
Beat Wabel

Impressionen

Roel Paulissen
Streckeninspektion in Südtirol erfolgreich
bike2b-Redaktion am 09.06.2006 - 08:37 Uhr
Das Südtiroler Hochpustertal richtet am 8. und 9.Juli 2006 einen UCI-Marathon-Weltcup aus. Niederdorf veranstaltet das dritte von vier weltweit geplanten Marathonrennen. Die Organisatoren erwarten 3.000 Teilnehmer aus 21 Nationen. Am Donnerstag (8. Juni) hat der technische Delegierte des internationalen Radsportverbandes UCI die Weltcup-Strecke in den Dolomiten inspiziert.
Erste Eindruck sehr positiv
Der ehemaliger Schweizer Radprofi Beat Wabel hat am Donnerstag, im Auftrag der UCI, die Weltcup-Marathonstrecke des "Südtirol Dolomiti Superbike" im Hochpustertal inspiziert. Der Tour-de-Suisse-Teilnehmer, der in seiner Karriere insgesamt 125 Siege bei Querfeldein-, Straßen- und Mountainbike-Rennen eingefahren hat, war vom 120 km langen Parcours begeistert. "Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Strecke ist landschaftlich reizvoll und technisch anspruchsvoll. Schwierige Anstiege wechseln sich mit rhythmischen Passagen ab. Ich führe hier einen Lokalaugenschein durch, um die korrekte Beschilderung, einzelne Abschnitte und Straßenkreuzungen zu überprüfen. Im Falle von Schlechtwetter, müssen wir auch Alternativlösungen bereit haben", sagte der 39-Jährige.
Brentjens und Frischknecht favorisiert
Der UCI-Delegierte wurde bei seiner Inspektion von mehreren Spitzenathleten begleitet. Darunter der neunfache belgische Meister und dreifache Weltcup-Sieger Roel Paulissen, Marathonspezialist und Lokal-Favorit Roland Stauder (Gewinner des ersten Marathon-Gesamtweltcups, der Transalp Challenge und der Crocodyle Trophy) aus Sexten, Streckenchef Helmuth Steiner und Ex-Weltmeister Hubert Pallhuber aus Antholz, derzeit Rennsportleiter des italienischen MTB-Teams: "Nur die Besten können beim 'Südtirol Dolomiti Superbike' gewinnen, denn die Strecke mit fast 4.000 Höhenmetern ist sehr schwierig. An Thomas Frischknecht und Bart Brentjens wird am 9. Juli niemand vorbeikommen."
Neue Strecke und neuer Startplatz
Die Strecke verläuft in diesem Jahr, im Unterschied zu den vergangenen elf Ausgaben, gegen den Uhrzeigersinn. Gestartet wird nicht mehr auf dem Hauptplatz von Niederdorf, sondern auf der Hauptstraße gleich daneben, die von der Gemeinde Niederdorf gerade gepflastert wurde. Durch den Bau der Umfahrung im vergangenen Jahr ist der Ortskern nun verkehrsberuhigt. "Wir haben vier Startblöcke zu je 800 Teilnehmern vorgesehen", sagt OK-Chef Kurt Ploner. "Dazu kommt der erste Startblock mit den circa 130 Weltcup-Top-Athleten. Die Gemeinde hat ganze Arbeit geleistet, um den Platz vorbildlich zu gestalten. Durch den Umbau wurden auch unterirdische Schächte für die Verankerung des Startbogens und die Datenübermittlung geschaffen."
17 km langer Anstieg
Etwas über 3.000 Biker aus 21 Nationen nehmen am Marathon-Weltcup "Südtirol Dolomiti Superbike" teil. Die Strecke über 120 km und knapp 4.000 Höhenmeter führt durch fünf Hochpustertaler Gemeinden und zwar Niederdorf, Toblach, Innichen, Sexten und Prags. Rund 400 Freiwillige sind an der Veranstaltung beteiligt. Streckenchef Helmuth Steiner: "Der Streckenverlauf gegen den Uhrzeigersinn wurde unter anderem auch aus organisatorischen Gründen so konzipiert, um einige freiwilligen Helfer zu entlasten." Zur Streckenbeschreibung: "Nach dem Start in Niederdorf müssen die Teilnehmer einen 17 km langen Anstieg auf die Plätzwiese bewältigen und der kostet Kraft. Dazu kommen noch drei weitere schwierige Anstiege und zwar auf den Haunold, die Rotwandwiese und im Silvestertal."
Paulissen von Strecke begeistert
Von der Strecke begeistert ist auch Roel Paulissen: "Die Dolomiten sind einzigartig. Hier durchzufahren- da schlägt das Herz eines jeden Spitzensportlers höher. Beim Rennen wird es wichtig sein, sich die Kräfte gut einzuteilen. Auch wir Cross-Country-Fahrer haben hier eine Chance. Das Rennen darf halt nicht viel länger als fünf Stunden dauern." Von den vier geplanten Marathon-Weltcups wurde bisher einer ausgetragen und zwar im griechischen Naoussa. Der nächste findet am 16.Juni im kanadischen Mount-Sainte-Anne statt.
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