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Irina Kalentieva

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Göhl und Kalentieva

Irina Kalentieva

Irina Kalentieva

Irina Kalentieva

Spitz, Kalentieva und Wang

Irina Kalentieva

Irina Kalentieva

bike2b-Redaktion am 13.09.2007 - 10:53 Uhr

Die Russin Irina Kalentieva hat sich zu einer internationalen Top-Fahrerin gemausert. Zur Saison 2006 wechselte sie von Multivan-Merida zum neuen Team Topeak-Ergon. Die Russische Meisterin gilt als Bergspezialistin und mischt auch in der Bundesliga ganz vorne mit. 2007 durfte sie sich in Fort William erstmals das Regenbogentrikot der Weltmeisterin überstreifen.

Aufgewachsen in jeder Menge Matsch
Aufgewachsen ist die zierliche Russin an der Wolga in einem kleinen Dorf in der Taiga, das vom Kartoffelanbau lebt. Dort gibt es kein fließend warmes Wasser und keine asphaltierten Straßen. Dafür jede Menge Matsch. "Ich kann manchmal nicht verstehen, wenn die Leute hier unzufrieden sind", meint Kalentieva, die ihren Wohnsitz nach Aalen verlegt hat. Der fehlende Asphalt ist vielleicht der Grund, warum sich das Leichtgewicht so gut bei nassen Bedingungen zurecht kommt. Eine andere Spezialität des Bergflohs ist ihre gute Technik, die ihr in den Downhill-Passagen zugute kommt. Dort fehlt ihr teilweise aber das nötige Gewicht um schnell zu sein.

Seit 2000 im Weltcup dabei
Im Jahr 2000 gab Kalentieva, die am 10. November 1977 das Licht der Welt erblickte, ihr Debüt auf internationaler Ebene. Seitdem konnte sie sich ständig steigern und kommt so ihrem großen Ziel näher, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine Medaille zu gewinnen. Obwohl sie die Bundesliga- und Weltcup-Rennen bestreitet, liegt das Hauptaugenmerk der Russin auf den Großereignissen Europameisterschaft und Weltmeisterschaft.

2004: Silber bei Marathon-WM
Im Teamdress von Multivan-Merida konnte Kalentieva 2004 zweimal in Hamburg und Schladming (AUT) ganz oben stehen. Dazu kamen zweite Plätze in Volketswil (SUI) und Heubach, sowie dritte Ränge in Nals (ITA) und Münsingen. Durch die Erfolge in der Bundesliga gewann sie die Gesamtwertung zum zweiten Mal nach 2002. Die Höhepunkte der Saison waren für die Russin aber die Großereignisse: Bei den Marathon-Weltmeisterschaften im österreichischen Bad Goisern wurde Kalentieva Zweite und holte sich damit die Silbermedaille. Bei den weiteren Highlights reichte es dann nicht mehr für einen Platz auf dem Podest: Bei den russischen Meisterschaften wurde sie Sechste, bei der EM in Polen Fünfte. Die Olympischen Spiele in Athen konnte sie noch nicht mit Medaillen verlassen, dort fuhr die Russin auf den 13. Platz.

Bundesliga-Erfolge und russische Meisterschaft
Das Jahr 2005 stand im Zeichen der Bundesliga, die die Russin klar für sich entschied. Ihr dritter Gesamtsieg nach 2002 und 2004 war nach drei Siegen in Heubach, Offenburg und Wetter und zwei zweiten Plätzen bei sechs Rennen keine Überraschung. Zudem konnte sich Kalentieva im Juli in Izhevsk (RUS) den Titel der russischen Meisterin sichern. Sie schob sich außerdem in der UCI Weltrangliste auf den dritten Rang und belegte in der Weltcup-Gesamtwertung Platz vier. Es war dennoch ihre letzte Saison im Dress von Multivan-Merida, da ihr Vertrag dort nicht verlängert wurde.

Guter Start im neuen Team
Ab 2006 fährt Irina Kalentieva nun zunächst für drei Jahre für das neugeschaffene Team Ergon-Topeak und konnte gleich mit ersten Erfolgen aufwarten. Nach Rang drei beim Swisspower Cup in Volketswil folgte beim Bundesliga-Auftakt in Offenburg gleich der erste Sieg, mit dem sie ihre Rolle als Favoritin auf den Gesamtsieg einmal mehr unterstrich.

Silber in Neuseeland
Der Höhepunkt in einer starken Saison war für Kalentieva dann bei der WM in Neuseeland. Nachdem sich die sechsfache Russische Meisterin bei der EM in Italien eine Armverletzung zuzog und so keine Chance auf einen Medaillenplatz hatte, kam sie pünktlich zum Saisonhöhepunkt wieder in Fahrt. Mit einer starken Vorstellung konnte die 28-Jährige ihren bis dato größten Erfolg feiern und gewann Silber. "Das ist ein ganz besonderer Tag für mich. Ich habe mich sehr gut gefühlt und es lief von Runde zu Runde besser. Irgendwie habe ich sofort gespürt, dass es heute mit einer Medaille klappen kann. Das es dann auch noch die Silbermedaille wurde, freut mich um so mehr", analysierte Kalentieva das Rennen aus ihrer Sicht.

2007 das Jahr der Russin
Weltmeisterin, Vize-Europameisterin und drei Weltcup-Siege stehen im Jahr 2007 bei Irina Kalentieva zu Buche. Die Russin, die nebenbei zum siebten Mal den Meistertitel ihres Landes gewann, war absolute Weltspitze. Bei der Weltmeisterschaft in Schottland fuhr die 29-Jährige in ihr erstes Regenbogentrikot. Dass sie im internationalen Vergleich die beste in dieser Saison war, deutete sie bereits mit drei Weltcup-Siegen an. Auch die Bundesliga-Gesamtwertung gewann "Miss Bundesliga" zum vierten Mal in Folge und insgesamt zum fünften Mal. "Ich fahre immer noch gerne in der Bundesliga, auch wenn mein Ziel der Weltcup ist", sagte die Russin während der Saison. "Schließlich begann meine Karriere in der deutschen Cross-Country-Serie."

Steckbrief:

Geburtsdatum: 10.11.1977
Größe: 156 cm
Gewicht: 45 kg
Wohnort: Aalen (GER) oder Cheboxare (RUS)
Beruf: Sportstudentin
Team: Topeak-Ergon
Trainer: Toni Uecker

Erfolge:
Weltmeisterin 2007
Vize-Weltmeisterin 2006
Marathon-Vize-Weltmeisterin 2004
Vize-Europameisterin 2003, 2007
3. Platz WM 2003
Weltcup-Sieg in Schladming (AUT) 2004
Weltcup-Sieg in Offenburg (GER) 2007
Weltcup-Sieg in Mont-Sainte-Anne (CAN) 2007
Weltcup-Sieg in St. Felicien (CAN) 2007
Bundesliga-Gesamtsiegerin 2002, 2004, 2005, 2006, 2007
Russische Meisterin 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2006, 2007


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