Specials Eventspecials 2005 WM Livigno Berichte

Manuel Fumic

Julien Absalon

Christoph Sauser

G.-R. Dahle, J. A. Hermida

Manuel Fumic bester Deutscher

BDR/bike2b-Redaktion am 05.09.2005 - 10:04 Uhr

Julien Absalon aus Frankreich wiederholte in Livigno seinen Triumph von 2004 und wurde zum zweiten Mal Cross-Country-Weltmeister. Der Olympiasieger gewann in einer Zeit von 2.07.34 Stunden vor Christoph Sauser (Schweiz), der mit einem Rückstand von 18 Sekunden auf den zweiten Rang fuhr. Auf Rang drei platzierte sich Jose Hermida, der knapp eine Minute Rückstand aufzuweisen hatte. Manuel Fumic kam überraschend auf Platz sechs. Sein Bruder Lado wurde Zwölfter.

Manuel Fumic mit einem starken Rennen
Eine Zeit lang hatte es nach einem kleinen Desaster für die deutschen Cross-Country-Piloten ausgesehen. Im ersten Viertel des Rennens vertrat nur Karl Platt die deutschen Farben, er lag unter den Top-20. Lado Fumic erwischte einen schlechten Start und fuhr mit seinem Bruder Manuel um Platz 30. Während Platt seinem Anfangstempo Tribut zollen musste, begann das Rennen für Manuel Fumic erst in der zweiten Hälfte der 43 Kilometer. Der 23-jährige drehte auf und machte einen Platz nach dem anderen gut. Drei Kilometer vor dem Ziel hatte er zu Thomas Frischknecht (Schweiz) aufgeschlossen, der auf Rang fünf platziert lag. Die lebende Bike-Legende gewann mit seiner Routine aber den Sprint gegen Fumic. "Die Taktik ist voll aufgegangen. Ich bin ruhig geblieben und habe abgewartet. Frischi, der alte Fuchs, hat mich abgezockt. Aber ich bin zufrieden. Platz sechs, das ist das Ergebnis, auf das ich die ganze Saison gewartet habe", erklärte Manuel Fumic.

Lado Fumic war gefrustet
Lado Fumic fuhr ein nahezu identisches Rennen, aber mit einer etwas schlechteren Ausgangsposition. "Ich bin schlecht weg gekommen, und als ich nach fünf Kilometern schon eine Minute zurück lag, war ich gefrustet", bekannte der Kirchhheimer. So reichte es bei seiner Aufholjagd nur noch zu Rang zwölf, mit 6:19 Minuten Differenz zu Absalon.

Sauser im Pech
Pech hatte Christoph Sauser bei seinem Versuch, Absalon noch zu stellen. Ein Reifendefekt bescherte dem späteren Weltmeister einen komfortabelen Vorsprung, den Sauser nach dem Radwechsel nicht mehr aufholen konnte. Aus einer dreiköpfigen Verfolgergruppe stellte sich Hermida als der Stärkste heraus. Der Silbermedaillengewinner von Athen gewann seine erste Einzelmedaille im Elite-Bereich.


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