
Karl Platt
Müdigkeit setzt ein
bike2b-Redaktion am 19.07.2006 - 18:38 Uhr
Wenn man bei der Transalp vorne liegt, muss man auf alle anderen Teams im Feld aufpassen. Dies merken wir auch in diesem Jahr. Nachdem uns in den letzten beiden Tagen die Masters-Fahrer ordentlich eingeheizt haben, nun jedoch am Ende ihrer Kräfte sind, hatten sich heute die Jungs von Rabobank viel vorgenommen. Sie fuhren sehr stark und hätten die Etappe bestimmt gewonnen, doch circa zehn Kilometer vor dem Ziel hatten sie einen Platten und sind entscheidend zurückgefallen.
Schwere aber schöne Etappe heute
Am Ende des Tages stand für uns der zweite Rang. Wir sind zeitgleich mit den Schweizern Spaeth/Zahnd ins Ziel gefahren und haben uns aus dem Sprint herausgehalten. In der Gesamtwertung bleibt dadurch alles beim Alten und wir sind weiterhin in einer komfortablen Situation. Insgesamt kann ich aber schon sagen, dass die eine sehr schwere Etappe war. Brutale Singletrails, über 2700 Höhenmeter und mit über 120 Kilometern sehr lang. Es war die längste Etappe der diesjährigen Transalp. Wir waren immerhin über fünf Stunden unterwegs und mit der Länge der Etappe nahm auch die Anstrengung extrem zu. Zudem war es sehr heiss. Dennoch war es einer der schönsten Etappen überhaupt. Schöne Landschaft, traumhafte Strecke und immer wieder ging es hoch und runter. So macht es Spaß.
Quälerei beginnt
So langsam merke ich aber schon die Anstrengung. In den ersten Etappen musste ich noch nicht ans Limit gehen, doch mittlerweile ist es schon eine ziemliche Quälerei die Berge hoch. Ich bin längst nicht mehr so frisch wie zu Beginn. Dennoch fühle ich mich immer noch ganz okay und bin zuversichtlich, auch in diesem Jahr mit meinem Partner Carsten die Transalp zu gewinnen.
Königsetappe steht an
Morgen wartet die Königsetappe auf uns. Gerade habe ich mir einmal das Streckenprofil angeschaut und ich muss sagen, dass die Etappe es in sich hat. Wir müssen über 3400 Höhenmeter überwinden und die letzten vier Kilometer muss man wohl laufen, so steil wird es dort sein. Ich bin gespannt, wie es ausgeht. So wie es bislang gelaufen ist, wird bestimmt wieder ein Team attackieren und wir müssen auf alles gefasst sein.
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