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Gottbrath und Hoffmann

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Starterfeld

Über Honig zur Leberwurst

Till Gottbrath am 09.06.2007 - 19:30 Uhr

123 km und 2.753 Höhenmeter sind ein Wort – und was für eines. Soviel bin ich in meiner zivilen Bike-Karriere noch nie an einem Tag gefahren. Also: Langsam starten. Aber das sagt sich leicht, denn Holger muss, weil er Geschäftsführer des Hauptsponsors ist, GGAAAAANNZZZ vorne starten, noch vor den Profis. Zum Glück ist der Start in Sankt Wendel noch neutralisiert – das heißt man darf nicht überholen. Wir rollen also mit und gehen danach zur Seite, damit wir niemanden behindern.

Honig suagt den Mumm aus den Beinen
Und dann geht es ab in die deutschen Mittelgebirge – rauf, runter, rauf, runter, rauf, runter. Zum Glück kenne ich das von früher aus dem Taunus. Ab und zu kommen wir mal in ein Dorf, wo die Leute, man staune, uns anfeuern und begeistert sind. Auch die Stimmung in Sankt Wendel am Start war klasse. Ich merke bald, dass Holger echt besser drauf ist und bremse ihn ab und zu runter. Wie gesagt: Man muss die mentale Stärke zum Langsamfahren haben. Dennoch ist mir mein Puls oft etwas zu hoch. Die erste Hälfte läuft es recht gut. Dann wird es streckenmäßig sehr viel schöner mit einigen richtig tollen Singletrails. Holger macht sich mal kurz auf ein paar Wurzeln in der Kurve lang, es passiert ihm aber nix. Ab Kilometer 100 werden meine Beine dicker. Es geht noch mal richtig fies rauf. Es hatte zuvor (oder gestern?) ein mächtiges Gewitter gegeben und der Boden ist durchweicht. Es fährt sich wie auf Honig, die Bikes rollen einfach nicht. Und der Honig saugt den Mumm aus meinen Beinen. Ohohoho. Aber irgendwie geht es dann doch. Hinab nach Neustadt führt in wilden Spitzkehren ein Singletrail einen steilen Hang hinab. Nochmals volle Konzentration. Passt scho’

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Hauptsache es schmeckt
Nach gut sieben Stunden rollen wir über die Ziellinie – die schnellsten brauchten 4:25 Stunden... Ich bin zwar platt, aber nicht völlig fertig. Jetzt, wo ich Tagebuch schreibe habe ich noch nicht geduscht, aber einige alkoholfreie Weißbier geschlürft und zwei Semmeln mit Pfälzer Leberwurst gegessen. Ist zwar keine Sporternährung, aber sie haben einfach gut geschmeckt. Jetzt ab zur Nudelparty.


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