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Bike

Impressionen
Kaufberatung
bike2b-Redaktion am 24.11.2006 - 12:43 Uhr
Der erste Teil unseres Specials behandelt erst einmal das Sportgerät selbst. Worauf sollte man beim Kauf achten? Welches Bike ist das richtige für mich? Fragen, auf die wir hier versuchen, eine Antwort zu geben.
Dem Anlass entsprechend
Mussten sich die MTB-Pioniere in den siebziger Jahren noch mit 20 Kilogramm schweren Stahlrädern ohne Schaltung zufrieden geben, bietet der Handel heutzutage ein reichhaltiges Sortiment an Bikes, die mit technischen Finessen für jedes Gelände ausgestattet sind. Leichtmetalle, Federungen und Schaltungen mit bis zu 27 Gängen sorgen für Sicherheit und Komfort. Wer sich für die Anschaffung eines Mountainbikes entschlossen hat, überlegt sich am besten vor dem Gang zum Fachhändler, was er hauptsächlich mit dem Bike vorhat, denn bei der Fülle an Preisklassen und Modellen verliert der Einsteiger schnell den Überblick. Möchte man gemütliche Touren fahren, steile Hänge mit hohem Tempo hinunterfahren, oder auch einmal über eine Baumwurzel springen können? Um seine Vorlieben zu kennen, lohnt es sich, ein Bike vom Händler oder Freund auszuleihen, mit dem man Probefahrten auf unterschiedlichen Terrains macht - damit ist man dem Traum-Bike schon einen entscheidenden Schritt näher.
Beratung beim Fachhändler
Als groben Richtwert zum Preis sollte man etwa 600 bis 1.000 Euro in ein solides Einsteigermodell investieren. Auf verlockend günstige Angebote vom Discounter oder Baumarkt verzichtet man besser, denn für den Laien ist es schwer, die Qualität einzuschätzen: Von außen sehen die Schnäppchen fast genau so aus wie die teureren Modelle, aber oft wird an verborgenen Details wie Nabe und Tretlager gespart, sodass diese nach wenigen Kilometern verschleißen. Zudem ist es oft schwierig, passende Ersatzteile zu finden und es fehlt an kompetenter Beratung. Man ist also gut beraten, von billigen Spontankäufen abzusehen und sich stattdessen an einen Fachhändler zu wenden! Dieser bietet die Vorteile, dass man verschiedene Modelle zur Probe fahren kann, eine Garantie für die ersten Monate erhält, und auch lange nach dem Kauf einen festen Ansprechpartner hat, falls etwas kaputt gehen sollte. Um die bestmögliche Beratung zu erhalten, vermeidet man Stoßzeiten und bringt viel Zeit zum Bike-Kauf mit.
Hardtail oder Fully?
Bei der Art des Mountainbikes gibt es zunächst die zwei großen Kategorien 'Hardtail' und 'Fullsuspension': Hier unterscheidet man zwischen Rädern, die nur vorn eine Federung haben und hinten nicht nachgeben (Hardtail), im Gegensatz zu vollgefederten Bikes, kurz 'Fullys' genannt, die ursprünglich für steile Abfahrten entwickelt wurden. Bevor man ein Urteil fällt, sollte man mit beiden Konzepten durch Probefahrten gründlich vertraut sein. Folgende Punkte helfen außerdem bei der Entscheidung weiter: Bei Problemen mit der Wirbelsäule wählt man am besten ein vollgefedertes Rad, denn Stöße vom Untergrund werden so deutlich gemildert, und die Belastung der Wirbelsäule verringert.
Persönliches Fahrgefühl entscheidend
Für Anfänger bietet ein Fully mehr Fahrsicherheit, weil die Räder besser am Boden haften und damit eine optimale Traktion bieten. Sie sind leichter zu kontrollieren. Wegen der zusätzlichen Federung ist ein Fully aber immer etwas teurer und schwerer als ein vergleichbar ausgestattetes Hardtail. Beim Wartungsaufwand schneidet das Hardtail besser ab, da der komplexe Hinterbau des Fullys mit vielen Lagern und Schrauben regelmäßiger Pflege bedarf. Für den Mountainbike-Neuling ist ein Hardtail wegen der Vorteile bei Kosten, Gewicht und Wartung eine gute Wahl, falls keine Rückenprobleme vorhanden sind. Jedoch sollte man sich vor allem vom persönlichen Fahrgefühl leiten lassen, und lieber ein paar Euro mehr investieren, wenn einem das Fully besser liegt.
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