Specials Eventspecials 2005 EM Cross Country Berichte

Lado Fumic

Julien Absalon

Jean Cristoph Peraud

Gunn-Rita Dahle

Maja Wloszczowska

Sabine Spitz

Ernüchternde Ergebnisse in Kluisbergen

bike2b-Redaktion am 31.07.2005 - 20:04 Uhr

Lado Fumic war als Siebter bester Deutscher bei der MTB-EM in Kluisbergen. Der Kirchheimer kam nach 47,2 Kilometern mit 2.15 Minuten Rückstand auf den neuen Europameister Jean-Christophe Peraud (FRA) ins Ziel. Zweiter wurde der französische Olympiasieger Julien Absalon mit 30 Sekunden Rückstand, Dritter der Italiener Marco Bui mit 46 Sekunden Differenz. Lado und seiner Bruder Manuel Fumic spielten drei von sieben Runden eine aktive Rolle in einer achtköpfigen Verfolgergruppe. Manuel Fumic versuchte für seinen Bruder Tempo zu machen, weil Peraud und der Schwede Frederik Kessiakoff bereits in der ersten Runde einen Vorsprung heraus gefahren hatten, büßte auf den letzten beiden Runden ein und fiel auf Rang 18 zurück. Lado Fumic war nicht in der Lage zu folgen, als Julien Absalon attackierte. Nur Bui konnte folgen.

Lado Fumic: eigenes Medaillenziel verfehlt
"Natürlich wollte ich versuchen eine Medaille zu gewinnen, aber heute waren die anderen ein Quäntchen besser. Aber die Abstände waren nicht groß. Ich hatte Probleme am Start und musste zusätzlich Energie aufwenden, um nach vorne zu kommen", erklärte Fumic, der viermal in Folge auf dem EM-Podium gestanden hatte. Für Jean-Christophe Peraud war der EM-Titel der erste große Sieg. "Ich war am Anfang vorne und musste einfach weiter fahren. Natürlich war es ein großes Risiko, aber ich hatte gute Beine. Ich bin glücklich über den Sieg". Peraud hatte sich schon vor acht Wochen den Kurs angeschaut und sein Bike auf den schnellen Kurs zugeschnitten. Der belgische Radcross-Weltmeister Sven Nijs konnte in den Kampf um die Medaillen nicht eingreifen. Er wurde Zwölfter. Drittbester Deutscher war Stefan Sahm als 22., Moritz Milatz kam auf Rang 25.

Sabine Spitz "nur" Zwölfte
Nina Göhl wurde als Vierte überraschend beste deutsche Fahrerin. Sie kam nach 35,6 Kilometern mit 4.15 Minuten Differenz auf Gunn-Rita Dahle (NOR) ins Ziel. Dahle holte sich ihren vierten EM-Titel in Folge mit 1.52 Minuten Vorsprung auf Maja Wloszczowska aus Polen und 2.39 Minuten vor Marga Fullana (ESP). Während die größte deutsche Medaillenhoffnung, Sabine Spitz, von Beginn an nie in den vorderen Positionen zu sehen war, konnte Nina Göhl das Tempo an der Spitze zuerst mitgehen. Als Dahle mit Wloszczowska gemeinsam weg zog, blieben Fullana und die Slowenin Blaza Klemencic auf Rang drei und vier. Dahinter fand Göhl ihre Position. Während Klemencic zurückfiel, konnte die Allgäuerin gemeinsam mit der Schweizerin Petra Henzi und Irina Kalentieva (RUS) in Schlagdistanz zu Platz drei bleiben. Anfangs der fünften Runde hatte Kalentieva einen Kettenriss und Henzi verzeichnete einen Sturz. So war Göhl alleine auf Rang vier, Fullana blieb aber ungefährdet.

Göhl mit Platz vier zufrieden
"Ich bin nicht traurig neben dem Podium gelandet zu sein. Top-Ten war das Ziel, jetzt ist es Platz vier, das hätte ich nicht gedacht. Die Runde war konditionell sehr anspruchsvoll. Ich bin froh, dass ich das durchstehen konnte", erklärte Göhl mit einem Strahlen im Dreck verschmierten Gesicht. Für Bundestrainer Frank Brückner war Nina Göhls Vorstellung "ein Lichtblick" in den sehr ernüchternden Ergebnissen. Auch sein Ass hatte nicht gestochen. Sabine Spitz beendete die EM als Zwölfte, Adelheid Morath kam trotz zweier Kettenklemmer noch auf einen guten 15. Platz.


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