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Interview mit Regina Marunde vom Team Focus

bike2b-Redaktion am 31.05.2001 - 10:06 Uhr

Bike2b: Wie bist Du mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?
Regina Marunde: Da ich meinen Saisonschwerpunkt erst im August habe und mich somit noch steigern will, bin ich sehr zufrieden. Zumal ich erfahrungsgemäß erst Mitte bis Ende der Saison meine Höchstform erreicht habe.

Bike2b: In Belgien hast Du vor 10 Tagen Platz 11 im XC-Rennen belegt. Am Ende fehlte es etwas an der Kraft. Wie hast Du die letzte Runde erlebt?
Regina: Momentan kann ich die Hälfte des Rennens mit den Top 6 mitfahren, nach hinten raus fehlt es jedoch noch ein wenig daran, das Tempo auch durchzustehen. Da ich aber
weiß, dass ich mich von Rennen zu Rennen steigere, mache ich mir für den weiteren Verlauf der Saison keine Sorgen. Allerdings wäre ich natürlich lieber 10te als 11te geworden ...

Bike2b: Du wandelst ein wenig zwischen den Radwelten. Am Wochenende hast Du an einem Straßenrennen teilgenommen. Wie ist es gelaufen? Was sind Deine Ziele auf dem Asphalt?
Regina: Eigentlich wandle ich nicht. Die Straßenrennen fahre ich schon seit einigen Jahren zum Training mit und konnte bisher damit meine Form immer ausbauen. Diese Rennen geben mir die nötige Ausdauer und Rennhärte. Ich gehe also ziemlich ohne Druck in die Rennen und versuche meine Trainingsaufgaben zu erfüllen. Wenn dabei auch mal ein Sieg oder eine gute Platzierung abfällt - um so besser. Die beiden Bundesligarennen in Karbach habe ich im Feld abgeschlossen. Es kam jeweils zum Schlusspurt,wo ich mich rausgehalten habe.(bin ein kleiner
Angsthase beim Massensprint).

Bike2b: Zurück zum MTB-Sport. 1996 hast Du in Atlanta mitgeholfen MTB-Geschichte zu schreiben. Immerhin hast Du bei der Olympiade-Premiere in dieser jungen Disziplin mitgewirkt. Was ist aus Deiner Sicht in den folgenden 5 Jahren aus der "Pflanze" Mountainbike geworden?
Regina: Ich denke,dass der MTB Sport nach Atlanta ein bisschen eingeschlafen ist und auch im neuen olympischen Jahr noch nicht so recht wieder aufleben wollte.'96 wurde wesentlich mehr schon im Vorfeld über den Olympiakader berichtet und auch hinterher mehr Wirbel gemacht. Eigentlich hat der MTB Sport erst in diesem Jahr wieder einen Schub nach vorne bekommen,was hauptsächlich dem
Auftritt des neuen Profi-Team T-Mobil zuzuschreiben ist. Das
Desinterresse am MTB Sport ist jedoch in Deutschland besonders zu spüren, denn beim letzten Weltcup in Houffalize wurden alle eines besseren belehrt und mit tausenden begeisterten Zuschauern belohnt.Ich hoffe,dass man auf solchen Veranstaltungen aufbauen kann.

Bike2b: Wie sehen Deine Perspektiven für den Sommer und die nächsten Rennen aus?
Regina: Wie gesagt, habe ich meinen Schwerpunkt bei der EM und zum Saisonende gelegt. Da die Saison sehr gut angelaufen ist und noch Steigerungsmöglichkeiten vorhanden sind, kann ich eigentlich nur zuversichtlich nach vorne schauen!

Bike2b: Wie lange wird es die Rennfahrerin Regina Marunde noch geben. Welche langfristigen Pläne verfolgst Du?
Regina: Da ich ein recht spontaner Mensch bin, kann ich noch nicht genau sagen, wann ich mich von dem Rennzirkus verabschieden werde. Solange es gut läuft und ich
Spaß daran habe, werde ich aber auch dabei bleiben! Pläne gibt es allerdings viele: - vielleicht mal ein Team managen, Eröffnung einer Werbeagentur oder doch die Eröffnung einer Praxis als Pysiotherapeutin und Osteopathin. Moderationen und Bike-Mode wären da auch noch ein paar Schlagwörter. Aber das lasse ich erst mal auf mich zukommen - meist kommt ja doch alles ganz anders als man denkt .....

Bike2b: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen
Regina: Null problemo - viele Grüße und bis bald!


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(24.04.02)

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