück, mussten wir bei dem Sauwetter nicht früher starten. Ich finde es eine Frechheit von manchen Veranstaltern, den Start auf 7:00 oder 8:00 Uhr in der Frühe zu legen. Es geht auch um 9:00 oder 10:00 Uhr morgens. Diese ein bis zwei Stunden machen so viel aus! Bitte liebe Organisatoren, den Start nicht mehr so früh machen. Bei vielen Veranstaltungen klappt das doch auch später!

Den Start schlecht erwischt
Auf jeden Fall ging's schon direkt nach dem Start ans Eingemachte. Wir fuhren, als ob das Rennen nach einer Stunde vorüber sei. Ich kam super schlecht vom Start weg und war zunächst in der zweiten großen Gruppe um Platz 20 bis 30 positioniert. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich darauf eingestellt, das Rennen von hinten raus machen zu müssen, weil es am Anfang für mich gar nicht möglich gewesen wäre!

Attacke am Schlussanstieg
Nach einiger Zeit fand ich mich zusammen mit Carsten Bresser, Tim Böhme, Hannes Genze und einigen anderen Fahrern in einer Gruppe wieder und wartete bis zum Schlussanstieg, den ich schon vorher im Training abgefahren hatte. Hier blies ich innerlich zum Finale und fuhr dann nur noch Vollgas. Nur Carsten konnte mithalten. Auf einmal holten wir alle Schnellstarter ein und fuhren bis auf die Plätze neun und zehn vor. Carsten hatte in der letzten Abfahrt Pech, er stürzte und dann sprang ihm zu allem Überfluss auch noch die Kette runter.

Zufriedenheit einerseits, Enttäuschung andererseits
Einerseits bin ich jetzt sehr zufrieden, dass mir meine Erfahrung eine Top Ten Platzierung eingebracht hat. Andererseits bin ich etwas enttäuscht, dass mir bis zur Weltspitze doch noch etwas gefehlt hat. Ich werde versuchen, daran noch zu arbeiten. Nächste Woche steht die Transalp an, bei der ich mit Mannie Heymanns wieder auf eine Top-Vorstellung hoffe. Ich werde Euch wieder täglich mit Berichten und Bildern von der Etappe versorgen!

Bis denne ...

Euer Karl


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