
Sattel

Sattel San Marco
Sattel und Pedale
bike2b-Redaktion am 24.11.2006 - 12:40 Uhr
Beim Sattelkauf ist es wichtig, dass die Breite zum Abstand der Sitzknochen passt, damit ein relativ aufrechter Sitz möglich ist. Durch die ergonomisch korrekte Haltung beugt man Rückenschmerzen vor und vermeidet Schmerzen oder das Aufscheuern im Sitzbereich. Ein schmaler Rennsattel verursacht eher Probleme, weil durch die nach vorn gestreckte Haltung die Wirbelsäule und die empfindliche Sitzfläche falsch belastet werden. Bei langen Touren ist ein vermeintlich harter Sattel die richtige Wahl, da eine zu weiche Satteloberfläche Druckstellen verursacht. Weitere Tipps zur Vermeidung von Sitzbeschwerden gibt es im Gesundheits-Teil dieses Specials.
Pedalsysteme: Mit oder ohne Klick
Ähnlich wie beim Rahmen, ist der Einsatzzweck des Bikes für die Wahl des Pedalsystems entscheidend. Fährt man gerne gemütliche Touren auf Schotterwegen an Feld und Wiesen, oder sucht man auf hügeligen Abfahrten den Kick? Am gängigsten sind Klick-Pedale, zu denen ein Schuh mit einer Klickvorrichtung an der Sohle getragen wird, die nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip zum Pedal passt. Des weiteren gibt es Pedale mit glatter Oberfläche wie beim Straßenfahrrad, die man mit normalen Sportschuhen fährt. Außerdem bietet der Handel Kombinationsmodelle, für die sich sowohl Schuhe mit, als auch ohne Klickvorrichtung eignen.
Optimale Kraftübertragung mit Klickpedalen
Wofür entscheidet man sich also? Auch der Anfänger kann zu Klickpedalen greifen, denn das Ein- und Ausklinken hat man schnell gelernt und das Verletzungsrisiko ist nicht höher, als bei glatten Pedalen. Die speziell für das Biken konzipierten Systeme optimieren die Kraftübertragung, weil der Fuß immer an dem Punkt auf dem Pedal ist, wo die Kraft am effizientesten übertragen wird. Die Drehbewegung kann länger ausgenutzt werden, weil der Biker nicht nur beim Abwärtstreten, sondern auch durch aktives Hochziehen des Pedals Kraft ausüben kann. Wer vorher weiß, dass er bei seinen MTB-Touren viel schieben wird oder diese vielleicht mit dem Wandern verbinden möchte, für den sind glatte Pedale sinnvoll, weil er dann für nicht so oft die Schuhe wechseln muss. Wer hingegen auf Geschwindigkeit aus ist, wird sich mit Race-Schuhen wohlfühlen, die über eine harte Sohle verfügen und sehr leicht sind, allerdings nicht für längeres Gehen geeignet sind. Eine gute Wahl für Allrounder sind Tourenschuhe mit einer weichen Sohle und festem Obermaterial sowie einer schützenden Gummikappe im Zehenbereich. So muss man auf dem Bike nicht auf optimale Kraftübertragung verzichten, kann es aber auch ohne lästiges Wechseln der Schuhe komfortabel einen Berg hinaufschieben. Auch bei den Pedalen gibt es Modelle, die mehr Flexibilität versprechen. So vermitteln breite Klick-Pedale dem Anfänger ein Gefühl von Sicherheit, weil der Fuß auf die Standfläche gestellt werden kann und man nicht unbedingt eingeklickt fahren muss. Gleiches gilt für Pedale, die nur auf einer Seite über eine Klickvorrichtung verfügen und auf der anderen Seite ein glattes Pedal haben.
Richtige Grundlage zur Abstimmung
Damit sind die entscheidenden Teile eines Mountainbikes kurz vorgestellt worden. Natürlich ist das noch nicht alles – wer aber die richtige Grundlage zur Verfügung hat, kann die Komponenten auch so aufeinander abstimmen, dass die Mountainbike-Tour gesundheitlich keine Probleme aufwerfen sollte. Wie das geht, das wird das Thema des nächsten Teils in diesem Special sein.
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