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Filip Meirhaeghe

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Portrait Filip Meirhaeghe – Karriere eines belgischen Spitzenbikers

bike2b-Redaktion am 29.07.2004 - 16:15 Uhr

Der belgische Profibiker Filip Meirhaeghe ist zum Ende seiner MTB-Karriere der amtierende Weltmeister im Cross Country. Der am 5. März 1971 geborene Biker aus Gand in den Ardennen war der Mann, der das Mountainbiken in Belgien ganz groß machte und galt vielen Sportlern als Vorbild.

Der Weg zum Cross Country
Für die junge und wilde Variante des Radsports hat sich Meirhaege entschieden, als er im Alter von 15 Jahren sein erstes geländegängiges Fahrrad bekam. Schon Ende der 80er-Jahre - am Anfang des Cross-Country-Rennsports - war er inoffizieller Junioren-Weltmeister.

Ausbildung und Beruf wichtiger als Radsport-Karriere
Doch dann stellte er den Sport eine Zeit lang zugunsten einer Berufsausbildung zurück. Er trainierte weniger, um seinem Diplom im Marketingssektor nachzugehen. Als er seinen Abschluss 1991 schließlich in der Tasche hatte, setzte er alles daran, Profi-Biker zu werden und arbeitete nur noch im Winter in seinem Beruf.

Titel in Downhill und Cross Country
Bis einschließlich 1994 feierte der Bikestar auch noch Erfolge in der Disziplin Down-Hill. Unter anderem wurde er einmal Sechster bei einem Weltcup-Lauf. 1996 schaffte Meirhaeghe dann den Sprung und wurde zum ersten Mal Belgischer Meister. Dieser Titel verhalf ihm zu einem Vertrag mit dem 'Specialized Mountainbike Team', für das er bis zuletzt fuhr. Seinen ersten Weltcup-Sieg errang Meirhaeghe schließlich 1998 in Sankt Wendel.

Doping-Affäre setzt Karriere vorzeitiges Ende
Der XC-Star, der im Sommer 2004 als einer der größten Olympia-Hoffnungen auf eine Goldmedaille für Belgien galt, war am 27. Juni im Anschluss an das Weltcup-Rennen in Mont Sainte-Anne (CAN) in einer Dopingkontrolle hängen geblieben. Zwei Tage später gewann er in Quebec das Cross-Country-Weltcuprennen. Auf einer Pressekonferenz am 28. Juli 2004 gar er schließlich zu, sieben Wochen zuvor im Trainingslager in Österreich erstmals das Blutdopingmittel Erythropoietin (EPO) eingenommen zu haben. Der Olympia-Zweite von Sydney wollte in Athen topfit sein, weil die Olympischen Spiele das letzte Ziel seiner bis dahin glanzvollen Karriere werden sollten. Er trat sofort vom aktiven Mountainbike-Sport zurück.

Klare Ansicht zum Thema Doping
Im Frühjahr 2003 wurde Meirhaeghe in einem Interview mit dem Magazin 'Starshot' zum Thema Doping befragt. Er kommentierte die Reaktion des niederländischen XC-Stars Bas von Dooren, dem bei der Weltmeisterschaft in Kaprun (AUT) 2002, Doping nachgewiesen wurde, als sehr löblich. Der Niederländer sei ehrlich gewesen, habe gesagt wie es war und dann aufgehört. Vielleicht hat sich Meirhaeghe den zwei Jahre jüngeren Biker, mit dem er sich über ein Jahr das Zimmer bei Rennen geteilt hat, zum Vorbild genommen, indem er seine Karriere im Alter von 33 Jahren letztlich ebenso 'ehrlich' und konsequent beendete.

Erfolge 2004
1. Platz Weltcup Quebec
1. Platz Weltcup Mont Saint-Anne
3. Platz Weltcup Fort William
1. Platz Weltcup Madrid

Erfolge 2003
1. Platz Weltcup Kaprun
1. Platz Weltmeisterschaft
1. Platz Weltcup Fort William

Erfolge 2002
1. Platz Weltcup Mont Sainte-Anne
1. Platz Weltcup Grouse Mountain, Vancouver
1. Platz Weltcup-Gesamtwertung
2. Platz Weltmeisterschaft

Erfolge 2000
1. Platz Weltcup Houffalize
1. Platz Weltcup Lausanne
1. Platz Europameisterschaft
2. Platz Olympia Sydney

Erfolge 1999
1. Platz Weltcup in Sankt Wendel
3. Platz Weltcup in Plymouth
3. Platz Weltmeisterschaft

Erfolge 1998
1. Platz Weltcup in Sankt Wendel
3. Platz Weltcup in Canmore
3. Platz Weltmeisterschaft


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