
Ivonne Kraft, Irina Kalentieva, Gunn Rita Dahle-Flesja

Fredrik Kessiakoff

Nina Göhl

Adelheid Morath

Moritz Milatz

Christoph Soukup

Team Alb-Gold

Rene Tann

Streckenplan
Bundesliga mit Kessiakoff und Kalentieva
bike2b-Redaktion am 29.06.2006 - 11:45 Uhr
Am Wochenende ist in St. Märgen die Mountainbike-Bundesliga zu Gast. Der vierte Lauf der diesjährigen Serie läutet die zweite Saisonhälfte ein. Noch drei Rennen stehen auf dem Programm.
Kraft im Trikot der Nationalmannschaft
Bisher liegen Irina Kalentieva und Fredrik Kessiakoff auf den Spitzenpositionen der Gesamtwertung. Beide starten am Wochenende in St. Märgen. Kalentieva liegt mit 155 Punkten vor Gunn-Rita Dahle-Flesja (140) und Ivonne Kraft (135). Dahle-Flesja steigt in St. Märgen nicht auf den Sattel. Kalentieva will aus dem Höhentrainingslager in Pontresina anreisen. "Ich will die Gesamtwertung wieder gewinnen. Deshalb werde ich nur verzichten, wenn es mir nicht gut geht", sagt die Russin. Falls sie nicht startet, könnte es einen Führungswechsel geben. Erste Anwärterin ist Ivonne Kraft, die im Trikot der Nationalmannschaft unterwegs sein wird, da sich die Dettenheimerin und Fuji-Bikes einvernehmlich voneinander getrennt haben. Nina Göhl hat im letzten Jahr das Rennen in St. Märgen gewonnen. Dieses Kunststück würde die Zweite der Deutschen Meisterschaft gerne wiederholen, ist sich aber ihrer Form nicht ganz sicher: "Ich hatte viel Stress an der Uni. Mal sehen was raus kommt." Göhl liegt in der Gesamtwertung mit nur 64 Zählern auf dem fünften Platz. Einen Rang vor ihr wird ihre WG-Kollegin Adelheid Morath (110) geführt, die Führende in der U23-Kategorie ist.
Milatz verzichtet auf Teilnahme
Bei den Herren zeichnet sich ein starkes Teilnehmerfeld und damit ein spannendes Rennen ab. Neben dem führenden Schweden Kessiakoff haben auch die beiden Fumic-Brüder gemeldet, die den Weltcup in Kanada ausließen und somit frisch in das Rennen gehen können. Nicht starten wird am Sonntag der neue Deutsche Meister. Moritz Milatz fühlt sich durch die Anstrengungen der letzten Wochen ausgebrannt: "Es tut mir unheimlich leid, dieses Rennen auszulassen, aber ich muss auf meinen Körper hören. In Mont-Sainte-Anne war ich überrascht, dass ich noch 24. geworden bin, aber die Strapazen der letzten Wochen machen sich stark bemerkbar, sodass ich eine Pause einlegen muss."
Soukup jagt Kessiakoff
Trotzdem kann sich das Feld sehen lassen. Erster Jäger auf den ersten Platz in der Gesamtwertung ist Christoph Soukup, der erst am Mittwoch bei den Österreichen Berg-Staatsmeisterschaften (Straße) hinauf auf den Gaisberg den neunten Rang belegte. Der Österreicher liegt nur 13 Zähler hinter Kessiakoff. Zu den Sieganwärtern muss aber auch Kessiakoffs Cannondale-Teamkollege Peter-Riis Andersen gezählt werden. Auch das Alb-Gold-Team ist mit einer schlagkräftigen Truppe dabei. So gehen mit Jochen Käß, Torsten Marx, Tim Böhme und Hannes Genze gleich vier Alb-Gold-Profis auf die Strecke. Käß wurde im letzten Jahr nur von Stefan Sahm und Bas Peters bezwungen. "Ich will zeigen, dass ich’s drauf habe. Die Strecke liegt mir und ich will ein Top-Ergebnis", sagt Käß selbstbewusst.
Kampf um die EM-Tickets
Vorjahressieger Stefan Sahm blickt bis jetzt auf eine unglückliche Saison zurück. Defekte und Krankheiten bremsten den Mössinger immer wieder aus. Er hat in St. Märgen seine letzte Chance doch noch für den Europameisterschaftskader nominiert zu werden. Bundestrainer Frank Brückner hat im Grunde noch zwei von sechs Tickets zu vergeben, um die sich in St. Märgen drei bis vier Fahrer streiten werden. Und dann gibt es eine weitere Personalie: Der Deutsche Ex-Meister Wolfram Kurschat feiert in St. Märgen sein Renn-Comeback. Ein Fingerbruch vor dem ersten Bundesliga-Lauf in Offenburg hat ihn bis dato außer Gefecht gesetzt. Auch der beste U23-Fahrer, Rene Tann, ist dabei und wird seine Führung unter normalen Umständen mehr als behaupten können.
Six-Pack-Race mit Dame
Zur Premiere des Six-Pack-Race am Samstag (16.15 Uhr) haben sich etliche Top-Fahrer angesagt, darunter auch Kessiakoff, Andersen und Käß. Rothaus-Cube-Biker Florian Ackermann hat sich auf das Zeitfahren über eine Runde gezielt vorbereitet. Man darf gespannt sein, wie der U23-Fahrer gegen die Topleute bestehen wird. Und dann gibt es da noch: Agnes Naumann vom Team Rothaus-Cube. Sie wagt den Vergleich mit den Männern. Ein direktes Duell zwischen Damen und Herren gibt es sonst nirgendwo. Auch wenn die 19-Jährige kaum eine Chance besitzt gegen die männlichen Kollegen, ein Schmankerl ist diese Mixed-Version dennoch.
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