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Stefan Danowski

Stefan Danowski

Trainingsurlaub

Stefan Danowski am 20.03.2008 - 09:00 Uhr

Start der zweiten Trainigswoche
Die zweite Woche unseres Trainingslager in San Augustin verlief nicht ganz nach Plan, da sich ein Mitstreiter das Essen nochmals durch den Kopf gingen ließ und somit unsere Trainingsgruppe auf zwei Mann schrumpfen ließ. Zuvor hatten wir aber auch böses mit ihm gemacht. Wir nutzten den dritten Tag des Blockes um mal die zwei höchsten Berge zu bezwingen. Zunächst ging es auf der Küstenstraße raus nach Mogan und dann rein ins Gebirge.

Aufstieg zum Roque Nublo
Bevor man in die richtigen Serpentinen fuhr hatten wir schon 600Hm auf dem Pulsmesser. Jetzt nur das Trikot auf, denn ohne Wind waren es locker 30°C in der Sonne und der Anstieg nahm kein Ende. Nach sagenhaften 2.5 Std. hatten wir das erste Ziel erreicht, den Roque Nublo mit 1700Hm. Ist für ein Flachländer echt galaktisch so lange bergauf zu fahren. Das Wunderschöne dabei war aber, das die Straße fast frei von Autos waren und die Rennradfahrer sowieso überholt wurden.

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Der zweite Anstieg war dann nicht mehr so wild, da man zunächst etwas welliger fuhr. Die folgende Abfahrt Richtung Ingenio war echt grenzwertig. Die rauhen Straßen mit tückischen Absätzen und brutal engen Kurven verlangte uns alles ab. Wir waren froh mit Scheibenbremsen und MTB unterwegs zu sein, denn mit einem Rennrad hätte die Straße bei manchen Kurvenanfahrten nicht gereicht.

Ein Ruhetag
Die Ruhetage genossen wir entweder am Pool beim Warmbadetag mit Fleischbeschau oder beim Städtebummel durch die Hauptstadt Las Palmas. Beides hatte seine Reize. Am meisten Freude hatten wir aber am Pool beim Lästern über die anderen "All-inclusive-Gäste", welche durch ein Armband und mächtigen Leibern auffällig gekennzeichnet waren. Diese Büffetfräsen versüßten uns jeden Nachmittag.

Jagd zum Gipfel
Die verbliebenen zwei Tage nutzten wir erneut um in die Berge zu fahren, es gab auch keine Flachstücke. Diesmal hatte uns es ein Gerolsteinfahrer angetan, der wohl seine Budget durch Trainingsrunden mit Touristen aufbessern musste. Als wir mit dem MTB und Stollenreifen bergauf an ihn vorbei fuhren, war es mit seiner Gelassenheit vorbei. Er setzte nach. Dano legt vor. Er ließ nicht locker. Jetzt war ich im Rennmodus und zog am Horn, während er nun auch aus dem Sattel musste. So rasten wir zu zweit den Berg hinauf und ließen alles hinter uns. Natürlich war ich erster oben, während er ganz auf entspannt tat und ins Kaffee rollte. Mir hat es Spaß gemacht.

Letzter Tag
Irgendwie war am letzten Tag die Luft raus. Zwar hängten wir uns erneut in eine Rennradgruppe und stifteten etwas Verwirrung, dennoch wollten die Knochen nicht so. Der trainingseifrige Fabian wollte nun doch nur ins Kaffee und der genesene Micha folgte gerne. Ich wollte noch einen Pass erkunden, da von dort die Sicht toll sein sollte. Gesagt, getan und dann war nach 4Std. für mich das Trainingslager beendet.

Die Planungen gehen weiter
Insgesamt hat das Trainingslager sehr viel gebracht. Man muss aber eine gewisse Form haben, denn hier gab es nur Berge. An diesen konnte man sich aber nach Herzenslust austoben, was bei einer vollgestopften Marathonsaison bestimmt nicht schaden kann. Die ersten Rennkilometer waren auch nicht schlecht, wobei uns der Marathon in nicht guter Erinnerung bleibt. Was aber bleibt sind die braunen Streifen am Körper und zwei herrliche Sommerwochen bei perfektem Wetter und einer guten Unterkunft mit sehr guter Küche.

Zu Ostern geht es nochmals in den Schnee. Wenn in Altenau die Temperaturen unter Null bleiben, werde ich wohl die Eier im Schnee suchen. Das MTB ist natürlich dabei um im Vorland mit den Harzern eine Runde zu drehen. Frohe Ostern und bunte Eier, auch unter www.trenga.de
Dano




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