
Karl Platt

Karl Platt

Karl Platt & Carsten Bresser

Carsten Bresser
Interview mit Karl Platt
bike2b-Redaktion am 21.07.2005 - 14:19 Uhr
bike2b: Karl, ihr habt heute als Zweite das Rennen beendet mit relativ viel Abstand zu den Costa Ricanern. Woran lag es?
Karl Platt Wir wollten heute eigentlich kontrolliert fahren, da es gestern und vorgestern sehr hart war. Wir haben die engen Konkurrenten beobachtet und die Jungs aus Costa Rica haben ständig attackiert. Wir haben sie dann fahren lassen und dann nicht richtig aufgepasst. In unserer Gruppe wollte keiner das Tempo machen, so dass der Rückstand immer größer wurde. Wir mussten dann wieder anziehen und zum Schluss haben sie uns nichts mehr abgenommen, das hat dann schon gepasst.
bike2b: Die Etappe sah auf dem Papier relativ leicht aus. Wie hast Du das empfunden?
Karl Platt Die Etappe war mit 100 Kilometern wieder sehr lang und wir mussten auch wieder ordentlich Höhenmeter bewältigen. Gerade am letzten Anstieg war es nochmal richtig hart. An sich ist jede Etappe schwer, wobei es heute schon ein wenig leichter war. Im Endeffekt machen die Fahrer das Rennen hart.
bike2b: Du giltst ja als Etappenfahrer. Wie empfindest Du die Transalp dieses Jahr?
Karl Platt Sie ist wie jedes Jahr super schwer. Nach den ersten Tagen konnten wir kaum einen Vorsprung rausfahren, was belegt, dass die Fahrer das Rennen richtig schwer machen. Zum Schluss zeigt sich, wer gut trainiert hat und es sind jetzt noch drei Etappen - mal schaun.
bike2b: Wie sieht es bei Deinem Teampartner aus, nachdem er bei der dritten Etappe gestürzt war. Hat der Sturz Konsequenzen nach sich gezogen?
Karl Platt Der Sturz hat sich nicht negativ ausgewirkt. Carsten ist nach wie vor fit. Dazu ist er noch einer der Stärksten am Berg. Es passt alles hervorragend und wir harmonieren prächtig. Er ist einfach ein alter Fuchs und hat bewiesen, dass er es kann.
bike2b: Transalp ist ja ein Teamrennen. Wie wichtig ist es, dass es harmonisch abläuft?
Karl Platt Meiner Meinung nach das Wichtigste überhaupt. Man muss seinen Partner kennen und verstehen. Es darf absolut kein Konkurrenzgedanke aufkommen, auch wenn der Eine mal stärker ist als der Andere. Du musst dich in ihn hineinversetzen können. Wenn er einen schlechten Tag hat nicht dein Tempo fahren, sondern ihn vorne fahren lassen, damit er das Tempo bestimmen kann. Auch bei Pannen muss man harmonieren, um keine unnötige Zeit zu verlieren.
bike2b: Vielen Dank und kommt gut über die nächste Etappe.
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