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Karl Platt

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Meirhaeghe und Platt

Karl Platt

Solides Ergebnis, aber den Sprint "versaubeutelt"

Karl Platt am 15.08.2007 - 09:43 Uhr

Am vergangenen Wochenende stand die Marathon-WM in Verviers in meinem Rennkalender. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn der Sprint anders hätte verlaufen können. Aber alles der Reihe nach.

Gezielt auf die WM vorbereitet
Angereist bin ich bereits am Dienstag nach Belgien. Ich war im gleichen Hotel wie Thomas Frischknecht und Ralph Näf. Da ich mich in St. Märgen nicht frisch gefühlt habe, ließ ich das Rennen in Bern eine Woche vorher aus, sodass ich mich gezielt auf die Marathon-Weltmeisterschaft vorbereiten konnte. Die Form war ja da. Zusammen mit Frischi und Näf habe ich dann die Strecke inspiziert. Durch den ständigen Regen war der Kurs rutschig. Uns wurde klar, dass das Rennen richtig schwer werden würde, da es zudem häufig sehr steil ist und es viel Auf und Ab geht.

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Volles Risiko in der Startphase
Am Sonntag vor dem Marathon war ich dann relaxed. Meine Beine waren gut und ich freute mich auf das Rennen. Die Startphase war krass. Das Tempo war sofort brutal hoch und die steile Asphaltrampe, die es als Erstes zu bezwingen galt, wurde hochgejagt. Mein Ziel war es, vorne dabei zu sein, um im ersten Singletrail eine gute Position zu haben. Ich bin volles Risiko gegangen, auch in der Gefahr, dass meine Muskeln "platzen". An circa fünfter/sechster Stelle bin ich dann in den Singletrail.

Sprint um Platz sechs "versaubeutelt"
Dort wäre ich beinahe gestürzt, als ich an einer Wurzel hängen geblieben bin. Das hat mich dann aus dem Rhythmus gebracht, den ich erst einmal wiederfinden musste. Ich habe mich dann in der zweiten oder dritten Gruppe platziert. Von vorne kam Filip Meirhaeghe - teilweise waren wir zu sechst. Nach und nach sind welche weggeflogen und welche wie Alban Lakata dazu gekommen. Zu viert ging es dann auf die Zielgerade - es ging um Platz sechs. Bereits vor dem Ziel flog ich ein paar Mal aus der Gruppe, habe mich aber immer wieder in die Gruppe zurückgekämpft. Ich dachte, ich wäre der stärkste Sprinter von uns vier und zog den Spurt trotz meiner Krämpfe früh an - zu früh, wie sich herausstellen sollte. Vor dem Ziel gibt es drei Kurven. Wenn du da als Erster reingehst, hast du gewonnen. Vor der ersten Kurve kam aber der Zug mit Fredrik Kessiakoff, Filip Meirhaeghe und Gilberto Simoni an mir vorbei gerast. Platz neun ist ein solides Ergebnis, ich bin in meinen Möglichkeiten geblieben. Wenn ich den Sprint, den ich "versaubeutelt" habe, gewonnen hätte, wäre ich aber glücklicher gewesen.

Sportliches Herrenrennen in Bad Salzdetfurth
Die letzten beiden Tage habe ich erst einmal easy gemacht, bevor ich mich ab heute auf das Bundesliga-Finale in Bad Salzdetfurth vorbereite. Bei der Konkurrenz mit Julien Absalon, José Hermida und Roel Paulissen wird das wieder ein sportliches Herrenrennen. Mein Ziel ist es, Platz zwei in der Gesamtwertung zu erreichen. Allerdings hat mit Roel mein ärgster Mitstreiter gemeldet. Er liegt zwar nur einen Punkt vor mir in der Gesamtwertung, aber er ist derzeit auch super drauf, sodass es verdammt schwer wird, vor ihm ins Ziel zu kommen.

Top Fünf wäre nochmal ein Ausrufezeichen
Bei dem Starterfeld ist es schwer zu sagen, was am Sonntag drin ist. Die Top Ten auf jeden Fall, vielleicht schaffe ich es ja aufs große Podium und fahre unter die ersten Fünf. Das wäre drei Wochen vor der Cross-Country-WM nochmal ein Ausrufezeichen. Die Strecke in Bad Salzdetfurth ist schön, sodass es bestimmt wieder ein tolles Rennen geben wird.

Vielleicht habe ich ja dort mehr Glück im Sprint...


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