Specials Eventspecials 2006 Bundesliga Wetter

Fredrik Kessiakoff

Sieger Wetter 2006

Nina Göhl

Fredrik Kessiakoff

Siegerinnen Wetter 2006

Hanka Kupfernagel

Hanna Klein

Nina Göhl

Ivonne Kraft

Kessiakoff der große Gewinner von Wetter

bike2b-Redaktion am 08.08.2006 - 09:03 Uhr

Fredrik Kessiakoff ist der große Gewinner des fünften Bundesliga-Laufes 2006. Der Schwedische Meister gewann das Elite-Rennen der Herren in Wetter an der Ruhr nach 1:45:35,5 Stunden und konnte seinen Vorsprung damit weiter ausbauen. Bei den Damen setzte sich Nina Göhl durch.

Kessiakoff am Ende klar vorne
Die Veranstalter hatten in Wetter sogar Glück mit dem selbigen. Denn es gab nicht den vorhergesagten Regen, sondern blieb am Sonntag trocken. Daher war die Strecke auch gut zu befahren. Bei den Herren setzten sich von Anfang an die Favoriten an die Spitze. Lado Fumic gab das Tempo zunächst vor, Fredrik Kessiakoff, Moritz Milatz und Christoph Soukup hielten den Anschluss. Mit zunehmender Renndauer sortierte sich das Spitzenfeld immer mehr. Lado Fumic attackierte - der Bundesligaführende Kessiakoff konnte mitgehen und fand anschließend seinen eigenen Rhythmus. Damit setzte sich der Schwede nach und nach ab und konnte gegen Ende des Rennens sogar noch etwas Tempo herausnehmen, um nicht noch einen Defekt zu riskieren. Sein Vorsprung betrug ab der Mitte des Rennens schon über zwei Minuten.

Revanche für Deutsche Meisterschaft
Dahinter gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Erstplatzierten der diesjährigen Deutschen Meisterschaft. Lado Fumic und Moritz Milatz kämpften um den zweiten Platz. Dabei hatte Fumic die besseren Beine und fuhr 3:08,8 Minuten nach dem Sieger über die Ziellinie. Milatz folgte als Dritter, wollte dies aber nicht auf die Teilnahme am Short-Race am Samstag Abend schieben, bei dem er sich vor vier Alb-Gold-Fahrern durchsetzen konnte: "Lado war heute einfach der Stärkere. Meine Beine waren nicht ganz so gut." Damit glückte Lado Fumic zumindest eine kleine Revanche für den verpassten Meistertitel im Juni.

Kessiakoff profitiert von Soukups Defekt
In der Gesamtwertung scheint vor dem Finale in Bad Salzdetfurth schon eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Fredrik Kessiakoff konnte seinen Vorsprung mit nun 250 Punkten vor dem sechsten und letzten Lauf auf 48 Zähler ausbauen. Dabei profitierte der 26-Jährige auch von einem Kettenriss bei Christoph Soukup. Der Fuji-Fahrer war vor Wetter noch der erste Verfolger, kam aufgrund seines Defektes aber nur auf den zehnten Platz und hat nun 172 Punkte auf seinem Konto. Neuer Zweiter ist daher Lado Fumic (202).

Kupfernagel im Pech
Der große Pechvogel des Damenrennens war Hanka Kupfernagel. Die dreifache Cross-Weltmeisterin konnte sich schnell mit Nina Göhl vom Rest des Feldes absetzen. In der zweiten Runde attackierte Kupfernagel in einem Anstieg, dabei riss ihr die Kette: "Ich hab es nicht glauben wollen, als mir die Kette riss! Schon wieder Pech! Und noch weniger hatte ich geglaubt, dass ich nach dieser Laufeinlage das Rennen überhaupt beenden würde. Aber die Strecke machte Spaß und die Motivation durch meine Betreuer und das Publikum war enorm." Zu Fuß musste sie bis zur technischen Zone laufen, um ihr Bike wieder auf Vordermann zu bringen. Ein weiter Weg, der sie bis auf Platz 15 zurückfallen ließ. Dank einer sehr starken Leistung fuhr die 32-Jährige noch auf den sechsten Rang. Nutznießerin war Nina Göhl, die nach 1:35:16,1 Stunden einen sicheren Sieg einfuhr: "Den Sieg hätte heute Hanka verdient gehabt. Gegen sie hätte ich keine Chance gehabt, Platz zwei wäre realistisch gewesen."

Heißer Kampf um die Plätze
Hinter Nina Göhl gab es ein spannendes Rennen. Zunächst hielt sich überraschend Tanja Ruppert vom womenscareer-Team auf dem zweiten Platz. Auch Hanna Klein fuhr ein ausgesprochen couragiertes Rennen. Bis in die letzte Runde sah es so aus, als ob Klein sogar auf das Podest fahren könnte. In der letzten Runde wurden die Plätze aber noch einmal stark durcheinander gewirbelt. So fuhr Ivonne Kraft vom MBC Bochum bei ihrem "Heimrennen" noch vom fünften auf den zweiten Platz. Adelheid Morath, die keinen guten Start hatte, schaffte als Dritte erneut den Sprung auf das Bundesliga-Treppchen. Diesen verpasste Hanna Klein als Vierte dann doch noch. Ruppert wurde im Endklassement gute Fünfte.

Kraft übernimmt Gesamtführung
Durch ihr starkes Finish und Platz zwei konnte sich Ivonne Kraft auf den ersten Platz in der Gesamtwertung schieben. Die 36-Jährige übernahm 220 Punkten die Führung von Irina Kalentieva (210), die aufgrund einer Armverletzung nicht starten konnte. Dritte ist nun Nina Göhl mit 204 Zählern, die auch das vierte Rennen in St. Märgen gewonnen hatte und nun noch eine Chance auf den Gesamtsieg hat.


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeigen
Google Anzeigen