
Siegerehrung Damen

Sabine Spitz
Sabine Spitz ist Europameisterin
Ralf Schäuble am 16.07.2007 - 11:34 Uhr
Bei den Mountainbike Europameisterschaften in Göreme/Türkei holte sich Sabine Spitz (Murg-Niederhof) in einem spannenden Rennen souverän den Europameistertitel. Nach dem WM Titel 2003 und der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Athen ist dies der größte Erfolg der besten Deutschen Mountainbikerin. Dabei ist es der erste EM Titel überhaupt, der bei der Elite nach Deutschland geht.
Spitz immer vorne fahrend
Im Rennen über die Gesamtdistanz von 29,4 km bestimmte Sabine Spitz von Anfang an das Tempo an der Spitze des Damenfeldes. Auf dem technisch sehr anspruchvollen Kurs durch die Felsschluchten rund um Göreme setzte sich die Deutsche Meisterin, zusammen mit der Weltcupführenden Irina Kalentieva (RUS) und Katharina Nash (CZE) schon im ersten Renndrittel von den übrigen Konkurrentinnen ab. Dabei war Sabine Spitz stets in vorderster Position zu sehen. Dies hatte einen Grund, wie die frischgebackene Europameisterin später berichtete: "Ich fuhr bewusst immer an der Spitze, da es auf diesem technischen und tückischen Kurs sehr wichtig war seine Line fahren zu können und nicht durch aufgewirbelten Staub in der Sicht beinträchtig zu werden. In der ersten Runde bin ich dadurch fast gestürzt."
Kalentieva kommt nicht mehr mit
Nach einer ersten Tempoverschärfung war es die Tschechin aus dem Trio, die zuerst abreißen lassen musste. In der zweitletzten Runde folgte dann die erste echte Attacke von Sabine Spitz. Sofort klaffte eine Lücke zur Vize-Weltmeisterin aus Russland von knapp 20 Sekunden, die diese aber nochmals schließen konnte, nach einem kleinen Fahrfehler von Sabine Spitz. In der letzten Runde demonstrierte Sabine Spitz ihre Stärke am Berg und attackierte erneut. Sofort hatte sie wieder einige Meter Vorsprung auf Kalentieva, den sie schnell bis auf 30 Sekunden nach dem ersten Anstieg der letzten Runde ausgebaut hatte. Diesen verteidigte Sabine Spitz bis ins Ziel souverän und gewann in einer Fahrzeit von 1:45:15 Std. mit 22 Sekunden Vorsprung auf Irina Kalentieva. Nach 43 Sekunden überquerte Katharina Nash dann als Dritte das Ziel.
Spitz überglücklich
"Es war ein hartes Rennen heute. Aber ich habe mich gut gefühlt und schon ab der Rennhälfte gemerkt, dass sich gegenüber Irina am Berg leichte Vorteile hatte. Das hat mir Sicherheit geben", sagte Sabine Spitz im Ziel. Zur Bedeutung dieses Sieges meinte sie überglücklich: "Sicher ist das einer der emotionalsten Siege heute. Ich habe so lange warten müssen, bis es endlich wieder einmal klappt. Aber dafür ist es umso schöner heute."
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