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Adelheid Morath

Adelheid Morath

Bianca Knöpfle

Agnes Naumann

Frank Lehmann

Adelheid Morath zum dritten Mal Vierte

Team Rothaus-Cube am 13.06.2006 - 12:31 Uhr

Für das Gros der Rothaus-Cube-Biker endete die Deutsche Meisterschaft in Albstadt mit einer Enttäuschung. Adelheid Morath verfehlte als Vierte das erhoffte Edelmetall. Benjamin Rudiger stieg aus, und Frank Lehmann war mit seinem Rennen überhaupt nicht glücklich. Nur Bianca Knöpfle und Agnes Naumann waren mit den Plätzen sieben und zehn zufrieden.

Morath am Berg nicht so flüssig wie gewohnt
Wenn eine Sportlerin dreimal in Folge bei einer Meisterschaft Vierte wird, dann ist es verständlich, wenn sie im Ziel geknickt ist. Ob die Enttäuschung groß ist? Ein wortloses Nicken, sagte mehr als das gesprochene Wort. Schon nach der ersten Runde schien klar, dass es mit Moraths Angriff auf Platz drei nichts werden würde. Sie kam nicht so flüssig wie gewohnt den steilen Berg hoch. Dazu gesellten sich noch Probleme mit der Kette, die immer wieder runter fiel. "Ich musste immer langsam fahren, wegen der Schaltung", berichtete sie im Ziel. Schon am Samstag hatte sie in der Oberschenkelmuskulatur eine Blockade gespürt. Ab der dritten Runde konnte sie sich von Katrin Schwing lösen und dann auch Ivonne Kraft hinter sich lassen.

14 Sekunden fehlten zu Bronze
Der ständige Versuch noch an Platz drei heran zu fahren, war letztlich nicht von Erfolg gekrönt. Letztlich kam sie zwar noch auf 14 Sekunden an Hanka Kupfernagel heran, doch das hatte mit deren Pech zu tun. Ein Kettenklemmer, ein Reifendefekt und ein Ersatzschlauch, der sich im Hinterrad verfing, waren Probleme die Zeit kosteten. Morath erkannte fair: "Ich muss sagen, die anderen Drei waren stärker." Sabine Spitz sicherte sich mit einer Weltklassevorstellung zum sechsten Mal in Folge den DM-Titel. Nina Göhl musste sie bereits in der zweiten Runde ziehen lassen und hatte im Ziel 50 Sekunden Rückstand. Kupfernagel lag 2:20 Minuten
dahinter!

Knöpfle und Naumann "super zufrieden"
Bianca Knöpfle war mit ihrem siebten Rang "super zufrieden". Am Anfang hatte sie schnell Tempo gemacht, und musste das hinterher etwas büßen. "Ich bin es nicht mehr gewohnt, so lange am Stück Gas zu geben", sagte Knöpfle, "aber es hat super Spaß gemacht". Agnes Naumann überraschte als Zehnte, obwohl sie mit ihren Bergauf-Qualitäten gar nicht zufrieden war. "Ich komme einfach nicht schnell Berg hoch, da fahren mir die anderen einfach weg." Mit der Platzierung war sie allerdings "super zufrieden". Was das Publikum in Albstadt indes registrierte: So schnell wie die Rothaus-Cube-Bikerin war in den Downhill-Passagen keine einzige Konkurrentin. Sehr zur Freude der Zuschauer wirbelte sie regelrecht durch die Kurven. Sandra Weber (St. Märgen) gab das Rennen auf.

Lehmann musste sich quälen
Als 17. war Frank Lehmann (Olbersdorf) der beste Rothaus-Cube-Biker im Herren-Rennen. Damit war er aber keineswegs zufrieden. "Es ging eigentlich nur ein, zwei Runden lang gut. Ansonsten war es nur Quälerei. Vielleicht hätte ich im Training ein wenig rausnehmen sollen vor der DM", schüttelte Lehmann den Kopf. Auch die großartige Kulisse, die jeden Fahrer den Berg regelrecht hinauf schrie und trommelte, konnte nicht mehr aus seinen Beinen heraus holen. Auch Benjamin Rudiger war deprimiert. In der Mitte des Rennens hatte er aufgegeben. Nur in der ersten von zehn Runden war er auf Platz zehn zu sehen, für ihn eigentlich eine gute Ausgangsposition. "Es war ganz komisch, ich weiß, dass ich eigentlich die Form habe. Ich wollte hier ein Ergebnis erzielen, mit dem ich beweisen kann, dass es wert ist, in mich zu investieren. Keine Ahnung, warum es nicht ging. Ich will keine Ausreden suchen", kommentierte er.

Ackermann bravourös gefahren
Florian Ackermann kämpfte auf dem steilen Gelände bravourös und belegte mit einer Runde Rückstand Platz 33. Ein ganz respektables Ergebnis im Vergleich zu seinen bisherigen Saisonleistungen. Ein wenig Freude hatten die Rothaus-Cube-Biker denn doch. Ihr Kumpel Moritz Milatz aus Freiburg bezwang den Abonnementsmeister Lado Fumic und holte sich mit 2:55 Minuten Vorsprung auf Fumic und 3:18 Minuten vor Jochen Käß seinen ersten Deutschen Meistertitel - und das in seinem vierten Jahr als Lizenzfahrer. Eine fast märchenhafte Geschichte, die auch Rudiger und Lehmann bewegte.


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