
Moritz Milatz

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Moritz Milatz - WM 2007

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"kein Besuch im Streichelzoo" - Bike2b-Interviewt Moritz Milatz
bike2b-Redaktion am 05.02.2008 - 08:06 Uhr
Wie jeder Sportler träumt auch Moritz Milatz von einer Teilnahme an Olympischen Spielen. Allerdings lastet damit auch ein enormer Druck auf den Bikern, die sich qualifizieren wollen. Für den Deutschen XC-Meister 2006 sind die Quali-Rennen "kein Besuch im Streichelzoo".
bike2b.com: In diesem Jahr finden in Peking die Olympischen Sommerspiele statt. Was macht für dich die Faszination Olympia aus?
Moritz Milatz: Die Olympischen Spiele sind mit Abstand das wichtigste Sportereignis, an dem ich hoffentlich teilnehmen darf. Das liegt vor allem an dem großen zeitlichen Abstand in dem die Spiele nur stattfinden. Falls ich es dieses Mal nicht schaffen sollte, müsste ich weitere vier Jahre warten, um eine nächste Chance zur Teilnahme zu haben.
bike2b: Was bedeutet es für dich oder deiner Meinung nach für einen Sportler beim größten Sportevent der Welt dabei zu sein?
Moritz: Die mediale Präsenz die dieses sportliche Großereignis hervorruft ist einzigartig! Weltweit werden die Spiele im TV übertragen. Eine bessere Möglichkeit, für sich und seinen Sport Werbung und Aufmerksamkeit zu erringen, gibt es für einen Sportler einfach nicht!
bike2b: Wie schätzt du die Nominierungskriterien des BDR ein?
Moritz: Sie erscheinen auf den ersten Blick machbar! Immerhin sind die Chancen auf fünf Rennen verteilt. Andererseits herrscht bei diesen Rennen für viele Fahrer ein immens hoher Nominierungsdruck, da natürlich nicht nur die deutschen Mountainbiker sich qualifizieren müssen, sondern auch andere Nationen ihre Vorgaben zu erfüllen haben. Leicht wird es sicher nicht!
bike2b: Deutschland hat drei Startplätze bei den Herren, aber mehr potenzielle Kandidaten dafür. Wie hart wird der Wettbewerb unter den einzelnen Bikern?
Moritz: Wie gesagt: Alle wollen in der schlechten Luft von Peking fahren (lacht), und wenn es nicht das Olympiarennen wäre, würde ich es sicher auch gerne lassen! Aber Spaß beiseite: Wenn am 20. April in Hoffalize der Startschuss ertönt, dann wird es für die nächsten zwei Stunden keine Freunde geben. Das wird sicher kein Besuch im Streichelzoo!
bike2b: Wer zählt in deinen Augen zu den Medaillenanwärtern im olympischen Rennen?
Moritz: Ich zähle Julien Absalon und meine Teamkollegen Hermida und Näf zu den heißen Anwärtern auf die olympischen Medaillien!
bike2b: Die langfristige Vorbereitung auf Peking läuft ja schon länger. Wie hat sich dein Trainings- und Wettkampfplan im Gegensatz zu den anderen Jahren verändert?
Moritz: Verändert möchte ich eigentlich nicht sagen. Ich habe mich auch in den vergangenen Jahren sehr intensiv vorbereitet. Es ist also nicht so, dass ich das erworbene Wissen und die auf mich abgestimmten Trainingskonzepte über Bord werfen werde. Aber die ganze Vorbereitung läuft nochmals eine ganze Spur konzentrierter. Die Anspannung beim eigentlichen Tun ist einfach größer!
bike2b: Im Januar stand noch ein BDR-Lehrgang auf Mallorca an. Welche Trainingsschwerpunkte habt ihr dabei gesetzt?
Moritz: In der Hauptsache haben wir die nötigen Grundlagen verfeinert. Die eigentlich spezialisierte Anpassung auf die Bedingungen in Peking, findet für die Olympiateilnehmer sowieso erst in Japan statt!
bike2b: Welches Ziel hast du dir für die Olympischen Spiele gesetzt, sofern du dabei bist?
Moritz: So weit habe ich bisher noch nicht gedacht. Aber wenn ich das Glück und das Können besitze, dabei zu sein, dann möchte ich jedenfalls gerne unter die ersten Zehn fahren. Wenn ich die 'Quali' überlebe, dann ist auch das machbar!
bike2b: Wir bedanken uns für deine Zeit und wünschen dir viel Erfolg in der Saison 2008!
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