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Sicherheit und Gesundheit beim Biken

bike2b-Redaktion am 12.12.2006 - 16:57 Uhr

Im fünften Teil des Specials geben wir einige abschließende Tipps, wie der Biker sein Hobby mit mehr Gesundheitsbewusstsein und Spaß betreiben kann. Von Ergonomie bis Ernährung decken wir hier verschiedene wichtige Bereiche ab und geben Lösungsvorschläge für weit verbreitete Probleme.

Sicherheits-Ausrüstung
Der wichtigste Teil der Ausrüstung ist ein gut sitzender Helm. So mancher Biker sträubt sich gegen den Kopfschutz, weil man angeblich darunter schwitzt oder das Gerät zu klobig und unbequem scheint. Dabei kann ein Helm bei einem Sturz lebensrettend sein! Im Straßenverkehr ließe sich die Bilanz der schweren Kopfverletzungen und Todesfälle erheblich senken, wenn alle Fahrradfahrer einen Helm tragen würden. Gerade beim Mountainbiken, wo Stürze auf hügeligen Pfaden keine Seltenheit sind, gehört der Kopfschutz also unbedingt zur Grundausrüstung. Moderne Modelle schränken den Fahrspaß nicht ein, denn leichtes Material und funktionelles Design sorgen für hohen Tragekomfort. Zum Preis-Leistungsverhältnis ist zu sagen, dass günstige Modelle zwar soliden Aufprallschutz, aber weniger Komfort bieten. Alle in der EU verkauften Helme müssen das CE-Siegel tragen, welches die Stoßfestigkeit bei Aufprallen von 16 oder 19 km/h auf scharfe Kanten beziehungsweise weite Flächen garantiert. Das Tragegefühl ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, denn wenn es an den Schläfen drückt oder der Hinterkopf im Sommer nach 20 Minuten nass geschwitzt ist, wird man den Helm trotz aller Gefahren nicht konsequent tragen.

Darauf sollte man beim Kauf achten
Daher achtet man beim Kauf auf folgende Details für den optimalen Sitz: Im Nacken lässt sich der Helm durch einen Drehverschluss oder Kunststoffriemen an die Kopfgröße anpassen. Einige Hersteller bieten ein bestimmtes Modell in verschiedenen Größen an – hier lohnt es sich, auszuprobieren, was am besten passt. Als nächstes schaut man sich die Gurtführung an: Wichtig ist, dass die Gurte leicht verstellbar sind und sich nicht verdrehen. Eine weiche Einlage am Kinn sorgt für zusätzlichen Komfort. Die Innenpolsterung sollte zur Vermeidung von Druckstellen einige Millimeter dick sein – hierbei richtet man sich nach dem Tragegefühl. Wichtig ist, dass sich die Pads durch Klettverschlüsse austauschen lassen und ein Set zum Wechseln mitgeliefert wird. Ein abnehmbares Visier ist kein Muss, erweist sich an sonnigen Tagen aber als praktisch. Lüftungsschlitze sind im Sommer sehr wichtig und bewahren den Biker vor einem Hitzestau am Kopf. Die Schlitze sollten über den ganzen Helm verteilt und möglichst langgezogen sein. Trotz aller Empfehlungen zählt beim Helmkauf, wie bei Schuhen oder dem Sattel, vor allem das persönliche Tragegefühl. Daher sollte man sich viel Zeit für den Kauf nehmen und in Ruhe verschiedene Modelle anprobieren.

Nach einem Sturz muss ein neuer Helm her
Wichtig ist auch, dass der Helm nicht zu locker sitzt, da sonst bei einem Sturz die harte Schale verrutschen kann. Ein Test: Die Gurte direkt unter den Ohren zusammenführen, sodass am Kinn etwa zwei Finger breit Platz zwischen Gurt und Knochen bleibt. Falls es zum Sturz gekommen ist, sollte der Helm unbedingt ausgetauscht werden, da die Struktur, auch wenn man es nicht sieht, mit feinen Rissen durchsät und die Schutzleistung nicht mehr gewährleistet ist. Viele Hersteller bieten die Leistung, dass sie innerhalb von drei Jahren bei einem Sturz 50% Rabatt auf einen neuen Helm erlassen.


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