
Adelheid Morath

Frank Lehmann

Benjamin Rudiger

Agnes Naumann

Florian Ackermann
Schöne lange Berge für die Rothaus-Biker
Team Rothaus-Cube am 14.07.2006 - 12:50 Uhr
Sechs Rothaus-Cube-Biker werden ab Samstag beim Etappen-Rennen Transalp-Challenge an den Start gehen. Die erste Tagesabschnitt des Marathon-Events für Zweierteams beginnt in Füssen und führt nach Imst in Österreich. André Rudiger und Frank Lehmann bilden ein Männer-Team, Adelheid Morath fährt mit Katrin Schwing die acht Etappen, die in Limone am Gardasee enden.
Morath/Schwing trainieren für die EM
Mit großer Vorfreude reisen die Rothaus-Cube-Biker zur neunten Auflage der Transalp-Challenge. Adelheid Morath ist bereits am Donnerstag direkt vom Höhentrainingslager in Livigno nach Füssen angereist. "Ich freu’ mich drauf die schönen langen Berge zu fahren", sagt sie am Telefon und das strahlende Gesicht dazu kann man sich ohne viel Fantasie ausmalen. Lange Berge sind ihr Lieblingsterrain und davon gibt es genug auf den Transalp-Etappen. 22.572 Höhenmeter sind auf acht Etappen und innerhalb von 665 Höhenmetern zu überwinden. "Die Belastung ist da automatisch da", ist Morath sicher, obwohl sie dosiert eingesetzt werden soll. Für sie und ihre Nationalmannschaftskollegin Katrin Schwing (Mosbach) ist die Transalp in erster Linie zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft gedacht. Von Vorteil ist, dass Schwing bereits viel Transalp-Erfahrung besitzt, denn das Fahren im Zweierteam und acht Etappen mit einer Dauer zwischen vier und sechs Stunden (für die Frauen) sind eine spezielle Herausforderung.
Rennen und Abenteuer gleichermaßen
André Rudiger und Frank Lehmann bilden ein Rothaus-Cube-Herren-Duo. Während Rudiger ein Transalp-Novize ist, hat Lehmann das Etappen-Rennen vor zwei Jahren bereits einmal bestritten. "Das war cool. Ich freu’ mich tierisch drauf", lacht Lehmann. Mehr Rennen oder mehr Abenteuer? "Eigentlich beides", meint Lehmann, der sich mit seinem damaligen Partner Tim Böhme 2004 verfahren hatte und eine kleine Extra-Schleife einlegte. Obwohl die Streckenausschilderung deutlich besser ist als noch in den Anfangsjahren, gehört das zum Abenteuer Transalp nach wie vor dazu. "Lehmi hat mir schon ein paar Geschichten erzählt", berichtet André Rudiger. Deshalb rechnet er, abseits von allen sportlichen Ambitionionen, die das Duo auch besitzt, mit einem "tollen Erlebnis". Die Beiden hoffen, auf der einen oder anderen Etappe unter den besten Drei zu landen. In der Männerklasse gelten die mehrfachen Sieger Karl Platt und Carsten Bresser als Top-Favoriten. Doch auch die niederländischen Weltklasse-Cross-Spezialisten Richard Groenendaal und Gerben de Knegt sind Größen, mit denen zu rechnen sein wird.
Benjamin Rudiger außer Konkurrenz
Benjamin Rudiger wird erst am Montag, nach der Deutschen U23-Meisterschaft in die Transalp einsteigen. Und zwar in ein Team mit Tim Böhme aus Freiburg, der zuvor mit einem Prominenten zwei Tage absolvieren wird. Die Beiden fahren dann natürlich außer Konkurrenz. "Wir können uns nur als Etappenjäger betätigen. Was möglich ist, darüber habe ich keine genaue Vorstellung. Ich bin ja noch nie mit Jemandem zusammen ein Rennen gefahren", sagt Rudiger. Während des Trainingslagers in Livigno ist die Nationalmannschaft aber mal einen Abschnitt der Strecke abgefahren. "Die Landschaft ist auf jeden Fall der Hammer", sagt Benjamin Rudiger.
Naumann muss mit Krankheit passen
Steffi Spieckermann und Florian Ackermann, beide aus Freiburg, werden als Mixed-Team in die Konkurrenz gehen. Eigentlich hätte Agnes Naumann an Stelle von Ackermann dabei sein sollen. Doch Naumann ist krank geworden und auf ärztliche Empfehlung verzichtet sie. Ackermann wiederum verzichtet auf die U23-DM und bildet den Partner von Spieckermann. Sie hat bereits dreimal die Transalp bestritten und war 2005 mit ihrer Partnerin Fünfte. In der Mixed-Klasse trifft das Duo allerdings auf starke Konkurrenz, unter anderem auf die zweifachen Gewinner Anna Baylis-Scheiderbauer und Jörg Scheiderbauer (Offenburg) und auf Sabine Spitz (Murg-Niederhof), die mit ihrem Mann Ralf Schäuble die Transalp ebenfalls zur EM-Vorbereitung bestreitet. "Wir fahren am Samstag einfach mal los und dann wird man sehen", meint Spieckermann angesichts der überraschenden Konstellation. Sie weiß, was auf sie zukommt und spürt auch die angesprochene Vorfreude. Besonders was das spezielle Feeling angeht. "Die Atmosphäre, das ganze Randgeschehen und mit dem Team unterwegs zu sein, darauf freue ich mich", sagt die 35-Jährige. Ingesamt müssen 18 Pässe gefahren werden. Die höchsten Passagen sind der Boccetta di Forcola (2.768 Meter), das Idjoch (2.737) und das Rabbijoch (2.467).
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