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Manuel Fumic

Deutscher Meister 2004 - Manuel Fumic

Manuel Fumic

Autogrammstunde

Manuel Fumic

Manuel Fumic

Manuel Fumic

Lado und Manuel Fumic

Manuel Fumic

Manuel Fumic

Manuel Fumic

Manuel Fumic

bike2b-Redaktion am 02.08.2007 - 14:06 Uhr

Lebendig, lustig und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen, so begegnet einem Manuel Fumic. Doch hinter der jugendlichen Fassade der Umbeschwertheit hat sich in den letzten Jahre ein junges Mountainbike-Talent zu einem absoluten Top-Fahrer entwickelt: Als erster männlicher Fahrer für Deutschland überhaupt durfte sich Manuel das Regenbogentrikot bei einer Weltmeisterschaft im Cross Country überstreifen.

Talent und harte Arbeit
Doch während der Jüngere der beiden Fumic-Brüder zu Beginn seiner MTB-Karriere dazu neigte, sich auf sein großes Talent und seine natürlichen technischen Fähigkeiten zu verlassen, hat er inzwischen gelernt, dass der Weg zu den wirklich großen Erfolgen nur über viel Arbeit und Schweiß führt. Zusammen mit Lado Fumic begann für Manuel der Einstieg ins wirklich professionelle Renngeschäft beim Team T-Mobile im Jahr 2001, wo der damals 19-Jährige mit Thomas Schediwie einen erfahrenen Trainer an seiner Seite hatte. Mit viel harter Arbeit baute Manuel auf sein Talent auf und fuhr stetig weiter an die Weltspitze heran. Dabei blieb sich der Kirchheimer jedoch stets selbst treu und erscheint auch heute niemals verbissen und selten auch nur schlecht gelaunt.

Die große Liebe: sein Bike
Seine lockere, offene Art hat für Manuel unmittelbar mit dem Sport zu tun, den er liebt. Und deshalb klingt er auch immer ein bisschen wie ein frisch verliebter, wenn er vom Biken spricht: "Wenn ich alleine auf dem Rad bin, dann ist die ganze Welt okay, dann bin ich weg vom Alltag und tauche ein in eine ganz andere Welt". Manuel Fumic lebt seinen Sport - und das sieht man ihm auch an. Aus diesem Grund konnte der Nachwuchsfahrer nicht nur reichlich Respekt, sondern auch viele Sympathien in der internationalen Bike-Szene sammeln.

Erfolgsbilanz seit 2001
Nachdem Manuel im Jahr 2001 einen enormen Schritt nach vorne machen konnte (6. Platz bei der U23-WM), startete er schließlich 2002 voll durch: Mit einem fünften Platz bei den World Championships sowie starken Platzierungen in der Bundesliga empfahl sich der Sohn kroatischer Eltern für die oberste Riege der deutschen Bike-Szene. Spätestens seitdem war das Ziel klar: Olympia 2004 - teilnehmen und ein gutes Ergebnis erzielen. Gemeinsam mit seinem Bruder Lado stieg Manuel mit großem Ehrgeiz in die Vorbereitungen ein. Und wo gehobelt wird, fallen Späne - in diesem Fall in Form von reihenweise Top-Platzierungen bei internationalen Events.

2004 - sein Jahr
2004 räumte Manuel Fumic schließlich alles ab, was es zu gewinnen gab: Deutscher U23-Meister, U23-Europameister, achter Platz bei Olympia und schließlich die Sensation in Les Gets - U23-Weltmeister! Mit viel Biss und nicht zuletzt einer perfekt konzeptionierten Renngestaltung ließ der Deutsche seinen harten Konkurrenten Liam Killeen in einem nervenaufreibenden Rennen hinter sich und konnte sich schließlich die verdiente Medaille umhängen. Über die freute sich Manuel wie ein kleines Kind - keine Spur von Überlegenheit, ob seiner historischen Leistung war zu spüren. "Es ist unglaublich. Ich bin total happy über das Regenbogentrikot", diktierte er den Reportern in die Mikros.

Herausragender Taktierer
Bundestrainer Frank Brückner lobte seine "herausragende taktische Leistung mit sehr viel Übersicht" - überhaupt das Markenzeichen des jungen Athleten. Mit seiner angebohrenen Intuition ist Manuel Fumic in der Lage, Rennverläufe schnell zu erfassen und seine Energie entsprechend einzuteilen. So ist der WM-Triumph auch vor allem als ein strategischer Sieg zu feiern, bei dem er mit einer gut getimeten Kraftanstrengung zum Ende des Rennen einen uneinholbaren Vorsprung herausfuhr.

2006: eine Saison zum Abhaken
2006 musste "Mani" einen Rückschlag in seinem Weg an die Weltspitze hinnehmen. Er brach sich das Schlüsselbein und aufgrund seines zu großem Ehrgeiz' nicht nur ein- sondern zweimal. Er wollte unbedingt schnell wieder in den Rennzirkus einsteigen und stürzte beim Training für sein Comeback erneut auf die Schulter, wobei er sich das Schlüsselbein gleich wieder zerlegte. Danach war die Saison nicht mehr zu retten und musste abgehakt werden.

Erster Bundesliga-Triumph 2007
2007 kam Manuel Fumic dann aber wieder zurück. Nach Höhen und Tiefen zu Beginn der Saison, wobei ihm nach eigenen Angaben "noch die nötige Rennhärte" fehlte, kam er zur Deutschen Meisterschaft richtig in Schwung. Dort sicherte sich der jüngere Fumic-Bruder Silber. In St. Märgen fuhr er in der Mountainbike-Bundesliga dann zum ersten Mal ganz oben auf das Podest.

Blick in die Zukunft
Von Manuel Fumic wird in den kommenden Jahren noch einiges zu hören sein, soviel ist sicher. Mit 25 Jahren gehört er schon jetzt zu den besten Cross-Country-Fahrern überhaupt - und es bleibt immer noch Raum für Verbesserungen. So werden sich die Gebrüder Fumic auch in Zukunft wohl gegenseitig zu weiteren Bestleistungen antreiben. Konkurrenz belebt halt das Geschäft - auch wenn's in der Familie bleibt.

Steckbrief:
Geburtsdatum: 30.03.1982
Wohnort: Kirchheim/Teck
Größe: 174 cm
Gewicht: 68 kg
Familienstand: ledig
Beruf: Radprofi
Hobbys: Musik, Urlaub, Autos
Team: Fumic Racing Team
Verein: UCS Stuttgart
Web: www.fumic.de

Erfolge 2007:
01. Bundesliga, St. Märgen
02. DM Cross Country, Wetter/Ruhr
07. 8. Grand Prix Zlatolicje, Zlatolicje (SLO)
08. Bundesliga, Heubach
15. World Cup, Champéry (SUI)
16. World Cup, Mont Saint-Anne (CAN)

Erfolge 2006:
04. Bundesliga, St. Märgen
05. DM Cross Country, Albstadt

Erfolge 2005:
10. Weltcup, Fort William (GBR)
06. XC, Livigno (ITA)
08. Swisspower Cup, Bern (SUI)
02. DM Cross Country, Albstadt
13. Weltcup, Houffalize (BEL)
04. Bundesliga, Heubach
04. Bundesliga, Münsingen
11. Swisspower Cup, Reinach (SUI)

Erfolge 2004:
U23-Weltmeister in Les Gets, Frankreich 2004
U23-Europameister in Walbrzych, Polen, 2004
8. Platz Olympische Spiele in Athen
13. Platz UCI World Cup
11. Platz UCI World Cup
14. Platz UCI World Cup
12. Platz UCI World Cup
10. Platz National Championships

Erfolge 2003:
2. Platz UCI World Championships
3. Platz Continental Championships
5. Platz National Championships
13. Platz UCI World Cup
2. Platz European Cup
2. Platz Bundesliga

Erfolge 2002:
5. Platz World Championships
Sieger NRW-Cup
2. Platz National Championships
2. Platz MTB - Bundesliga
15. Platz Tissot/UCI Mountain Bike World Cup
18. Platz Tissot/UCI Mountain Bike World Cup
4. Platz MTB - Bundesliga

Erfolge 2001:
2. Platz Bundesliga Downhill DH
6. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS VAIL
2. Platz HOUFFALIZE JUNIOR RACE


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