
Sabine Spitz

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Alexander + Dunlap + Fullana + Spitz + Sydor

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Weltcup in Mt. St. Anne
Sabine Spitz am 02.07.2002 - 16:01 Uhr
Hallo ich sitze gerade im Flugzeug um von Kanada Ost nach Kanada West zum kommen. Wer glaubt es handle sich dabei nur um ein Kurztrip, der täuscht sich gewaltig; 6 Stunden Flugzeit (zuvor noch drei Stunden im Auto von Mt. St. Anne nach Montreal) sagen da eigentlich schon alles. Kanada ist eben einfach riesig. Genügend Zeit also, um mir ein paar Gedanken zum Rennen am Sonntag zu machen.
Rauhes Land - rauher Weltcup-Kurs:
Man sagt ja, Kanada ist ein sehr wildes und rauhes Land. Mir scheint, dass man das bei der Auswahl des Weltcup-Kurses in Mt. St. Anne sehr wörtlich genommen hat. Die gewählte Streckenführung war äußerst 'ruppig' und teilweise so, dass man mit dem Bike tragend schneller war als auf dem Bike. Mit dem Vorhaben eine anspruchsvolle Weltcupstrecke zu kreieren, ist man glaube ich etwas über das Ziel hinaus geschossen. Auf jeden Fall kam ich damit nicht so richtig klar kam und war letztendlich auch mit meinem Rennen nicht so ganz zufrieden. Der fünfte Platz als solches sicherlich o.k., meine Leistung hätte ich mir aber besser gewünscht. Ist schon komisch, obwohl ich beim 2. Weltcup in Belgien ein Platz dahinter gelandet bin, war es da im Prinzip umgekehrt. Das ist eben von Rennen zu Rennen unterschiedlich und hängt vor allem vom persönlichen Gefühl ab.
Taktik ging nicht auf:
In Mt. St. Anne habe ich einfach nicht meinen richtigen Renn-Rhythmus gefunden. Die eingeschlagene Taktik, an den zwei langen Anstiegen eher etwas kraftsparend zu Werke zu gehen, um in den technischen Singeltrails mit genügend Reserven möglichst gut und schnell durchzukommen, ging nicht auf. Zwar kam ich wohl als eine der wenigen mehr oder weniger fahrend durch diese kräfteraubenden, technischen Passagen, aber eben auch nicht schneller, oder gar langsamer, als jene die das ganze zu Fuß in Angriff genommen hatten. Aber was soll’s, ich fahre nun mal gerne Bike und mag es nicht mit diesem durch die Gegend zu rennen.
Stürze kosteten wertvolle Sekunden:
In der Anfangsphase des Rennens habe ich mich in den langen Anstiegen sowieso eher schwer getan, wobei das Tempo an der Spitze entsprechend hoch war. Dann in der zweiten von insgesamt fünf Runden lief es immer besser. Zeitweise mit Regina Marunde zusammen, konnte ich sie erst einmal etwas abschütteln und kam näher an die vor mir fahrende Weltmeisterin Alison Dunlap und die Argentinierin Jimena Florit heran. In einer Abfahrt bleib ich dann aber mit dem Pedal an einem kleinen Baumstumpf hängen (der war kaum zu sehen) und machte erst einmal einen Salto. Das gleiche dann noch mal, nur eine Runde später. Zum Glück habe ich mir nicht allzu weh getan und konnte auch gleich wieder weiterfahren, wertvolle Sekunden fehlten aber trotzdem. So durfte oder konnte ich mich mit dem fünften Platz zufrieden geben.
Bald Neuigkeiten aus Vancouver:
Soviel erst einmal aus Kanada. Morgen werde ich mir den Kurs in Vancouver einmal anschauen und Euch darüber etwas erzählen.
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