Specials Eventspecials 2006 DM Cross Country

Ivonne Kraft, Sabine Spitz

Katrin Schwing

Nina Göhl

Adelheid Morath

Die Siegerinnen

Die Teufelswellen

Moritz Milatz, Lado Fumic

Renn-Imressionen

Renn-Imressionen

Die Sieger

Ivonne Kraft

Spitz und Milatz sind die Deutschen Meister 2006

bike2b-Redaktion am 12.06.2006 - 11:07 Uhr

Unter glänzenden Bedingungen fanden am Sonntag, den 11. Juni die nationalen Titelkämpfe in Albstadt-Tailfingen statt. Bereits zu den Rennen in den Masters-Klassen eins und zwei am Morgen fanden sich viele Zuschauer am Streckenrand ein, bei traumhaftem Wetter kamen dann weit mehr als 10.000 Fans zu den Rennen der Elite. Mit Hunderten von Rasseln wurden die Sieger bei der Zieleinfahrt unter ohrenbetäubendem Lärm empfangen. Die tolle Stimmung wurde auch von den Aktiven als etwas Besonderes wahrgenommen - so bedankte sich die spätere Siegerin Sabine Spitz bei der Siegerehrung in aller Form für die Unterstützung.

Sechster Titel für Sabine Spitz
Zuvor hatte die Titelverteidigerin den Zuschauern eine starke Leistung geboten. Vom Start weg sorgte Spitz für die Pace und bot Titelkonkurrentin Nina Göhl keine Angriffsmöglicheit. Bereits nach zwei Runden war der Vorsprung so groß, dass an der Titelverteidigung nicht mehr zu zweifeln war. Am Ende kam sie 1:12 Minuten vor der zweitplatzierten Nina Göhl ins Ziel. Die hatte sich nach einigen Runden noch nach hinten umsehen müssen, war mit der Silbermedaille aber auch sehr zufrieden.

Kupfernagel im Pech
Bis auf 15 Sekunden war Hanka Kupfernagel zwischenzeitlich an die Weltcup-Siegerin von Fort William herangefahren, doch dann warfen technische Defekte die dreifache Cross-Weltmeisterin zurück. "Ich hatte heute genug Defekte für eine ganze Saison," meinte Kupfernagel im Anschluss kopfschüttelnd. Tatsächlich hatte sie in Runde zwei zunächst Probleme mit der Kette, dann folgte ein Platten und schließlich wickelte sich noch ein Ersatzschlauch um das Hinterrad. Dennoch war die Drittplatzierte nicht unglücklich - dass es trotz aller Pannen zur Bronzemedaille reichte, war Ausdruck einer sehr starken Vorstellung von Kupfernagel.

Sickmüller und Marx mit hohem Starttempo
Bei den Herren hatte sich vom Start weg ein abwechslungsreiches und spannendes Rennen entwickelt. Zunächst hatte Johannes Sickmüller sich absetzen können. Verfolgt von Moritz Milatz und Torsten Marx musste Titelverteidiger Lado Fumic mit seinem Bruder Manuel bereits in der zweiten Runde etwas abreißen lassen. Dann fielen Sickmüller und Marx ihrem Starttempo zum Opfer - am Ende belegten sie Rang sechs und sieben. Milatz aber konnte trotz der hohen Temperaturen das Tempo halten und baute von nun an kontinuierlich seinen Vorsprung aus.

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Fumic und Käß auf den Plätzen
Im Verfolgerfeld entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Fumic und Alb-Gold-Fahrer Jochen Käß, der erst in der vorletzten Runde abreißen ließ und sich über die Bronzemedaille freuen konnte. Auf den weiteren Plätzen landeten Hannes Genze vom Team Alb-Gold und Manuel Fumic, der in seinem ersten ernsthaften Wettkampf nach der langen Verletzungspause zu überzeugen wusste. Während der Sieger Milatz nach dem Rennen seinen großen Erfolg noch kaum einzuordnen wusste, gab Fumic an, ein Opfer der Taktik verschiedener Teams geworden zu sein. Letztlich war Milatz aber beim langen Anstieg, dem 'Bullen-Uphill', der Mann mit den besten Beinen - was sich im Ziel mit drei Minuten Vorsprung niederschlug.

Ralph Berner ohne Mühe zum Masterstitel
Ex-Profi Ralph Berner vom TuS Frammersbach gewann das Rennen in der Mastersklasse souverän. Der Olympia-Zehnte von Atlanta lag bereits nach der ersten von sieben Runden an der Spitze und baute seine Führung auf Titelverteidiger Martin Hollerbach scheinbar mühelos aus. "Der lange Berg kam mir entgegen, das war wie beim Marathon", sagte Berner, der bereits zweimal (1994 und 1998) Deutscher Meister in der Eliteklasse war. "Im Alter von 38 Jahren darf man auch mal Mastersklasse fahren", schmunzelte Berner, der seit über vier Jahren kein Cross-Country-Rennen mehr bestritten hatte. Martin Hollerbach, inzwischen Vater einer sieben Wochen alten Tocher, war mit Rang zwei "absolut happy". Die Trainingsumfänge waren in der Vergangenheit nicht mehr besonders hoch. Ex-Mastersmeister Daniel Duske wurde Dritter. Er war damit ebenfalls "mehr als zufrieden" und zollte Ralph Berner "höchsten Respekt". In der Mastersklasse 2, der über 40-Jährigen, siegte Matthias Ball. Der Mosbacher war 2005 noch durch einen Defekt ausgeschieden. "Meine Taktik ist aufgegangen, hier nicht so schnell anzugehen", freute er sich. In der dritten Runde überholte er Vorjahres-Vizemeister Thomas Schulte-Pieper und zog unwiderstehlich davon. "Ich hatte keine Chance, du warst klar stärker", bekannte Schulte-Pieper. Auf Platz drei kam Uwe Weinkopf aus Schöningen.

bike2b war in Albstadt vor Ort dabei und hat zahlreiche Bilder und Interviews gesammelt. Die besten Action-Szenen gibt es bald als Zusammenschnitt auf der Sonderseite zur Deutschen Meisterschaft.


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