
Sabine Spitz
Podium für Sabine Spitz in Kanada
Ralf Schäuble/bike2b-Redaktion am 25.06.2007 - 10:43 Uhr
In einem hoch dramatischen Rennen belegte Sabine Spitz (Murg-Niederhof) vom Team GHOST international beim vierten Lauf zum Mountainbike Weltcup in Mt.St. Anne (KAN) den dritten Platz. Dabei verpasste die Olympiadritte von Athen ihren zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere nur knapp. Lediglich 24 Sekunden trennten sie von der Siegerin Irina Kalentieva (RUS), die in 1:39 Stunden das Rennen erst auf den letzten Metern, vor der Chinesin Ren Chengyuan - zehn Sekunden zurück - für sich entschied.
Sabine Spitz gibt Tempo an
Auf der sehr anspruchsvollen Strecke, hoch über dem St. Lorenz Strom gelegen, bestimmte Sabine Spitz über weite Strecken des Rennens das Tempo an der Spitze einer vierköpfigen Führungsgruppe, der neben der Chinesin und der Russin auch die bisher Weltcupführende Marga Fullana (ESP) angehörte. Diese vier hatten sich nach zwei von fünf Runden gefunden und dominierten ab diesem Zeitpunkt das Rennen an der Spitze des Feldes.
Attacke von Kalentieva
Die spannende Ausgangssituation bestand bis zur Mitte der letzten Runde. Am zweitletzten Anstieg fiel dann eine erste Vorentscheidung, als durch eine Attacke von Sabine Spitz die Gruppe gesprengt wurde. Lediglich Kalentieva vermochte der Deutschen noch zu folgen. Am höchsten Punkt, bevor es in eine schwierige Abfahrt ging, erfolgte dann aber der Gegenangriff der Russin, bei dem Sabine Spitz erst nicht regieren konnte und so in die Defensive gedrängt wurde. "Ich wollte eigentlich als Erste in den Downhill und das Rennen kontrollieren. Aber als Irina vorbeizog, habe ich gerade geschalten und konnte deshalb nicht spontan antreten", erklärte Sabine Spitz die rennentscheidende Situation.
Erstes Podium der Saison
Nach einem kleinen Fahrfehler musste die Ex-Weltmeisterin der ebenfalls wieder herangekommenen Chinesin Ren Chengyuan, dann ebenfalls noch den Vortritt lassen. Damit schaffte Sabine Spitz erstmals in diesem Jahr der Sprung aufs Podium, obwohl sie gar nicht so optimistisch ins Rennen gegangen war. "Es lief deutlich besser als ich erwarten durfte, die Form war doch noch mehr da, als ich gedacht habe. Top Fünf war das eigentlich schon ehrgeizige Ziel, dass sich mit Rang drei mehr als erfüllt habe", zeigte sich Sabine Spitz nach der Siegerehrung zufrieden.
"Vielleicht wäre mehr drin gewesen"
Direkt nach dem Zieleinlauf zeigte sie sich in einer ersten Reaktion ein wenig traurig über das Ergebnis, was in Anbetracht des Rennverlaufs aber durchaus nachvollziehbar war. "Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat. Ich habe mich während des gesamten Rennens wirklich gut gefühlt und konnte es immer kontrollieren, so dass das Gefühl da ist, heute wäre sogar noch mehr drin gewesen wäre", lautete ihre erste Analyse. In der Weltcup Gesamtwertung bleibt Sabine Spitz auf Platz fünf.
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