
Hanna Klein, Bianca Knöpfle, Adelheid Morath

Adelheid Morath

Aufholjagd

Rudigerb beim Uphill

Adelheid Morath und Sandra Weber vorm Start

Siegerehrung U23 Herren
Morath schafft es aufs Podium, Rudiger belegt Platz neun
Team Rothaus-Cube am 07.08.2006 - 11:04 Uhr
Adelheid Morath fuhr mit einem fulminanten Finale auf Rang drei und Benjamin Rudiger holte als Neunter seine erste Top-Ten-Platzierung in dieser Bundesliga-Saison.
Starke Aufholjagd bei Morath
Zwei von sechs Runden lang sah es so aus, als würde Adelheid Morath eine erneute Enttäuschung erleben. Sie fuhr an achter Position in die dritte Runde und die Beobachter fragten sich, ob sie vielleicht von der Transalp-Challenge immer noch nicht erholt war. Doch nach der dritten Runde verkündete der Streckensprecher die zweitbeste Rundenzeit und man konnte über Adelheid Moraths starke Aufholjagd staunen. Das Rätsel der ersten beiden Runden waren Anlaufschwierigkeiten aber vor allem ein Kettenklemmer, für den sie enorm viel Zeit benötigte.
Wieder Zuversicht für WM
"Ich weiß nicht, vielleicht habe ich zwei Minuten gebraucht. Aber dann lief es super. Die Beine gingen richtig auf, das war super gut", freute sich Morath im Ziel. Auf der letzten Runde überholte sie auch noch die stark fahrende Hanna Klein (Freiburg) und schob sich 14 Sekunden hinter Ivonne Kraft (Dettenheim) auf Rang drei. "Jetzt weiß ich, dass die Form stimmt", konnte Morath nach der EM-Enttäuschung wieder optimistisch in Richtung Weltmeisterschaft schauen. Sie hatte 3:28 Minuten Rückstand auf Nina Göhl(Freiburg), die über die 29,9 Kilometer indes einen ungefährdeten Sieg einfuhr. Vor allem deshalb, weil Hanka Kupfernagel (Denzlingen) in der dritten Runde die Kette riss, just in dem Moment als Göhl attackiert hatte. "Hanka hätte sicher gewonnen, wenn ihr die Kette nicht gerissen wäre. Aber ich bin überrascht wie es bei mir gelaufen ist", freut sich Nina Göhl über den dritten Bundesliga-Sieg ihrer Karriere. Kupfernagel hätte auf dem Kurs in Wetter prima Chancen gehabt. "Die ersten beiden Runden waren ganz gut, ja", bestätigte sie. Immerhin war sie nach einer langen Laufeinheit zum Materialdepot noch auf Rang sechs gefahren.
Übrige Platzierungen Damen
Bianca Knöpfle (Freiburg) belegte Rang acht (6:40 zurück) und war damit ganz zufrieden. "Ich mach’ das ja nur zum Spaß und das hat es gemacht", sagte Knöpfle. Agnes Naumann (Freiburg, 1 Runde zurück) hatte "leere Beine", fuhr das Rennen aber dennoch durch und wurde 14. Sandra Weber (St. Märgen) stieg nach zwei Runden aus.
Kleiner Einbruch bei Rudiger
Benjamin Rudiger war mit seinem Rennen nicht ohne Einschränkung zufrieden. "Bis zur vierten Runde ging es gut, dann habe ich einen kleinen Einbruch gehabt", schilderte er den fünften von sechs Bundesliga-Läufen aus seiner Sicht. Weil direkte Konkurrenten auch ausfielen, konnte sich der Freiburger unter den besten Zehn halten. "Das ist nicht das Optimum aber ich bin zufrieden, dass es wenigstens der erste Top-Ten-Platz in diesem Jahr ist". Rudiger hatte 6:12 Minuten Rückstand auf Tagessieger Fredrik Kessiakoff (Schweden, 1:45:35 Stunden).
Übrige Rothaus-Cube Herren
Zweitbester Rothaus-Cube-Biker war Simon Scherzinger (Simonswald), der auf Rang 24 (14:26 zurück) ins Ziel kam. "Ich kam mit der Strecke überhaupt nicht zurecht. Ich konnte nirgends angreifen", sagte Scherzinger, der mit seinem Resultat nicht zufrieden sein wollte. Trotzdem war er fünftbester U23-Fahrer. Zwei Plätze hinter ihm kam Heiko Gutmann (Münstertal, 15:18) in die Wertung. "Ich bin zufrieden, auch wenn ich zum Schluss wieder Krämpfe bekam. Insgesamt lief es ganz gut", meinte Gutmann. Auch Florian Ackermann konnte mit Platz 28 (16:42) gut leben. "Es ging zwar nicht so gut wie zuletzt beim Tälercup aber hinten raus bin ich immer stärker geworden", meinte Ackermann. Die Transalp und der Trans-Schwarzwald haben den Effekt, dass Ackermann jetzt nicht mehr so schnell starten kann, dafür aber im Rennverlauf immer stärker wird.
Ketterer mit guter zweiter Hälfte
Pascal Ketterer (Titisee-Neustadt) hatte im Juniorenrennen zu Beginn Probleme. Eine abklingende Erkältung machte dem Deutschen Vizemeister zu schaffen. Doch in der zweiten Rennhälfte drehte er auf und fuhr von Rang zehn noch auf Platz sieben. 2:24 Minuten Rückstand auf Sieger Yannick Tiedt (Berlin, 1:11:26 Stunden) stand zu Buche. "Auf einmal ging es wie bei der DM", sagte Ketterer.
Rang drei für Schwendemann
Hinter Andy Eyring (Münnerstadt) wurde Julian Schwendemann aus Steinach im Kinzigtal überraschend Dritter und verbuchte sein bisher bestes Bundesliga-Ergebnis. Er hatte sich Runde um Runde nach vorne gefahren. In der vierten von fünf Runden attackierte er aus einer fünfköpfigen Verfolgergruppe. Nur Eyring konnte mitgehen. "Am Start habe ich immer Probleme. Aber dann ging es gut", sagte Schwendemann. Sascha Knöpfle wurde Elfter (3:31 zurück). "Langsam kommt die Form wieder, ich bin eigentlich ganz zufrieden", sagte der Freiburger.
Stiebjahn überzeugt bei Jugendrennen
Im, nicht zur Bundesliga-Wertung zählenden, Jugendrennen wurde Rothaus-Cube-Biker Simon Stiebjahn Dritter. Der 16-Jährige aus Titisee-Neustadt hielt lange Zeit mit Markus Schulte-Lünzum und Martin Gluth mit. "Als in der letzten Runde die Attacke ging, war es aus. Aber ich bin zufrieden", sagte Stiebjahn über sein Rennen. Mit Gluth fuhr er einen Sprint um Platz zwei, den er um eine Zehntelsekunde verlor. Auf Sieger Schulte-Lünzum hatte er 17 Sekunden Rückstand. Christian Mai (Hausach) wurde mit 2:43 Minuten Rückstand Sechster.
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