
Karl Platt
Im Zielsprint zum Tagessieg
Karl Platt am 17.07.2006 - 17:44 Uhr
Heute stand die dritte Etappe der Transalp Challenge 2006 an und wir haben diese letztendlich im Zielsprint für uns entschieden. Es läuft also weiterhin alles nach Plan.
Schrecksekunde bei der ersten Abfahrt
Gleich zu Beginn der Etappe stand der erste Berg an hoch zum Idjoch. Dabei mussten wir Athleten 1.300 Höhenmeter überwinden. Carsten und ich sind den Berg gut hochgefahren und haben Tempo gemacht. Dabei wurde das Feld natürlich gleich auseinander gerissen. Oben am Berg waren wir noch vier Teams. Bei der Abfahrt kam es dann zu einem Malheur. Ich konnte nicht mehr auf das große Kettenrad umschalten und wusste zunächst nicht, woran es lag. Da schießen einem natürlich gleich die wildesten Gedanken durch den Kopf und man macht sich Sorgen. Da kann ja sonst was passiert sein. Ich musste tatsächlich anhalten und schauen, was es ist. Damit verloren wir an Zeit.
Loch zufahren und dann verstecken
Gott sein Dank stellte sich heraus, dass 'nur' ein Stein in den Umwerfer geflogen und nichts Schlimmeres passiert war. Dennoch haben wir durch dieses Missgeschick eineinhalb Minuten verloren, denn die Spitzengruppe hatte unseren Defekt mitbekommen und dann Tempo gemacht. Somit mussten wir zunächst einmal das Loch zufahren. Das kostet Körner. Nachdem wir dies allerdings später geschafft hatten, versteckten wir uns erst einmal in der Gruppe und haben Kräfte gespart. Wir wollten nicht gleich wieder an der Spitze fahren.
Harter Sprint um den Tagessieg
Zum Schluss sind wir dann um den Sieg gesprintet, denn wir haben uns gedacht: 'Wenn die bei unserer Panne attackieren, dann können wir auch um den Sieg sprinten'. Gesagt getan. In einem harten Zielsprint haben wir uns dann nach 74 Kilometern und knapp 2.600 bewältigten Höhenmetern den Tagessieg gesichert und weitere 15 Sekunden Zeit gut gemacht. Zweiter wurden heute die Niederländer Gerben Knegt und Richard Groenendaal, die sich erholt haben von dem Rückschlag auf der zweiten Etappe, vor den Schweizern Sandro Späth und Thomas Zahnd.
Vierte Etappe wartet mit schöner Landschaft auf
Morgen steht eine schöne Etappe nach Livigno an. Wir werden versuchen, die Landschaft zu genießen und uns wieder zurück zu halten und nichts zu riskieren. Zum Ende der Etappe geht es dann noch ein wenig Berg hoch. Wir werden sehen, was der morgige Tag bringt.
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