Specials Eventspecials 2005

Lado Fumic

Jose Antonio Hermida

Roel Paulissen

Christophe Dupouey

Christoph Sauser

Thomas Frischknecht

José Marquez

Bart Brentjens

Stefan Sahm

Torsten Marx

Carsten Bresser

EM in Zürich: José Hermida gewinnt vor Lado Fumic. Roel Paulissen Dritter

bike2b-Redaktion am 05.08.2002 - 12:33 Uhr

In einem aufregenden und bis zur letzten Minute spannenden Rennen über 52,1 Kilometer wurde Lado Fumic (Kirchheim/Teck) vom Team T-Mobile in Zürich hinter dem Spanier José Hermida Vize-Europameister. Der Spanier gewann in 1:58:47 Stunden mit 42 Sekunden Vorsprung auf Fumic und 43 Sekunden vor dem Belgier Roel Paulissen.

Gunn-Rita Dahle und Julien Absalon
Das U23-Rennen bei der MTB-Europameisterschaft in Zürich endete für die deutsche Mannschaft dem Ergebnis nach enttäuschend. Während der Franzose Julien Absalon seiner Favoritenstellung gerecht wurde und nach 1:27:40 Stunden als neuer Europameister über die Ziellinie fuhr, reichte es für Jochen Käß (Oberstenfeld) vom Team T-Mobile mit 1:08 Minuten Rückstand nur zum achten Platz. Manuel Fumic (Kirchheim/Teck) musste bereits nach 30 Sekunden das Rennen mit Kettenschaden aufgeben. Im Rennen der Damen über 38,5 Kilometer holte sich die Norwegerin Gunn-Rita Dahle überraschend den EM-Titel vor der Titelverteidigerin Laurence Leboucher und Sabine Spitz aus Murg-Niederhof.

Lados strahlendes Gesicht!
“Eigentlich war das heute gar nicht drin", schüttelte Lado Fumic im Ziel des Herren-Rennens seinen Kopf, in dem ein strahlendes Gesicht wohnte, "die Beine waren gar nicht so gut". Er hatte erst am vergangenen Sonntag die Sachsentour beendet. Umso mehr war er selbst überrascht von seiner Leistung.

Eine Art Strassenrennen
Das EM-Rennen der Herren offenbarte dem begeisterten Publikum am Züricher Albisguetli viele Kapitel einer interessanten Geschichte. Wie schon bei den U23-Fahrern entwickelte sich eine Art Strassenrennen. Aus Elf wurden Zehn, aus Zehn wurden Acht, aus Acht wurden Sechs. So reduzierte sich die Spitzengruppe jede Runde um einen Weltklassebiker. Zuerst war es Weltcup-Leader Filip Meirhaeghe (Belgien), dann der Weltranglistenerste Bart Brentjens (Niederlande), dann Vize-Weltmeister Thomas Frischknecht (Schweiz), die dem Tempo, das von Bas van Dooren (Niederlande) und von Lado Fumic diktiert wurde, Triubut zollen mußten.

"Ich bin jede Attacke mitgegangen", erzählte Fumic. Zu jeder Zeit machte er einen starken und souveränen Eindruck. Nach der fünften von acht Runden verblieb eine Sechsergruppe, der auch noch Hermida, Christoph Sauser (Schweiz), Christophe Dupouey (Frankreich) und Roel Paulissen angehörten.

Und Hermida attackierte...
Aus der siebten Runde kam die Gruppe etwas zerrupft, van Dooren und Hermida hatten Probleme, Fumic zog das Tempo an. Doch als noch 5,5 Kilometer zu fahren waren, schloß das abgehängte Duo wieder auf und Hermida attackierte.
"Ich war eigentlich kaputt und dachte es geht noch zwei Runden. Deshalb habe ich alles versucht und bin auf gut Glück einfach Vollgas gefahren. Alle haben sich nur angeschaut und mich gehen lassen".

Keiner der Konkurrenten wollte Kraft investieren und Hermida vergrößerte seinen Vorsprung. Der Spanier bemerkte erst als er in Zielnähe war, dass er direkt vor dem Triumph stand.

Aus der letzten Abfahrt kam Christoph Sauser, knapp vor Fumic und Paulissen heraus. Sauser riskierte in einer Linkskurve zuviel, strauchelte und der Deutsche Meister konnte vor dem enttäuschten Schweizer Publikum passieren.

In grandioser Manier preschte Fumic 300 Meter vor dem Ziel die kurzen Rampen hinauf und überquerte vor den enthusiastischen Zuschauern als Zweiter die Zielline.
"Ich konnte José nicht hinterher fahren, alle haben nur auf mich geschaut, da hätte ich viel Kraft investieren müssen. In so einem taktischen Rennen brauchst du auch Glück", erklärte Fumic, der aber mit seiner Silbermedaille glücklich und zufrieden war. "Gigantisch", nannte Teamcoach Thomas Schediwie die Vorstellung des Kirchheimers.

Die anderen Deutschen:
Stefan Sahm wurde schließlich 35. mit 9:49 Minuten Rückstand. Vor ihm lagen noch Andreas Dilger (Freiburg), der sich als 18. hervorragend verkaufte. Mit 5:09 Minuten Rückstand erreichte er das Ziel. Karl Platt (Ludwigshafen) wurde mit 7:00 Minuten Rückstand 24., Torsten Marx kam 34 Sekunden später als 27. ins Ziel. Carsten Bresser verließ das Rennen nach der Hälfte der Distanz. "Ich habe die TransAlp einfach noch nicht verkraftet, die Beine tun noch weh, aber das wird wieder besser werden".


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