
Sieger Damen

Startrunde

Adelheid Morath

U23-Sieger

Benjamin Rudiger

Benjamin Rudiger
Adelheid Morath starke Dritte
Team Rothaus-Cube am 10.04.2006 - 11:02 Uhr
Adelheid Morath (Freiburg) vom Team Rothaus-Cube zeigte beim Bundesliga-Auftakt in Offenburg vor mehr als 10.000 Zuschauern als Dritte hinter Irina Kalentieva (Russland) und Ivonne Kraft (Dettenheim) erneut eine starke Vorstellung. Benjamin Rudiger (Freiburg) hatte Pech mit der Startaufstellung und mit einem Defekt. Er wurde 29., während Frank Lehmann (Olbersdorf) nach Sturz ausschied.
Starke Leistung von Morath
Während des gesamten Rennens konnte sich Adelheid Morath in Schlagdistanz zu den beiden Führenden Irina Kalentieva und Ivonne Kraft halten. Deren technischen Fertigkeiten konnte sie aber nicht das Wasser reichen, so dass sie zwar immer wieder auf zehn Sekunden heran kam, den Anschluss aber nicht schaffte. "Technisch sind Ivonne und Irina eben Weltklasse, da kann ich nicht mithalten. Aber ich bin sehr zufrieden. Auch weil der Abstand nach vorne nicht groß ist", sagte Morath. Sie hatte nur 59 Sekunden Rückstand auf Kalentieva (1:33:49 Stunden) und nur 16 Sekunden auf Kraft. "Ich mag die Strecke einfach, das macht richtig Spaß", strahlte Morath. Die U23-Wertung entschied sie souverän für sich vor Juniorinnen-Vizeweltmeisterin Hanna
Klein (Freiburg, 8.) für sich. Mit Sandra Weber (St. Märgen), die als 15. gleich ihren ersten Weltranglistenpunkt ergatterte und ein konstant gutes Rennen fuhr, kam eine weitere Rothaus-Cube-Bikerin aufs U23-Podium. Agnes Naumann (Freiburg) wurde Vierte und Gesamt-16.
Rudiger im Pech
Keine Erfolgsmeldung gab es aus dem Herren-Rennen. Benjamin Rudiger musste, aus welchen Gründen auch immer, mit einem Startplatz um die 100 vorlieb nehmen und sich erst mal durch das Feld quälen. Als er auf Rang 16 angekommen war, hatte er einen Defekt und musste das Rad wechseln. "Das war ein Kampf gegen Windmühlen heute. Schade, die Beine waren super", ärgerte sich Rudiger, nachdem er auf Position
29, mit 12:08 Minuten hinter dem Schweizer Florian Vogel (1:52:42 Stunden) ins Ziel gekommen war. "Sehr schade, der Kerl ist so super drauf", kniff Teamchef Patrik Faller die Mundwinkel zusammen. Eine ähnliche Mimik zeigte er auch als er an Frank Lehmann dachte. Lehmann fuhr ein gutes Rennen und hatte sich bereits auf Rang 20 vorgearbeitet, als er stürzte und auf den Kopf fiel. Er versuchte weiter zu fahren, musste dann aber aufgeben. Simon Scherzinger belegte Rang 59, eine Runde zurück. Heiko Gutmann (Münstertal) und Florian Ackermann wurden 63. und 64. Als bester Deutscher wurde Lado Fumic mit 1:26 Minuten Rückstand Zweiter vor dem Schweizer Silvio Bundi. Moritz Milatz aus Freiburg fuhr auf den sechsten Rang und war damit nicht unzufrieden. Im Junioren-Rennen war Sascha Knöpfle (Freiburg) als Zwölfter fünftbester Deutscher und damit auch zufrieden. "Fürs erste Rennen ist das okay", meinte Knöpfle. Pascal Ketterer wurde 33. Norman Schlegel 48.
Swisspowercup, Reinach
Am Samstag hatte sich Benjamin Rudiger mit einem neunten Platz beim Swisspowercup in Reinach noch viel Selbstvertrauen geholt. Seine beste Platzierung bei einem Rennen im Nachbarland gewinnt sogar noch mehr an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass er und Frank Lehmann aus der vorletzten Reihe starten mussten. "Das war ein hartes Stück Arbeit, ich habe ewig gebraucht bis ich mal Platz hatte. Die Beine waren echt gut", meinte Rudiger nachdem er das Ziel mit einem Rückstand von 4:19 Minuten auf Sieger Martin Gujan erreicht hatte. Ein Blick auf die Rundenzeiten zeigt, dass er in der vorletzten von sechs Runden sogar die drittschnellste Zeit erzielte. Rudiger war als Neunter auch drittbester U23-Fahrer. "Ich habe gezeigt, dass ich vorne mit fahren kann. Auf Curaçao war ich auch gut drauf aber da kannst du lange reden, wenn du nur 57. wirst", zeigte er auch Genugtun. Auch Frank Lehmann zeigte nach seinem ersten Rennen im Jahr 2006 eine zufriedene Miene. Als 25. (9:06 Minuten Rückstand) bemerkte er zufrieden: "Es geht doch einen Rennen durchzufahren. Es gab keine Anzeichen eines Krampfes. Ich bin echt zufrieden, für das erste Rennen ist das okay." Er kämpfte sich nach vorne, verbuchte dann eine
Schwächephase, die er 'ein Turboloch' nannte und wurde wieder stärker. Auf der letzten Runde hatte er die 14te Rundenzeit.
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