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Bart Brentjens

Bart Brentjens

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Bart Brentjens

Bart Brentjens

Bart Brentjens auf dem WM-Parcours

Bart Brentjens

Bart Brentjens

Bart Brentjens

bike2b-Redaktion am 15.02.2005 - 13:41 Uhr

Bart Brentjens gehört bereits seit Jahren zum festen Inventar der internationalen Cross-Country Szene. Der Niederländer hat in seiner langen Karriere bereits bei zahlreichen großen Wettkämpfen auf dem Siegerpodest gestanden und konnte 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta sogar die Goldmedaille des ersten MTB-Wettbewerbs in der Geschichte der Spiele mit nach Hause nehmen - der größte Erfolg seiner MTB-Laufbahn.

Keine Starallüren
Herausragend ist dabei vor allem Brentjens' große Konstanz, mit der er inzwischen seit fast zehn Jahren im XC-Zirkus mitmischt. Lange Zeit hatte er den ersten Platz der UCI-Weltrangliste inne und kann sich mit seiner großen Routine nach wie vor auch gegen jüngere Fahrer behaupten.
Trotz allen Titeln und Trophäen ist der rasende Holländer weit davon entfernt, Starallüren zu entwickeln. Er bleibt stets mit beiden Füßen auf dem Boden - beziehungsweise fest auf den Pedalen, egal auf welchem Trail. Deshalb schätzen auch seine Gegner die offene und sympatische Art, die der langjährige Bikeprofi stets an den Tag legt. Während des Rennens sehen sie allerdings meist nur sein Markenzeichen: den langen blonden Zopf.

Karrierebeginn in den 90ern
Schon 1994 (als einige seiner aktuellen Konkurrenten gerade erst bemerkten, dass ein Fahhrad kein Schutzbleche braucht) gewann Bart Brentjens den Gesamtweltcup im Cross-Country und wurde damit zu einem Aushängeschild der noch vergleichsweise jungen europäischen MTB-Szene. Bereits ein Jahr später konnte er dann auch den Weltmeistertitel für sich verbuchen, als er in Kirchzarten vor insgesamt 50000 registrierten Zuschauern Teil einer Sternstunde des Bikesports wurde.
Doch auf seinen Erfolgen hat sich der Holländer nie ausgeruht - für ihn ist nach dem Rennen vor dem Rennen. Als einer der "fleißigsten" Fahrer überhaupt erwarb sich Bart schnell den Ruf eines disziplinierten Arbeiters, der Talent und Trainingseinsatz miteinander zu verbinden weiß.

Brentjens an der Weltspitze
Nach seinem sensationellen Olympiasieg in Atlanta war Brentjens dann - wie gewohnt - für konstante Top-10-Platzierungen im Weltcup und bei verschiedenen internationalen Wettbewerben gut, ohne jedoch ein Stück vom ganz großen Kuchen abzubekommen. Abgeschrieben hatte ihn niemand, doch die ersten Kritiker dachten schon laut über ein Karriereende des Niederländers nach.
Wie sehr sie sich täuschen sollten, zeigte spätestens das Jahr 2000 als Bart wieder an die absolute Weltspitze heranfuhr. Mit einem zweiten Platz bei der EM sowie einer dritten Platzierung bei den Weltmeisterschaften unterstrich er seine zurückgewonnene Bestform und empfahl sich für die Olympischen Spiele in Sydney. Dort hatte er allerdings mit schlechter Stimmung innerhalb des Teams zu kämpfen und konnte nur einen - für ihn - enttäuschenden 12. Rang verbuchen.

Weiter erfolgreich
Dass Bart Brentjens das nicht auf sich sitzen lassen wollte, demonstrierte er eindrucksvoll mit dem Gewinn der Europameisterschaft im Jahr 2001 in St. Wendel. Hinzu kamen starke Leistungen bei Weltcuprennen in den folgenden zwei Jahren (unter anderem Sieg in Madrid 2002 und 3. Platz in Vancouver 2002) die ihm letztlich den dritten Rang in der Gesamtwertung des Jahres 2002 sicherten. Gleichzeitig konnte Brentjens auch den ersten Platz der UCI-Weltrangliste für sich beanspruchen - keine Spur von altem Eisen war zu sehen. Und das obwohl der Routinier zu diesem Zeitpunkt bereits 34 Jahre in den Biker-Knochen hatte.

Familienglück im Grünen
Auch privat kann der MTB-Profi nicht von der Natur lassen - seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Frau Petra bei der Gartenarbeit. "Ich habe einfach den grünen Daumen", lacht Brentjens. Single-Trails hat er indes in seinem Vorgarten im niederländischen Schaijk wohl noch nicht angelegt.
Neben seinen Pflanzen sind natürlich seine Kinder Bart Jr. und Ginger der ganze Stolz des Rennfahrers. Dabei lässt zumindest Tochter Ginger, die Anfang 2004 das Licht der Welt erblickte, auf eine weitere Weltklasse-Bikerin aus dem Hause Brenjens hoffen. "Ich habe gedacht: wie der Vater – ziemlich schnell", meinte Petra Brentjens nach der schnellen und unkomplizierten Geburt.

Wieder olypmisches Edelmetall
Mit seiner Familie als Rückhalt konnte Bart auch in der Saison 2004 weiter glänzen, deren Höhepunkt natürlich seine zweite olympische Medaille bei den Spielen in Athen war. Hinter Julien Absalon Jose Antonio Hermida war der erfahrene Profi mit Bronze sehr zufrieden. "Vielleicht klingt es etwas seltsam, aber ich bin sehr glücklich über meinen dritten Platz. Ich bin aber stolz auf mich, weil ich wieder auf dem Podium stehe. Zwar stehe ich nicht ganz oben, aber ich gehöre immer noch zu den Besten", so Brentjens nach dem Rennen.

Mit Brentjens ist zu rechnen
Wenn die erfolgreiche Karriere des Niederländers eins gezeigt hat, dann dass mit ihm stets zu rechnen ist. Wer die Erfahrung und den Willen von Bart Brentjens nicht auf der Rechnung hat, dem bleibt oft nur der überraschte Blick auf einen plötzlich vorbeifliegenden blonden Zopf.

Steckbrief:

Geburtsdatum: 10.10.1968
Wohnort: Schaijk (Niederlande)
Größe: 188 cm
Gewicht: 72 kg
Famlienstand: Verheiratet, ein Sohn
Hobbys: Gartenarbeit
Team: Giant Mountainbike Racing Team

Erfolge 2004:
3. Platz Olympia Athen
Sieger National Championships
6. Platz Continental Championships
Sieger European Cup Final
3. Platz UCI World Championships
2. Platz UCI World Cup XC #4 / DH / 4X #3
9. Platz UCI World Cup XC #3 / DH / 4X #1
6. Platz UCI World Cup XC #1
Sieger European Cup XC

Erfolge 2003:
Sieger Belgium Cup #6 Final
9. Platz UCI World Championships
2. Platz UCI World Championships
4. Platz Continental Championships
Sieger National Championships
2. Platz O - TOUR
7. Platz UCI World Cup
8. Platz UCI World Cup
Sieger European Cup #4

Erfolge 2002:
3. Platz Tissot/UCI Mountain Bike World Cup
Sieger National Championships
2. Platz MTB - Bundesliga
4. Platz Tissot/UCI Mountain Bike World Cup
Sieger Tissot/UCI Mountain Bike World Cup

Erfolge 2001:
6. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS VAIL
9. Platz MONT SAINTE ANNE WORLD CUP XC DH DL
Sieger EUROPEAN CHAMPIONSHIPS CROSS COUNTRY
Sieger ELVIA SWISS CUP #5
Sieger Mountain Bike Topcompetitie Netherlands
6. Platz HOUFFALIZE WORLD CUP CROSS COUNTRY
3. Platz SARENTINO WORLD CUP CROSS COUNTRY
2. Platz Circuit du Brabent Wallon XC
2. Platz PARIS ROUBAIX VTT
7. Platz NAPA VALLEY WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger SEA OTTER CLASSIC STAGE RACE

Erfolge 2000:
Sieger ALANYA INTERNATIONAL MTB CUP
12. Platz OLYMPIC GAMES CROSS COUNTRY
9. Platz LAUSANNE WORLD CUP CROSS COUNTRY
2. Platz EUROPEAN CHAMPIONSHIPS CROSS COUNTRY
8. Platz CANMORE WORLD CUP CROSS COUNTRY
3. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS SIERRA NEVADA
10. Platz SARENTINO WORLD CUP CROSS COUNTRY
8. Platz HOUFFALIZE WORLD CUP CROSS COUNTRY
8. Platz MAZATLAN WORLD CUP CROSS COUNTRY
5. Platz NAPA VALLEY WORLD CUP CROSS COUNTRY
2. Platz SEA OTTER CLASSIC STAGE RACE

Erfolge 1999:
Sieger STROM CUP #8
11. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS ARE
9. Platz EUROPEAN CHAMPIONSHIPS CROSS COUNTRY
7. Platz BIG BEAR WORLD CUP DH & XC
12. Platz PLYMOUTH WORLD CUP XC
11. Platz MADRID WORLD CUP CROSS COUNTRY
11. Platz SYDNEY WORLD CUP CROSS COUNTRY

Erfolge 1998:
Sieger HONDSRUG CLASSIC GIETEN
17. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS MONT-SAINTE-ANNE
2. Platz RABOBANK MTB TOPCOMPETITIE #4
11. Platz CONYERS WORLD CUP CROSS COUNTRY
13. Platz CANMORE WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger HELLENDORN BIKE CONTEST
15. Platz NAPA VALLEY WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger CACTUS CUP ARIZONA, USA
3. Platz ITALIAN GRAND PRIX XC #1

Erfolge 1997:
Sieger BENELUX CUP #3
11. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS CHATEAU-D´OEX
7. Platz ANNECY WORLD CUP CROSS COUNTRY
11. Platz VAIL WORLD CUP CROSS COUNTRY
11. Platz MONT SAINTE ANNE WORLD CUP XC DH DL
13. Platz MOUNT SNOW WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger BENELUX CUP #2
13. Platz SPINDLERUV MLYN WORLD CUP CROSS COUNTRY
4. Platz CACTUS CUP ARIZONA, USA

Erfolge 1996:
3. Platz COUPE DE FRANCE #8
5. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS CAIRNS
Sieger LE TOUR VTT STAGE RACE
3. Platz KRISTIANSAND WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger LES GETS WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger OLYMPIC GAMES CROSS COUNTRY
6. Platz MONT SAINTE ANNE WORLD CUP XC DH DL
9. Platz BROMONT WORLD CUP CROSS COUNTRY
10. PLatz LISBON WORLD CUP CROSS COUNTRY



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