Aktuelles News Athleten

Gottbrath und Hoffmann

Gesäßcreme

Schönes Deutschland

Till Gottbrath am 10.06.2007 - 19:41 Uhr

Bevor wir ins Tagebuchrennen gehen, erst mal was vorweg: Heute morgen habe ich vor dem Start mit ein paar Spaniern gesprochen und sie sagten: "Wir haben gar nicht gewusst, dass Deutschland so schön ist!" Und in der Tat: Deutschland ist wirklich schön! Sankt Wendel, Neustadt und Erbach haben alle drei eine herrliche Altstadt mit viel Flair. Hinzu kommt, dass dieser Orte eine hohe Bike-Affinität haben: eine lebhafte einheimische Szene, eigene Veranstaltungen wie Marathons und dadurch bedingt eine gewisse Bike-Infastruktur. Kompliment an den Veranstalter: gute Routenführung, gute Auswahl der Etappenorte! (Nein, Plan B bezahlt mich nicht dafür, dass ich hier positiv schreibe – ich meine das ernst!). Außerdem schön und auf der Strecke sehr motivierend: Bei den Einheimischen herrscht Begeisterung, und dies wirkt sich natürlich auch auf die Stimmung im Feld aus: Sie ist prima! Es wird viel gelacht und die ganze Angelegenheit ist weniger kompetitiv, als ich es zuvor befürchtet hatte (zumindest da hinten im Feld, wo Holger und ich herumeiern).

Längste Strecke oder auch nicht
Okay, aber jetzt zum heutigen Tag: 130 km und 1.762 Höhenmeter waren es laut Roadbook, von der Strecke also die längste Etappe. Aber das ist nur die halbe Wahrheit: Die ersten 60 km durch die Rheinebene war das Rennen neutralisiert, weil wir mehrfach Bahnstrecken und größere Straßen zu queren hatten und der Rennverlauf möglicherweise einzelne Biker benachteiligt hätte. Das heißt, die Zeitnahme begann erst ab Heidelberg, wo wir in den Odenwald hinaufkletterten.

Rein in den Odenwald und rein in die Steigung
Aber obwohl die Zeit nicht lief, brausten die guten Biker vorne los wie von der Tarantel gestochen! Holger wollte gleich dabei bleiben, damit wir durch die Rheineben ein "gutes Grupetto" erwischen (eine Gruppe von Radlern, die zusammen fährt, um sich gegenseitig Windschatten zu geben). Aber ich merkte schnell, dass man für meine Ausdauer deutlich zu schnell fuhr. Vor allem: Warum soll man schnell fahren, wenn die Zeit nicht zählt? So dachten dann eine ganze Menge Teams und es fand sich ein "gutes Grupetto". Es bestand aus vielleicht 100 Bikern, die allesamt wunderbar gemütlich dahinrollten. Mein Durchschnittspuls lag bis Heidelberg bei beschaulichen 119 Schlägen/Minute. Vor der Zeitnahme ließen wir dann nochmals Wasser, nur keine Zeit verschenken – und dann rein in den Odenwald, rein in die Steigung. Ab dort war es dann gut für die Psyche, denn wir sammelten ein Team nach dem anderen ein. Ich glaube wir wurden auf der gewerteten Strecke allenfalls von fünf Teams überholt und haben jede Menge eingesammelt.

Besser als am ersten Tag
Es lief prima und auch meine Beine waren nicht so dick wie gestern. Ich muss uns loben: Taktisch waren wir sehr gut und ich meine wir kamen heute als 31. rein – wie schon gestern zusammen mit dem Uwe und Rolf vom Team "Craft Modi Sport". Gestern waren wir 36. bei den Masters, wir haben uns also verbessert. Auch bei den anderen Teams, die zu Craft & Friends gehören lief es super. Viele Gesichter im Ziel lachten breit!

Anzeige

Geheimtipp für das Gesäß
Ach ja zum Abschluss: Es kamen zwei Mails, die nachfragten, was denn das für ein komisches Foto mit den Tuben im Bad gestern gewesen ist. Das ist Holgers Auswahl von vier unterschiedlichen Gesäßcremes. Er empfahl mir die Rote für vorher und die Grüne für Nachher. Die Grüne sei sowieso ein Geheimtipp. Sie ist normalerweise für Entzündungen auf den Stümpfen von Beinamputierten. Mein Hintern tut trotzdem ganz schön weh, und ich werde heute Abend reichlich auf die grüne Tube drücken...


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeigen
Google Anzeigen