
Jochen Käß

Gabi Stanger

Torsten Marx

Andreas Dilger
Pannenpech in Albstadt, Stanger siegt bei den Damen
Team Alb-Gold am 17.07.2006 - 14:35 Uhr
Die zwölfte Austragung des LBS Albstadt Bike Marathons war ein mehr oder wenig glückloses "Pflaster" für das Alb-Gold Mountainbike-Team. Durch mehrere Plattfüße wurden dich Chancen auf Podestplätze zunichte gemacht. Jochen Käß erkämpfte sich noch einen respektablen fünften Rang. Bei den Damen sorgte Marathonfrau Gabi Stanger wieder einmal für große Freude. Sie siegte in der Damenkonkurrenz vor Heike Hundertmark und Nina Kunz.
Marx ereilt der erste Plattfuß
Schon nach rund 20 Kilometern ereilte das Pech den Lokalmatador Torsten Marx (Hechingen). Auch ein schneller Wechsel des Laufrades mit seinem dänischen Teamkollegen Klaus Nielsen half da nicht viel. Die Verfolgergruppe um Lado Fumic, Jochen Käß, Johannes Sickmüller und Moritz Milatz war auf und davon.
Spitzengruppe mit Dilger
An der Spitze hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits eine fünfköpfige Gruppe gebildet. Der Niederländer Bart Brentjens, sein Teamkollege Stefan Sahm, der Vorjahressieger vom Team Alb-Gold Andreas Dilger, Jürgen Kotulla und Manuel Fumic hatten sich in einer überaus schnellen Anfangsphase mit rund 40 Sekunden absetzen können und bauten bis zur Hälfte des Rennens ihren Vorsprung auf über 2:30 Minuten aus.
Milatz war stärkster Verfolger
Als direkte Verfolger versuchten Jochen Käß und Lado Fumic allerdings nicht mit aller letzten Kraft wieder nach vorne zu kommen, hatten doch beide einen Teamkollegen in der Spitze. Der Leidtragende war zunächst der Deutsche Meister Moritz Milatz, der in dieser Gruppe "fest hing". "Mir wurde das Tempo einfach zu langsam und da habe ich mal probiert, ob ich noch zur Spitze aufschließen kann", sagte Milatz später im Ziel. In kürzester Zeit hatte er das Loch nach vorne geschlossen und war zur Stelle, ehe die gefürchteten steilen Anstiege auf den letzten Kilometern in Albstadt auf die Fahrer warteten. "Moritz war heute richtig stark. Alleine an die Gruppe ranzufahren, das hätte ich ihm nicht zugetraut, das war eigentlich selbstmörderisch", zollte Jochen Käß dem Freiburger seinen Respekt.
Andreas Dilger im Pech
Andreas Dilger (Böblingen) hatte sich bis 20 Kilometer vor dem Ziel ausgesprochen aktiv in der Spitzengruppe gezeigt und war nach Einschätzung von Stefan Sahm, der ebenfalls der Spitze angehörte "einer der stärksten am Berg". Allerdings ereilte auch ihn der Pannenteufel und so fiel er mit plattem Reifen weit zurück. Moritz Milatz nutzte eine der letzten kurzen Rampen um sich zusammen mit Manuel Fumic von den Giant-Fahrern zu lösen. Im Ziel hatte er knappe 20 Sekunden Vorsprung auf Fumic.
"Wer zu letzt lacht, lacht am besten"
Stefan Sahm musste seinen Teamkollegen Bart Brentjens ziehen lassen und wurde Vierter. Das Duell des Verfolger-Duos entschied Jochen Käß deutlich für sich. "Ich habe einige Male attackiert, aber Lado hat das immer mit einem Lächeln gekontert. Bei der sechsten Attacke bin ich dann aber weggekommen und konnte mich über den fünften Platz freuen, denn: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!." Torsten Marx und Andreas Dilger hatten durch ihre Plattfüße zu viel Zeit eingebüßt und mussten sich mit den Plätzen zehn beziehungsweise elf begnügen.
Gabi Stanger siegte zum zweiten Mal
Wesentlich erfreulicher gestaltete sich das Damenrennen. Gabi Stanger stellte bereits früh die Weichen für ihren zweiten Sieg in Albstadt. Nach 30 Kilometern hatte sie sich an der Spitze einer größeren Gruppe von ihren Kontrahentinnen lösen können und auch ein Hinterraddefekt hielt sie auf den folgenden Kilometern nicht auf. Auf Rang zwei kam Heike Hundertmark, die zweifache Deutsche Meisterin der Studenten. Die Freundin von Teamfahrer Jochen Käß hatte sich zwar auch vom Pannenvirus der Alb-Gold-Fahrer anstecken lassen, eine platter Vorderreifen bremste sie jedoch auch nicht aus. Nina Kunz kam auf Rang drei ins Ziel.
City Sprint am Freitag
Bereits am Freitagabend hatten sich die Favoriten zum Kräftemessen in der Innenstadt von Albstadt-Ebingen eingefunden. Bei einem 30-minütigen City Sprint mit spektakulären Hindernissen lieferten alle Fahrer eine beeindruckende Show. Manuel Fumic ging als Sieger aus dem Sprint hervor, er hatte sich bereits in der zweiten Runde leicht abgesetzt und konnte sich auf der letzten Runde den Angriffen von Bart Brentjens erwehren, der seinerseits Jochen Käß hatte distanzieren können.
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