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Absalon & Bui

Julien Absalon

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Julien Absalon

Julien Absalon + freundin

Julien Absalon

J. Absalon, R. Näf, L. Fumic (v.l.)

Julien Absalon

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Julien Absalon

Julien Absalon

Julien Absalon in Champéry

Julien Absalon

bike2b-Redaktion am 12.06.2008 - 10:30 Uhr

Der 28. August 2004 hat das Leben des Julien Absalon verändert und traf ihn zwölf Tage nach seinem 24. Geburtstag völlig unvorbereitet. "Heute bin ich ein echter VIP - zumindest in Frankreich", sagt der sympathische Franzose, "ich bekomme Einladungen, trete im Fernsehen auf, erhalte Preise und werde plötzlich auf der Straße erkannt." An jenem 28. August, dem Tag, an dem alles anders wurde, gewann Julien Absalon die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Athen und wurde über Nacht zum französischen Nationalhelden. "Mein Telefon hört überhaupt nicht mehr auf zu klingeln", beschreibt der aktuelle Weltranglistendritte die Situation, besteht aber darauf, dass "der selbe alte Julien immer noch da ist. Der Julien, der seine Gedanken im Griff hat, wenn er auf dem Rad sitzt."

Einstieg erst mit 15 Jahren
Der Julien auch, der erst mit fünfzehn Jahren zum Radsport kam, als ein Nachbar Durchsetzungswillen und Zähigkeit in dem Jungen erkannte und ihn aufforderte, die MTB-Lizenz zu machen. Unterstützt von den Eltern machten sich Absalon und sein vier Jahre jüngerer Bruder Remy (bestes Ergebnis: Platz sechs bei den französischen Meisterschaften 2003) auf, die französische Cross-Country-Szene zu erobern. Nach kleinen Enttäuschungen im ersten Jahr, gelang dem 16-Jährigen schon 1996 die französische Vizemeisterschaft. Und 1998 räumte Absalon bereits alles ab, was es national wie international zu holen gab: Er wurde französischer Junioren-Meister, dann Europa- und schließlich sogar Weltmeister.

Das Training nicht vergessen
Zwar war der Weg in die Spitze der Elite-Klasse noch weit, doch schon vor seinem Olympiasieg hatte sich Julien Absalon in der Weltspitze etabliert. Nach mehreren U23 Welt- und Europameistertiteln durfte er sich 2003 sogar in die elitäre Liste der Gesamtweltcupsieger eintragen. Doch es war die olympische Goldmedaille, die ihn ins Blickfeld der Öffentlichkeit katapultierte, heraus aus dem Schattendasein, dass der Sport auch in Frankreich noch führt. Die "Verpflichtungen", die sich aus dem Erfolg ergaben, haben Julien Absalon sicherlich den ganzen Winter in Atem gehalten, doch das Biken hat er nicht vergessen: "Ich habe meine natürlich Umgebung, das Cross-Country-Gelände nie verlassen und bereite mich sehr gewissenhaft auf die neue Saison vor", so Absalon.

PR-Termine und Heirat verschieben Trainingsauftakt
Dass diese Vorbereitung erfolgreich verlief und Absalon auch im Sommer 2005 zur Weltspitze gehörte, bewies der 24-Jährige bereits mit seinem Sieg beim Sunshine Race in Nals: "Ich bin sehr zufrieden. Meine Form ist gut. Ich hatte in diesem Jahr einen etwas bewegten Winter mit vielen PR-Terminen. Außerdem habe ich noch geheiratet und konnte deshalb erst relativ spät mit dem intensiven Training beginnen." Am Ende der Saison konnte Absalon sogar seinen Weltmeistertitel verteidigen.

Titelhattrick und Weltcup-Gesamtsieg
2006 sollte sein bisher erfolgreichstes Jahr werden. Im Weltcup konnte er gleich drei Rennen in Folge gewinnen. Sowohl in Madrid, Fort William als auch in Spa fuhr er als Erster über die Ziellinie. Ein dritter Platz in Kanada sicherte dem Bianchi-Agos-Teammitglied vorzeitig den Gewinn der Kristallkugel für den besten Weltcupfahrer der Saison. Bei den beiden großen Meisterschaften auf europäischer Ebene und auf weltniveau in Neuseeland ließ sich der 26-Jährige ebenfalls als Sieger feiern.

Totale Dominanz auch im Jahr 2007
Am Zenit seiner Leistungsfähigkeit schien Julien Absalon aber noch lange nicht angekommen und so gelang es ihm im Jahr 2007 erneut, die internationale Mountrainbike-Szene zu dominieren. Neben dem Weltmeistertitel, an dessen Regenbogentrikot er sich mittlerweile gewöhnt haben sollte, erklomm er auch erneut den höchsten Platz auf dem Weltcup-Podium. Nicht verwunderlich daher auch, dass der Franzose seit Ewigkeiten auf Platz eins der UCI-Weltrangliste wieder zu finden ist. Nur im europäischen Vergleich schien er leicht zu "schwächeln" und musste sich bei der Europameisterschaft José Hermida geschlagen geben.

Fortsetzung der Serien im Olympiajahr?
Es bleibt abzuwarten, ob es Absalon gelingen kann die hohen, in ihn gesteckten, Erwartungen auch im Jahr 2008 zu erfüllen. Zwar gewann er die ersten drei Weltcup-Rennen erneut, doch scheint er sich gerade auf der Zielgerade in Richtung Olympia in einem Formtief zu befinden, was sich in einem enttäuschenden 15. Platz bei der Europameisterschaft in St. Wendel und dem Verlust der Weltcup-Gesamtführung an Christoph Sauser deutlich niederschlägt. Vielleicht hat er aber auch seinen Trainingsplan so auf die beiden Saisonhöhepunkte WM und Olympia abgestimmt, dass er bald einen noch größeren Heldenstatus in seinem Heimatland besitzen wird.

Steckbrief:
Name: Julien Absalon
Geburtstag: 16.08.1980
Gewicht: 71kg
Größe: 1,80m
Hobbies: Moto-Cross, Skifahren, Snowboarden, Paragliding
Team: Bianchi-Agos

Erfolge:

2007
Weltmeister
Weltcup-Gesamtsieger
Französischer Meister
Vizeeuropameister

2006
Weltmeister
Weltcup-Gesamtsieger
Europameister
3 Weltcup-Siege

2005
Weltmeister
1. Platz Marlene Sunshine Cup

2004
1. Platz Weltcup in Schladming
Französischer Meister
Olympiasieger
Weltmeister

2003
Gesamtsieger Liquigascup
1. Platz Weltcup Fort William
Französischer Meister
Weltcupgesamtsieger

2002
Französischer U23-Meister
U23-Weltmeister
U23-Europameister

2001
U23-Weltmeister
U23-Europameister

1999
Vize-U23-Europameister

1998
Junioren-Weltmeister
Junioren-Europameister
Französischer Junioren-Meister


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