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Stefan Danowski

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Wie soll man so einen Saisonstart nennen

Stefan Danowski am 08.04.2008 - 08:15 Uhr

Jetzt war es soweit, der Start in die Saison 2008 stand an und man war doch etwas unsicher. Da quält man sich durch den Winter, spuhlt etliche Kilometer auf dem Rad ab und man weiß nicht, ob es für die Gegner reicht. Der erste Test im Trainingslager verlief eigentlich gut, danach war aber eher Stillstand angesagt, da das Wetter schlecht und die Zeit nicht ausreichend war. Hatte diesmal bewusst auf einen Start in Goseck mit MTB-Rennen verzichtet, um mich bei zwei Straßenrennen ausgiebig zu fordern. In Goseck war Moritz am Start und er belegte Platz 45 von 60 Startern bei sehr, sehr schweren Bodenverhältnissen

Breitenworbis
Schon beim Start in Hamburg regnete es und meine Lust schwand von Kilometer zu Kilometer, die wir näher an Breitenworbis herankamen. Der Schachzug quer durchs Land anzureisen, erwieß sich im nachhinein auch nicht als klug, denn hier parkten die ganzen Shopping-Rentner und Fahrschüler auf der kurvenreichen Bundestraße. Hätte auf der BAB bleiben und den Tempomat bei 200 stehen lassen sollen. Wäre dann zumindest ein schönes Rennen am Tag geworden. Nach dem Start des KT/A- und B-Rennens fiel es mir zunächst nicht weiter schwer, die beiden Beulen im Kurs zu bewältigen.

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Enttäuscht über eigene Glanzleistung
Als dann aber erneut der Regen kam, und er kam mächtig, wurde das Rennen interessanter. Zunächst schaffte ich den Sprung in die Spitzengruppe (ca. 20 Mann), welche sich dann auf der Verfolgung eines Solisten befanden. Dieser Knaller hat echt die acht Runden mit über 100 km im Regen von vorne gewonnen. Respekt! Ich hingegen verlor wieder mal auf der Abfahrt im Regen ein paar Meter, welche ich im anschließenden Flachstück beim zweiten Mal nicht mehr schließen konnte. Schon etwas enttäuscht über meine eigene Glanzleistung fuhr ich tapfer weiter. In der mich einholenden Verfolgergruppe fuhr ich Runde sechs noch zu Ende, bevor ich triefend nass und etwas frierend das Rennen vorzeitig beendete. Super Auftakt, dachte ich bei mir, als ich mir den leckeren Kuchen in den Mund stecken ließ. Hände waren funktionsuntüchtig.

Duderstadt
Wie heist es so schön: Neuer Tag, neues Glück. Dieser Spruch ist selten dämlich, denn da ist nichts Wahres dran. Der Kurs um Duderstadt kam mir als MTB-ler echt entgegen, denn der Berg mit 150 hm war auf der 11-km-Runde zehnmal zu bewältigen. Die Abfahrt und der Rest des Kurses war auch schön zu fahren, sodass ich eigentlich guter Dinge war. Es geschah dann an diesem besagten Anstieg nach 3 km in der ersten Runde, wo auf einmal die Luft am Hinterrad weg war. Zwar ergatterte ich beim neutralen Materialwagen ein Hinterrad, aber das Feld war schon fast außer Sichtweite. So ging es mit hängender Zunge hinterher. Leider holt man 50 Leute in einer großen Gruppe bei leichtem Gegenwind berab nicht mehr ein.

Jury rechnete mit verfälschten Ergebnissen
Um nicht gänzlich zu verzweifeln, fuhr ich das Rennen einfach weiter. Macht nicht wirklich Spaß, ist aber ein gutes Training, 110 km alleine im Wind zu fahren. Die Junioren, welche auf mich auffuhren, musste ich ziehen lassen, da die Jury mit verfälschten Ergebnissen rechnete. Na ja, dazu sage ich mal nichts. Am Ende standen die Jungs fast am Berg und den Jury sah ein, das ich dort nichts mehr verfälschen konnte. Zumindest haben sie mich fahren lassen, denn es gab wohl Überlegungen mich aus dem Rennen zu nehmen.

Blick nach vorne
Wir streichen das Wochenende mal aus der Erinnerung, denn da bleibt außer unseren geselligen Abend bei Freunden nichts Gutes. Enttäuscht haben mich auch die Zuschauer aus Duderstadt, denn es gab keine Sympathieprämie für den Solisten. Ab Morgen geht es wieder auf das MTB, denn die Bundesliga in Münsingen ruft. Werde mir den Spaß nicht nehmen lassen und das Traditionsrennen bestreiten. Mal sehen, was die Alten noch bei den Jungen anrichten können. Um den Ausflug nicht völlig umsonst zu machen, wird am Freitag erst mal zum Extrem-Shoppen in Metzingen aufgerufen. Denn der Boss trägt Boss und fährt TrengaDe www.trenga.de.

Dano


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