
Aaron Chase

Thomas Vanderham

Zuschauer im Gap District

Red Bull
Aaron Chase erobert Nürnberg im Flug
bike2b-Redaktion am 26.09.2005 - 10:11 Uhr
27 der weltbesten Mountainbike Freerider aus zehn Nationen versammelten sich am 23. und 24. September zum ultimativen Red Bull District Ride in Nürnberg. Mit atemberaubenden Tricks und spektakulären Sprüngen quer durch die Altstadt lieferten die Athleten den 40.000 Zuschauern eine Mountainbike-Show der Superlative.
Chase gewann die 'Jagd' auf den ersten Platz
Der glorreiche Sieger des Red Bull District Ride heißt Aaron Chase (USA). Paul Basagoitia (USA) landete auf dem zweiten und Kyle Strait (USA) auf dem dritten Platz. Mountainbike Freeride – ein Sport, ein Lebensgefühl! Mountainbike Freeride hat seinen Ursprung im unwegsamen Gelände entlang der Nordküste von Vancouver, Kanada. Im kreativen Spiel mit dem Bike und dem Gelände wird jeder Felsen, jedes Gap per Sprung und Trick überwunden. Perfekte Körperbeherrschung, Technik und Feingefühl für das Sportgerät sind dabei ebenso wichtig wie Kreativität und Style. Spektakuläre, innovative Events wie der Red Bull District Ride in Nürnberg bringen Mountainbike Freeride in die Stadt.
Eine Show, die sich sehen lassen konnte
Schon während der Qualifikation am Freitag zeigten die 27 Top-Rider - darunter „Red Bull Ride to the Lake”-Gewinner Kyle Strait (USA), Aaron Chase (USA) und Timo Pritzel (GER) - was sie auf ihren Bikes draufhaben. Weite Jumps, supertechnische Tricks und Backflips, die sich gewaschen hatten! Gleich im Anschluss fuhren die Top-Five aus der Quali im Street District um den „Sick O Award“ von Oakley. Urban Freeride-Pionier Aaron Chase (USA) überzeugte die Judges mit seinem unverkennbaren Style und riesigen Trickrepertoire und gewann! „Der Kurs ist extrem variantenreich und macht total Spaß“, so Aaron Chase, „Red Bull ist seiner Zeit mal wieder voraus.“
Das Finale war atemberaubend
Höher, weiter, stylischer - beim Finale am Samstag waren Fahrer wie Zuschauer nicht mehr zu bremsen. Bei strahlendem Sonnenschein und vor historischer Kulisse traten die zehn Finalisten an, um sich die traditionsreiche Altstadt von Nürnberg Untertan zu machen. Gleich zu Beginn des Kurses ließ der spektakuläre zehn Meter-Sprung von der Kaiserburg den Zuschauern das erste Mal den Atem stocken. Tosender Beifall für die Überflieger! Kurz darauf segelten die Rider in hohem Bogen über Holzschanzen durch die eng stehenden Häuser im „Gap ‚n’ Grind“-District, sprangen teils per Rückwärtssalto auf ein Podest, um dann mit etwa 35 Stundenkilometern auf die bis zu fünf Meter hohen und sieben Zentimeter schmalen North Shore-Brücken zuzubrettern.
Dann ging es an die Tricks
Nach dem rasanten Balanceakt auf den Holzbrücken ging es auf dem Hinterrad weiter in Richtung Street District, wo die Rider auf verschiedenen Rampen, Wallrides und Quarterpipes ihr komplettes Trickrepertoire präsentierten. Schließlich begleitete der frenetische Applaus der Zuschauer die Fahrer über die drei, vier und sieben Meter großen Dirt Jumps (Erdwälle) am Rathausplatz ins Ziel.
Der Sieger hat allen Grund zur Freude
Der, der den Kurs am souveränsten – und kreativsten - meisterte, war wieder der überragende Aaron Chase. Mit extrem anspruchsvollen, technischen Tricks und beeindruckender Stilsicherheit katapultierte sich der 26-jährige Amerikaner direkt aufs Siegertreppchen. „Das habe ich wirklich nicht erwartet“, freut sich Chase, „das ist der beste und größte Contest, den ich je gewonnen habe. Einfach Wahnsinn!“. Der erst 18-jährige Paul Basagoitia griff extra tief in die Trickkiste und landete auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz sicherte sich mit einer extrem athletischen Performance der Streestyle-Superstar Kyle Strait. Die besten deutschen Rider waren Carlo Dieckmann (Platz fünf) und Timo Pritzel (Platz sechs). Die Rider teilen sich ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro!
Rangliste:
1. Aaron Chase (USA)
2. Paul Basagoitia (USA)
3. Kyle Strait (USA)
4. Cameron McCaul (USA)
5. Carlo Dieckmann (GER)
6. Timo Pritzel (GER)
7. Thomas Vanderham (CAN)
8. Geoff Gulevich (CAN)
9. Cedric Gracia (FRA)
10. Gareth O. Dyer (CAN)
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