
Rene Tann

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Rene Tann
René Tann mit bestem Bundesliga-Ergebnis seiner Karriere
bike2b-Redaktion am 05.07.2006 - 13:22 Uhr
Mit dem achten Platz in St. Märgen konnte der Suhler Mountainbiker sogar seine Leistung von Münsingen im April übertreffen und seine Führung in der U23-Bundesliga weiter ausbauen.
Beeindruckendes Bild in der Startrunde
Es war ein beeindruckendes Bild, als René Tann das langgezogene Feld durch die Startrunde führte: An seinem Hinterrad der sechsfache Deutsche Meister Lado Fumic, der Bundesliga-Führende Fredrik Kessiakkoff und der Österreichische Staatsmeister Christoph Soukup. In gewohnter Manier war der 20-Jährige beim vierten Lauf zur MTB-Bundesliga im badischen St. Märgen mit einem extrem kraftvollen Antritt aus der zweiten Reihe gestartet und hatte sich nach der ersten Kurve an die Spitze gesetzt. Zwar konnte Tann, der für das niederländische Team Heijdens Ten Tusscher startet und dessen markante orange Farben damit bestens präsentierte, erwartungsgemäß diesen internationalen Spitzenfahrern, die das Rennen auch in der genannten Reihenfolge gewannen, nicht lange Paroli bieten, aber wie schon in den Rennen zuvor bewies Tann auch zwei Wochen vor der Deutschen U23-Meisterschaft, dass er der derzeit beste Nachwuchsfahrer in Deutschland ist. "Es war schon ein gutes Gefühl, die Startrunde ganz vorne zu fahren", strahlte Tann nach dem Rennen, das er diesmal vor allem taktisch angegangen war.
Aus Vergangenheit gelernt
In der Vergangenheit hatte Tann bei heißen Temperaturen immer wieder mit Konditionsproblemen zu kämpfen gehabt. Diesmal wollte er das verhindern und nahm früher als sonst das hohe Starttempo etwas zurück: "Bei dieser Hitze ist es ziemlich riskant, von Anfang Vollgas zu fahren." Nach nur zwei von sieben Runden ließ er sich absichtlich etwas zurückfallen, um sein eigenes Tempo fahren zu können. "Meine Verfolger in der Nachwuchswertung kamen dabei ein bisschen heran, aber ich wusste ja, dass ich noch Reserven habe", berichtete Tann nach dem Rennen auf der sowohl konditionell als auch technisch anspruchsvollen Strecke in St. Märgen, dem höchstgelegenen Bundesliga-Kurs in Deutschland auf fast 900 Metern über dem Meer: "Es war extrem schwer, hier einen Rhythmus zu finden." Doch mit zunehmender Renndauer kam Tann mit dem Kurs immer besser zurecht, konnte Kräfte sparen und mit konstanten Rundenzeiten überzeugen. Am Ende wurde er Achter der Elite-Klasse und konnte so seinen siebten Platz in der Gesamtwertung behaupten.
Tann sieht sich nicht als Favorit
Wichtiger aber ist zweifellos, dass er in der U23-Wertung erneut einen Sieg einfahren und seine Gesamtführung damit weiter ausbauen konnte. Dennoch will Tann von einer Favoritenrolle für die anstehende Deutsche U23-Meisterschaft in Steinbach am Wald nichts wissen. "Es gibt vier oder fünf Kandidaten, die in zwei Wochen Deutscher Meister der U23 werden können. Aber natürlich werde ich mein bestes geben", so Tann, der bislang noch keinen nationalen Meistertitel erobern konnte.
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