
Mona Eiberweiser

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Interview mit Mona Eiberweiser - "Immer attackieren!"
bike2b-Redaktion am 26.05.2008 - 10:45 Uhr
Mona Eiberweiser hat gleich bei ihrer ersten Europameisterschaft im Cross Country die Goldmedaille gewonnen. Die 17-Jährige stellte sich im BDR-Trainingslager in Bolsterwang den Fragen von bike2b.com. Die Taktik des BDR-Nachwuchstalentes bei der EM in St. Wendel: "Immer attackieren!"
bike2b.com: Bei der Heim-EM in St. Wendel hast du den EM-Titel gewonnen. Dazu erst einmal noch herzlichen Glückwunsch. Hättest du damit vorher gerechnet?
Mona Eiberweiser: Danke schön für deine und die vielen Glückwünsche, die ich in den letzten Tagen bekommen habe!!! Nein, gerechnet habe ich damit vorher nicht. Ich wusste natürlich, dass ich keine schlechten Chancen hatte. Damit machte ich mir aber keinen Druck. Mein Ziel für meine erste Europameisterschaft war, im Rennen keine unnötigen eigenen Fehler zu machen und alles zu geben.
bike2b: Wie verlief das Rennen für dich? Hattest du eine Taktik?
Mona: Das Rennen verlief überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. In der Spitzengruppe waren von Anfang an die amtierende U19-Weltmeisterin Alla Boyko aus der Ukraine, die Schwedin Kajsa Snihs und ich. Die Schweizerin Vivienne Meyer haderte mit einem Pedaldefekt und die Ungarin Barbara Benko musste ebenfalls abreißen lassen. Da der Vorsprung zu unseren Verfolgerinnen immer größer wurde, hoffte ich, dass die Medaillen unter uns ausgemacht würden. Nun setzte ich alles daran, mir den Titel zu holen. Ich fühlte mich gut. Meine Taktik war: immer attackieren!!!
bike2b: Was ging in der vor, als du dem Ziel entgegen gefahren bist?
Mona: Ich konnte es nicht so recht fassen. Ich war so froh, im Ziel zu sein, denn die letzte Runde tat noch richtig weh! Der Jubel und die ersten Glückwünsche im Ziel waren fantastisch. Und das Gefühl beim Ertönen der Nationalhymne brauche ich wohl keinem zu beschreiben.
bike2b: Schon beim Weltcup in Offenburg konntest du mit einem Sieg überzeugen. Wo siehst du die Gründe für deine konstant starken Leistungen?
Mona: Ich habe im Winter konsequent und hart für diese Saison gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit meinem langjährigen Landestrainer Karlheinz Buhl und dem Bundestrainer 'Speedy' Peter Schaupp half mir dabei sehr! Das Material und die Betreuung im "SKS Made in Germany"-Team sind ebenfalls eine hervorragende Basis für mich und meine Teamkollegen. Ich fühle mich in diesem neuen, jungen Team sehr gut aufgehoben. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mich beim bisherigen Werdegang so gut unterstützt haben.
bike2b: Im Juli steht noch die WM in Italien an. Wo siehst du dich dort im internationalen Vergleich?
Mona: Da ich die meisten Fahrerinnen noch nicht richtig kenne, weiß ich nicht genau, wie ich mich einschätzen kann. Mit Sicherheit ist keine Fahrerin zu unterschätzen.
bike2b: Welches Ziel setzt du dir dort? Als Europameisterin müsstest du doch auf eine Medaille schielen.
Mona: Ich werde top vorbereitet zur Weltmeisterschaft anreisen und dann wird sich herausstellen, was möglich ist. Eine Medaille wird natürlich mein Ziel sein.
bike2b: Welche Ziele hast du dir abseits des Mountainbike-Sports für die Zukunft gesetzt?
Mona: Auf jeden Fall gesund bleiben!!! Ein gutes Abitur und einen Studienplatz, eventuell in Südtirol, zählen mit zu meinen Zielen für die Zukunft.
bike2b: Womit lenkst du dich vom Rennstress ab?
Mona: Zu Hause bei meiner Familie im schönen Bayerischen Wald kann ich nach den Rennen super entspannen. Shoppen, Stricken und Spaß mit Freunden haben gehört natürlich auch dazu.
bike2b: Vielen Dank für die Zeit und das Gespräch und weiterhin alles Gute und viel Erfolg!
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