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José Antonio Hermida

José Hermida (Multivan Merida)

Olympioniken

EM-Sieger 2004: Näf, Dahle, Hermida

José Antonio Hermida

José Antonio Hermida

Jose Antonio Hermida

Green + Paulissen + Hermida

Brentjens + Absalon + Hermida

Jose Antonio Hermida

bike2b-Redaktion am 16.02.2005 - 15:35 Uhr

Der 26-jährige Spanier José Antonio Hermida kann auf ein ereignisreiches Jahr 2004 zurückblicken.
Zum Einen feierte der Katalane mit dem Europameistertitel 2004, dem großen Triumph in Athen - wo er olympisches Silber holte - und schließlich dem fünften Platz auf der UCI Weltrangliste große Erfolge. Zum Anderen wurde ihm jedoch der Start beim Finale und gleichzeitigem Saisonabschlussrennen des Weltcups in Livigno verwehrt, da ihn die UCI aufgrund eines Doping Verdachts für 15 Tage gesperrt hatte.
Wie von Anfang an beteuert, basierte Hermidas erhöhter Hämatokrit-Wert jedoch auf natürlichen Gründen, so dass die UCI anschließend den Vorwurf zurücknahm.

Junioren Weltmeister 1996
José Antonio Hermida, mit Spitznamen Tono (gesprochen Ton-yo) gerufen, wurde am 24. August 1978 in Puigcerdà (Girona) geboren. Zu seinen Hobbies gehören - neben dem professionell betriebenen Mountainbiking - BMX fahren, Telemark, Cross-Country Skifahren, zuhause sein und das Leben genießen.
Hermida gilt als angenehmer Zeitgenosse, der für jeden Spaß zu haben ist. Auch hat der Spanier schon mal etwas außergewöhnliche Marotten. So nimmt er zu jedem Trip seinen Mixer mit, um sich nach den Rennen - oder einfach nur zum Relaxen - seine Shakes zu mixen.
Der erste weiter reichende Erfolg in "Tono's" Karriere lässt sich im Jahr 1996 markieren, als er Junioren Weltmeister im Cross Country wurde. Ein Jahr darauf startete er bei den U-23 und erreichte den 4. Platz im Gesamtweltcup. 1998 wurde Tono spanischer U-23 Meister und zählte in seiner Heimat als großes Talent, dem die Zukunft gehören sollte.

Vierter Platz bei Olympia 2000 in Atlanta
1999 und 2000 startete Hermida weiterhin bei U-23 Rennen, doch konnte er auch bei der Elite auftrumpfen.
In der U-23 Konkurrenz wurde er 1999 spanischer Meister, 2000 Europameister und sogar Weltmeister. Im Gesamtweltcup der U-23 war ihm somit auch der erste Platz 2000 nicht zu nehmen.
Spätestens im Jahr 2000 zeigte Tono jedoch, dass auch die großen Weltcuprennen der Elite in Zukunft nicht mehr ohne ihn auskommen würden. Sorgte er 1999 dort als 18. im Gesamtweltcup und spanischer Vizemeister für Aufsehen, erreichte er 2000 schon den zwölften Platz in der Weltcup-Gesamtwertung der "Großen". Der größte Triumph schließlich stellte für den sympathischen Spanier der vierte Platz bei der Olympiade in Sydney dar. Von seiner Form her hätte es sogar zum ganz großen Coup, einer Medaille, gereicht, doch durch einen Sturz verlor José Antonio die entscheidende Zeit.

Teamwechsel zu Merida-Multivan
Nun war José Antonio Hermida nicht mehr von der Weltbühne wegzudenken. 2001 wurde er Vize-Europameister, Zweiter der Weltcup Gesamtwertung und spanischer Meister. 2002 konnte er den spanischen Meistertitel erfolgreich verteidigen; im Weltcup sprang jedoch nur Platz zehn heraus. Dafür klappte es auf europäischer Bühne perfekt, so dass Tono in diesem Jahr den Europameistertitel feiern durfte. Im Jahr darauf konnte der Spanier dann den vierten Platz der Worldcup-Gesamtwertung für sich verbuchen.
Am Ende der Saison 2003 wechselte Tono das Team. Nach vier Jahren bei Bianchini unterschrieb der Katalane beim Merida-Multivan-Racing Team. Ein Schritt, der für ihn genau zum richtigen Zeitpunkt kam, um sich noch einmal neu zu motivieren. Dass dies durchaus geglückt ist, zeigt Hermidas Erfolgssaison 2004.
In das neue Team konnte sich Hermidas schnell integrieren, was wohl viel mit seiner lockeren und angenehmen Art zu tun hat. Die Teamgefährten brachten ihm sogleich große Sympathie entgegen.

Silber bei Olympia in Athen 2004
Mit neuem Team und neuer Motivation am Start, holte sich Hermida 2004 erneut den Europameistertitel und im UCI Ranking kam er auf Platz fünf. Die größte Herausforderung stellten jedoch wahrlich die olympischen Spiele in Athen dar, von denen José Antonio unbedingt mit einer Medaille heimkehren wollte.
Am Ende hielt das Cross Country Rennen genau das, was es im Vorfeld versprach: Es war spannend und umkämpft wie erwartet. Während sich der spätere Goldmedaillengewinner Julien Absalon nach zwei Dritteln der Renndistanz absetzen konnte, lieferten sich José Antonio und der Holländer Bart Brentjens ein Duell bis hin zum Ende. "El Fenomeno", wie Hermida in solchen Situation gerne betitelt wird, kam schlussendlich als zweiter durchs Ziel und hatte eine Minute Vorsprung auf seinen Konkurennten. Überglücklich feierte der Katalane seine Silbermedaille in ganz eigener Manier: Er riss seine Hände wie Pistolen in die Luft und "feuerte" wie ein Cowboy ab - eine Geste, die er im Falle eines Triumphes seinem Freund Juan Antonio Flecha während den Olympischen Spielen 2000 in Sydney versprochen hatte.

Pläne für 2005
Auch in der kommenden Saison wird Hermidas weiterhin dem Merida-Multivan-Team vertrauen, da es ihm 2004 stets zur Seite stand und Hermidas die große Professionalität und die gute Atmosphäre im Team schätzt.
Zur Zeit befindet sich der "katalanische Cowboy" in der Vorbereitung zur Saison 2005. Nach seiner Trainingspause, in der er seine Zeit viel mit Laufen und Schwimmen verbrachte, will er wieder voll angreifen. Sein großes Ziel sind die Weltmeisterschaften 2005 in Livigno, bei denen er sich für sein durch die Sperre erlittenes Unrecht 2004 revanchieren will.

Steckbrief:

Geburtsdatum: 24.08.1978
Größe: 172 cm
Gewicht: 63 kg
Hobbys: BMX, Telemark, Skilanglauf, zuhause bleiben,
das Leben genießen

Erfolge 2004:
2. Platz OLYMPIC GAMES CROSS COUNTRY
Sieger Continental Championships
Sieger National Championships
3. Platz UCI World Cup
3. Platz UCI World Cup
3. Platz UCI World Cup
6. Platz UCI World Cup

Erfolge 2003:
7. Platz UCI World Cup
13. Platz UCI World Championships
2. Platz UCI World Cup
4. Platz UCI World Cup
5. Platz UCI World Cup
9. Platz UCI World Cup

Erfolge 2002:
11. Platz World Championships
Sieger Continental Championships
Sieger National Championships
8. Platz Tissot/UCI Mountain Bike World Cup
4. Platz Tissot/UCI Mountain Bike World Cup

Erfolge 2001:
10. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS VAIL
3. Platz MONT SAINTE ANNE WORLD CUP XC DH DL
2. Platz EUROPEAN CHAMPIONSHIPS CROSS COUNTRY
7. Platz KAPRUN WORLD CUP DOWNHILL/DUAL
4. Platz DURANGO WORL CUP
8. Platz Grouse Mountain World Cup
3. Platz HOUFFALIZE WORLD CUP CROSS COUNTRY
6. Platz SARENTINO WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger NAPA VALLEY WORLD CUP CROSS COUNTRY

Erfolge 2000:
4. Platz OLYMPIC GAMES CROSS COUNTRY
8. Platz LAUSANNE WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger EUROPEAN CHAMPIONSHIPS CROSS COUNTRY
Sieger WORLD CHAMPIONSHIPS SIERRA NEVADA
15. Platz SARENTINO WORLD CUP CROSS COUNTRY
12. Platz ST WENDEL WORLD CUP CROSS COUNTRY
3. Platz HOUFFALIZE WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger OPEN DE ESPANA #3
11. Platz NAPA VALLEY WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger RAGUSA CUP INTERNATIONAL XC

Erfolge 1999:
8. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS ARE
7. Platz HOUFFALIZE WORLD CUP CROSS COUNTRY
9. Platz CANMORE WORLD CUP CROSS COUNTRY
12. Platz BIG BEAR WORLD CUP DH & XC
15. Platz SYDNEY WORLD CUP CROSS COUNTRY
7. Platz NAPA VALLEY WORLD CUP CROSS COUNTRY
Sieger OPEN DE ESPANA #1

Erfolge 1998:
14. Platz ST WENDEL WORLD CUP CROSS COUNTRY
16. Platz SILVES WORLD CUP CROSS COUNTRY

Erfolge 1997:
7. Platz WORLD CHAMPIONSHIPS CHATEAU-D´OEX
14. Platz MONT SAINTE ANNE WORLD CUP XC DH DL
Sieger COPA CATALANA XC #4


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