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Nina Göhl

Julien Absalon

Marie-Helene Premont

Irina Kalentieva

Nina Göhl

Jose Hermida

Florian Vogel

Moritz Milatz

Sabine Spitz

Göhl gewinnt sensationell in Schottland

bike2b-Redaktion am 29.05.2006 - 10:15 Uhr

Die deutsche Mountainbikerin Nina Göhl (Multivan-Merida) hat sensationell den vierten Lauf des diesjährigen Weltcups gewonnen. Die Freiburgerin verwies im schottischen Fort William Marie-Helene Premont (Rocky Mountain) und Irina Kalentieva (Topeak-Ergon) auf die Plätze. Bei den Herren sicherte sich erneut der Franzose Julien Absalon (Bianchi-Agos) den ersten Rang.

Zunächst alles wie gewohnt
Das Damenrennen fing am Samstag (27. Mai) an wie gewohnt. Nach dem Start führte Dauergewinnerin Gunn-Rita Dahle-Flesja (Multivan-Merida) das Feld an. Die Norwegerin erarbeitete sich schnell einen Vorsprung vor Marie-Helene Premont und Nina Göhl, die circa eine halbe Minute hinter der Kanadierin auf Rang drei lag. Durch eine Reifenpanne verlor die Weltcup-Führende aber eine Menge Zeit und fiel bis auf Platz 40 zurück. Damit fand sich nach der ersten Runde Premont an der Spitze wieder.

Erster deutscher Sieg seit 2002
In der letzten der vier Runden gab Nina Göhl noch einmal richtig Gas. Die 22-Jährige verkürzte den Rückstand auf Premont immer weiter. Am Berg ging sie vorbei und distanzierte die Silbermedaillen-Gewinnerin von Athen noch. Nach 37,3 Kilometern und 2:04,18 Stunden erreichte Göhl das Ziel und strahlte über das ganze dreckverschmierte Gesicht: "Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich habe mich super gefühlt und gesehen, dass ich am Berg stärker war als Premont." Erst 1:11 Minuten danach kam Premont an. Damit schaffte Göhl den ersten deutschen Weltcup-Sieg seit Sabine Spitz' Erfolg 2002 in Vancouver (CAN). Für Irina Kalentieva bedeutete der dritte Platz von Fort William den dritten Podestrang in Folge. Gunn-Rita Dahle-Flesja zeigte eine wahnsinnige Aufholjagd, konnte in den Kampf um den Sieg aber nicht mehr eingreifen. Die 32-Jährige wurde am Ende sogar noch Vierte mit nur 3:43 Minuten Rückstand.

Absalon gewinnt auch in den Highlands
Bei den Herren zeigt sich weiterhin Julien Absalon in bestechender Form. Der amtierende Weltmeister holte sich nach seinen Erfolgen von Madrid und Spa-Francorchamps zum Abschluss des Weltcup-Blocks den dritten Sieg in Folge. In der zweiten Runde des Rennens hatte sich eine größere Spitzengruppe gebildet. Neben Julien Absalon waren auch Christoph Sauser (Specialized), Jose Antonio Hermida, Moritz Milatz, Ralph Näf (alle Multivan-Merida), Jeremy Horgan-Kobelski (Subaru-Gary-Fisher), Florian Vogel, Nino Schurter (beide Swisspower), Michi Weiss (SRM-Simplon) und Bart Brentjens (Giant) vertreten. Absalon, Hermida und der überraschend starke Amerikaner Horgan-Kobelski konnten sich leicht absetzen. Allerdings verlor auch Horgan-Kobelski gegen Ende des Rennens den Kontakt zu den beiden Olympiamedaillengewinnern. Auf den letzten Metern im strömenden Regen hatte dann Absalon den größeren Punch. Der Olympiasieger von Athen brauchte noch sieben Sekunden zwischen sich und Hermida und fuhr nach 2:16,33 Stunden über die Ziellinie. Ralph Näf musste das Rennen genauso aufgeben wie Roel Paulissen (Giant).

Milatz bester Deutscher
Moritz Milatz blieb dieses Mal von Defekten verschont und wurde mit Platz sechs endlich für seine gute Leistung belohnt. "Ich hatte super Beine. Platz Sechs ist echt geil", jubelte Milatz. Damit war der 23-Jährige mit Abstand bester Deutscher. Zweitbester Deutscher war sein WG-Genosse Tim Böhme als 36. Lado Fumic (Fumic.Brothers.International) nahm nicht am Rennen teil. Der Deutsche Meister wollte erst kurzfristig nach Schottland reisen und entschied sich dann aber dazu, aufgrund des schlechten Wetters und einer gefühlten Formschwäche, daheim zu bleiben und sich für die Deutsche Meisterschaft zu schonen.

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Spitz auf Rang sechs
Die Deutsche Meisterin Sabine Spitz kam nicht nur mit den kühlen Temperaturen nicht so gut zurecht. Außerdem hatte sie Pech, weil sie zweimal keine Verpflegung bekommen hatte. Auch die Anstrengung der vielen Laufpassagen in Spa machten sich bei ihr in den Tagen vor Fort William immer noch bemerkbar. Trotzdem verteidigte sie mit Platz sechs ihren zweiten Rang im Weltcup (620 Punkte). Dort führt nach wie vor Dahle-Flesja mit 900 Zählern, Dritte ist Premont (605). Nina Göhl verbesserte sich durch ihren Sieg auf den sechsten Gesamtrang (522). Bei den Herren konnte Julien Absalon seinen Vorsprung weiter ausbauen (950). Zweiter ist nun Jose Antonio Hermida (660), der Bart Brentjens (625) auf den dritten Rang verwies.


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