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Schäuble, Schumacher, Schäfer und Simon

Impressionen

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Interview mit Dr. Olaf Schumacher

bike2b-Redaktion am 08.06.2006 - 09:41 Uhr

Im Rahmen der GONSO Albstadt-MTB-Classic finden nicht nur die Deutschen Ärzte- und Apothekermeisterschaften statt. Die Sportmediziner treffen sich in der SANA-Klinik in Truchtelfingen auch zu einer zweitägigen Fortbildung zum Thema Mountainbike, die Dr. Ulf Haasis, Albstadt, initiiert hat. Einer der Referenten ist Dr. Olaf Schumacher aus Freiburg, unter anderem Arzt der Mountainbike-Nationalmannschaft. Die Veranstalter haben ihn vorab zu seinem Vortrag befragt.

Frage: Dr. Schumacher, Sie werden bei der Fachtagung im Rahmen der MTB-DM in Albstadt zum Thema Belastungsprofil Mountainbike-Unterschiede zum Straßenrennsport sprechen. Können Sie Ihre wichtigsten Erkenntnisse für das nichtmedizinische Publikum schonmal vorab verraten?
Dr. Schumacher: Zuerst ist mal festzuhalten, dass der Cross-Country-Sport viel, viel intensiver ist. Der Mountainbiker bewegt sich immer in hohen Pulsbereichen. Bei Rennen wie der DM im Schnitt bei 85 bis 90 Prozent des Maximalwerts. Und das zwei Stunden lang. Für den Gesundheitssport ist das nicht optimal. Freizeitbiker sollten schauen, dass sie entweder, wie die MTB-Profis, auch auf der Straße fahren oder sich auch häufig flaches Gelände suchen, damit sie sich ausreichend lang im Bereich der Grundlagenausdauer bewegen können.

Frage: Und wenn man die Leistung der MTB-Profis mit den Straßenrennfahrern vergleicht?
Dr. Schumacher: Im Prinzip ist ein Cross-Country-Rennen vergleichbar mit einem Zeitfahren auf der Straße. Die Wattdurchschnittszahl (Leistung, die vom Fahrer erbracht wird, Anm. der Red.), die ein Biker leistet, wird auf der Straße dauerhaft nur im Zeitfahren oder bei längeren Anstiegen bei Bergetappen erreicht.

Frage: In welchen Bereichen muss man sich das denn bei Profis vorstellen? Wieviel Watt im Durchschnitt sind das bei Mountainbikern?
Dr. Schumacher: 230 bis 240 Watt im Durchschnitt. Wenn man das mit Tour-de-France-Bergetappen vergleicht muss man berücksichtigen, dass die eben viel länger dauern und die Gestaltung des Rennens eine ganz andere ist. Die Favoriten werden ja bis zuletzt geschützt und gehen erst am Ende des Rennens an ihre Reserven.

Frage: Wie gestaltet denn der Mountainbiker sein Rennen?
Dr. Schumacher: Wenn man das aus der Sicht von Wattzahl und der Herzfrequenz anschaut, dann fährt er mit dem größtmöglichen Aufwand los und bleibt dann in den oberen Bereichen, mit minimalen Variationen. Im Prinzip ist das Massenzeitfahren im Gelände.

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Kurzportrait:
Dr. Yorck Olaf Schumacher (38) ist an der Medizinischen Universätsklinik Freiburg in der Abteilung Rehabilitation, Prävention und Sportmedizin tätig. Er betreut unter anderem die MTB-Nationalmannschaft und die Bahn-Nationalmannschaft, besitzt aber auch viel Erfahrung im Straßenmetier. Dr. Schumacher ist engagiert im Anti-Dopingkampf und ist Mitglied einer medizinischen Kommission des Radsport-Weltverbands UCI. Bis zum Beginn seines Medizinstudiums war er Triathlet und in dieser Disziplin auch WM-Teilnehmer.


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