Specials Eventspecials 2006 Transalp Challenge

H. Grasegger und W. Platzgummer

Carsten Bresser und Karl Platt

Die Scheiderbauers

Anna und Jög Scheiderbauer

Katrin Schwing

Adelheid Morath

Grasegger/Platzgummer schlagen zurück

bike2b-Redaktion am 18.07.2006 - 08:38 Uhr

Hansi Grasegger und Walter Platzgummer hießen die Gewinner der Masters-Kategorie bei der gestrigen Etappe von Ischgl ins schweizerische Scuol, und die Siegerzeit von 3:20,33 Stunden sagt nicht viel über die Leistungen der beiden Österreicher aus, die bei sengender Hitze ein Rennen der Sonderklasse fuhren.

"Muss die Beine hochlegen, kann nicht mehr stehen"
Sie schafften es nicht nur, den Anschluss nach dem brutalen Aufstieg auf das Idjoch zu den Top-Herrenteams zu halten, sondern forcierten auch noch auf ihrer Jagd nach dem roten Führungstrikot der Masters-Kategorie das Tempo auf dem letzten Teil der Strecke. Der entkräftete Grasegger danach: "Ich muss jetzt erst mal die Beine hochlegen, sonst kann ich nicht mehr stehen." Im Windschatten der entfesselten Senioren befanden sich die Gesamtführenden der Herren, Karl Platt und Carsten Bresser, sowie die dahinter plazierten Männer-Teams mit de Knegt/Groenendaal und Sandro Spaeth und Thomas Zahnd. Im Zielsprint hatten Platt/Bresser die besten Beine und finishten mit 14 Sekunden Vorsprung vor den beiden Niederländern (3:20,30 h). Direkt dahinter erreichten Sandro Spaeth und Thomas Zahnd das Ziel.

Vorsprung der Masters-Führenden schmilzt
Besonders Spaeth zeigte sich enttäuscht: "Weil es die einzige Etappe in der Schweiz war, wollte ich unbedingt gewinnen." Zusammen mit dem viertplazierten Herrenteam Bananos de Costa Rica erreichten auch die Masters-Gesamtführenden Heinz Zörweg und Ekkehard Dörschlag das Ziel (3:24,57 h) und haben nur noch acht Minuten Vorsprung auf ihre nächsten Verfolger.

Am Idjoch stand der Mann mit dem Hammer
Wirkliche Qualen mussten jedoch die nicht ganz so gut trainierten Biker erleiden. Der Mann mit dem Hammer wartete beim Idjoch in 2.738 Metern Höhe. Am Morgen gestartet bei den Klängen von "Highway to Hell", wussten die Fahrer, was auf sie zukam – eine außerordentliche Herausforderung, die tags zuvor von Rennleiter Uli Stanciu als "Hinrichtung" bezeichnet wurde. Nach bestandener Prüfung stürzten sich viele direkt nach der Zielankunft in den nahen Brunnen, wo sie schon mal einen Vorgeschmack auf das Bad im Gardasee nach dem Zieleinlauf in Limone sul Garda nehmen konnten.

Keine Veränderung in der Mixed-Wertung
In der Mixed-Wertung änderte sich nicht viel: Die Seriensieger Anna Baylis-Scheiderbauer und Jörg Scheiderbauer dominierten auch gestern das Rennen und gewannen in 3:39,26 Stunden. Somit verteidigten sie auch ihre Führung in der Gesamtwertung. 15 Minuten später erreichte auch die deutsche Meisterin Sabine Spitz mit ihrem Ehemann Ralf Schäuble das Ziel, der erschöpft meinte: "Sie fährt halt ihr Tempo und ich versuche, hinterherzukommen." Das gleiche Ergebnis wie in den Tagen zuvor zeigte sich auch bei dem dritten Platz, den das Team Cow Bells/Bear Bells nach 3:58,54 Stunden Fahrzeit belegte. Mit einem Vorsprung von 42 Minuten ist damit der Vorsprung des Ehepaars in der Gesamtwertung wohl kaum noch einholbar.

Schwing/Morath wieder vorne
Katrin Schwing und Adelheid Morath kommen immer besser in die Gänge: Nach dem Sieg auf der zweiten Etappe dominierten sie auch gestern wieder das Damenrennen und gewannen in 3:59,17 Stunden vor Sandra und Peggy Klose, die 3:42 Minuten später die Ziellinie erreichten. Diese Dominanz überrascht noch mehr, da sie vorgestern bei ihrem ersten Tagessieg die Strecke noch für Intervalltraining nutzten, weil die Transalp Challenge auch als Trainingstest für die deutsche Nationalmannschaft genutzt wird. Bundestrainer Frank Brückner ist jeden Tag vor Ort und überprüft die Leistungsdaten seiner Schützlinge. Den dritten Platz errangen wieder die Specialized Starlets mit einer Zeit von 4:02,22 Stunden.

Anzeige

Heute geht es nach Livigno
Auf der heutigen Etappe von Scuol nach Livigno wird es wieder anstrengend: Drei Pässe und 2.717 Höhenmeter warten auf die Biker. Sie werden aber reich entschädigt für die Strapazen. Wunderschöne Blicke vom Pass da Costainas und dem Passo Alpisella werden die Anstrengungen leicht vergessen lassen.


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Ergebnisse bei Bike2b:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeigen
Google Anzeigen