
K. Platt, W. Simmons, C. Bresser

Matt Hill + Brett Wolfe

Sandro Späth, Thomas Zahnd

Anna Enocsson und Esther Süss

Anna Enocsson

Anna und Jög Scheiderbauer
Tag der Sprintentscheidungen
bike2b-Redaktion am 22.07.2005 - 16:43 Uhr
Eine Flußüberquerung ohne Brücke und Trails durch Reviere, die Bikern bislang verschlossen waren, charakterisierten die Streckenführung der heutigen
Etappe von Alleghe nach Belluno.
Zielsprint auf dem Domplatz
Zu einer denkbar knappen Entscheidung in der Masters-Kategorie kam es auf der heutigen siebten Etappe vom malerischen Alleghe in das am südlichen Rand der Alpen gelegene Belluno. Nach 71 Kilometern kam es bei strahlendem Sonnenschein zum Zielsprint auf dem Domplatz, den "Team adidas-Scott" mit Hans Grasegger und Walter Platzgummer nach 3:25:19 Stunden für sich entscheiden konnten. Nur eine Sekunde nach ihnen rollten Vorjahresgesamtsieger Werner Wagner mit seinem diesjährigen Partner Heinz Zörweg (Team Cube) ins Finish. Die "Veteranen" taktierten über 40 Kilometer hinweg und ließen sich dabei nie aus den Augen. Der Abstand zwischen ihnen betrug nie mehr als zwei Minuten. Am letzten Anstieg vor den Agordina Trails starteten die Tagessieger ihre letzte Attacke. Die Lücke konnte jedoch von den Verfolgern auf der folgenden Abfahrt wieder geschlossen werden und die Entscheidung wurde auf die Zielgerade vertagt. Den verbliebenen Podestplatz sicherte sich "Team Generali KTM". "Ich hoffe, dass es auf der morgigen Schlußetappe etwas ruhiger zugeht", wünschte sich der gezeichnete Siegfried Hochenwarter im Ziel.
Nichts Neues im Süden
Kaum Neues bei den Damen. Die Überflieger Esther Süss und Anna Enocsson vom "Ghost Int. Racing Team" hatten auch auf der vorletzten Etappe die besten Beine. Mit der Zeit von 3:53:35 Stunden erreichten sie das Etappenziel als Sieger. Auch Regina Marunde und Katrin Schwing (Team ergon Trek/TrengaDe) kommen zum Ende der Rundfahrt immer besser in Form. Die Vorjahressieger der Frauen kamen heute nach 3:57:47 Stunden ins Ziel und verteidigten damit ihre Podiums-Platzierung im Gesamtklassement. Dort liegen sie am vorletzten Tag mit 5:12 Minuten vor ihren Konkurrentinnen Fedyna/Kobin vom "Team adidas".
Bestes Tagesergebnis für "Team TrengaDe"
Jörg Scheiderbauer und seine Frau Anna (Team Ghost Int. Racing) machten den Sack vor der morgigen Etappe endgültig zu. Mit 3:38:48 Stunden kamen sie als erstes Mixed-Team im Ziel an und bauten den Vorsprung auf die diesjährigen Dauerrivalen Sydor/Hestler (Team Rocky Mountain) auf über 45 Minuten aus. "Es war heute noch einmal eine sehr harte Etappe. Die Anstiege waren steil, es gab kaum Erholungspassagen und einige kurze Tragepassagen auf einer technisch anspruchsvollen Strecke. Ich musste Anna heute stark motivieren", kommentierte Scheiderbauer das heutige Profil. Platz drei ging an Timo Wölk und Caroline Rahner vom deutschen "Team TrengaDe", die mit 12:42 Minuten
Rückstand auf die Sieger finishten und damit ihr bestes Ergebnis beim diesjährigen Alpencross erzielten.
Abwechselung tut gut
Eine kleine Überraschung gab es heute bei den Männern. Die sympathischen Schweizer Thomas Zahnd und Sandro Spaeth (Team Stöckli-Papival) übersprinteten das Team aus Costa Rica und kamen nach 3:17:52 Stunden zu ihrem ersten Tagessieg. Die Leaderjerseyträger Carsten Bresser und Karl Platt kamen einen Wimpenschlag später auf Platz drei ins Ziel.
Verdiente Ehre für Brett Wolfe
Zu einer besonderen Geste des Veranstalters kam es am Vortag bei der allabendlichen Pasta Party. Brett Wolfe, der mehrfache kanadische Teilnehmer des nordamerikanischen Pendants "Transrockies", der bei einem Unfall ein Bein verlor, wurde für seine Leistung auf der Bühne geehrt. Dabei erhielt er ein lebenslanges Startrecht beim Etappenklassiker "adidas BIKE Transalp Challenge". Der "Mythos Transalp Challenge" produziert seine Helden selbst.
Morgen geht es an die Adriaküste
Auf der morgigen Schlußetappe erreicht die "adidas BIKE Transalp Challenge" erstmalig in seiner achtjährigen Geschichte die italienische Adriaküste. Zuvor müssen die Fahrer mit dem Pian delle Femene den letzten Pass des diesjährigen Alpencross-Rennens erklimmen. Sofern das Wetter mitspielt, erwartet sie von dort aus ein fabelhafter Ausblick auf die norditalienische Poebene. Danach folgt der Schlussspurt über die letzten 70 Kilometer ins Ziel nach Jesolo.
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