
Stefan Danowski
Winterlicher MTB-Frühling
Stefan Danowski am 26.03.2008 - 09:56 Uhr
Der Alltag hat mich wieder und damit verbunden ist die Motivation zum Trainieren gravierend geschrumpft. Vor einer Woche wusste man nicht, wie weit man das Kurzarm-Trikot aufreißen soll um nicht innerlich zu verglühen. Jetzt kann man wieder 20 Minuten im Keller stehen und alles anziehen, was da so rum liegt. Wenn man es dann auf das Rad geschafft hat, dann nerven die Schutzbleche und die Beleuchtungsanlage. Rollen will dieser Scheiß-Bock sowieso nicht und warum sieht man aus wie die Michelin-Figur? Mit anderen Worten: Es lief nicht viel vor Ostern.
Ostern wurde alles besser
Traditionell geselle ich mich Ostern gerne woanders hin, denn dann hat man selber weniger Stress mit irgendwelchen Vorbereitungen (Lammfang etc.). Diesmal fuhren wir in den Harz, was bei dem winterlichen Wetter wirklich eine Herausforderung war. Am Freitag ging es noch kurz zu den
Trainingspartner von Gran Canaria zu einer lockeren Runde zwischen den Schauern, bevor wir uns die netten Fotos mit Sonnen anschauten. Gegen Abend huschten wir dann kurz nach Altenau. Kaum waren die ersten Höhenmeter zurückgelegt, blickte das Cockpit. Entweder ESP oder ABS arbeitet im 3/4-Takt zu mahnenden Kommentaren vom Co-Piloten. Wir erreichten aber den Wintersportort Altenau ohne Probleme, dann meine Winterreifen hatten sich seit zwei Jahren auf Schnee gefreut.
Wandern statt Radeln
Im Hochgebirge war an Radfahren aber nicht zu denken, da der Schnee frisch gefallen und nichts präpariert war. So stapften wir am Samstag und Sonntag durch den Harz und erklommen dabei auch den Brocken. Ist schon herrlich bei Schnee früh am Morgen unterwegs zu sein. Man kann auch so die Tage rumkriegen und braucht den Muskelkater nicht lange suchen. Hätte nicht gedacht, dass ein bisschen durch den Wald stapfen am nächsten Tag soviel Schmerzen bereitstellen kann. Die Schokohasen haben das aber wieder schnell hinbekommen.
EB-Training auf Ski
Nach dem Osterfeuer hatten die Jungs in der Ski-Raupe auch Zeit die Pisten zu loipen. Altenau hat einige schöne Loipen zu bieten, da hier auch mal eine Biathlonstrecke für den Landesverband war. So dreht ich zunächst eine Schleife mit meinem Vater, bevor ich dann alleine und mit etwas mehr Sicherheit auf den Brettern zur Hatz ausholte. Jeden Anstieg nutzte ich um in den EB-Bereich zu fahren und zu schauen, ob das noch alles klappt. Am Anfang der Saison ist das natürlich ungewohnt, aber nach dem 5 Anstieg ging es schon ganz gut. Nach 4 Stunden auf den Latten hatte ich genug und bog auf die Rose ab. Die Rose ist die schwarze Piste von Altenau, welche auf Langlaufbrettern echt schön zu fahren und zu fallen ist. War wirklich schön mal wieder den Winterwald auf Ski erobern zu haben.
Anmerkungen
Es häufen sich Anfragen und Leserbriefe, welche gerne etwas mehr Erklärungen von mir haben möchten. So etwas gibt es natürlich nicht. Das Verständnis für meine Berichte muss man sich schon erarbeiten, denn eine TrengaDepesche ist kein Ponyhof. Hilfsliteratur gibt es zur Not ja auch noch, welche einige Erklärungen parat hält. Ab heute wird wieder auf zwei Rädern trainiert, denn der Saisonauftakt in zwei Wochen naht. Der Frühling kommt auch unter www.trenga.de
Dano
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