
Sabine Spitz in Kanada
Sabine Spitz zum zweiten Mal Dritte in Kanada
Ralf Schäuble/bike2b-Redaktion am 02.07.2007 - 11:15 Uhr
Mit zwei dritten Plätzen im Gepäck darf die Deutsche Meisterin Sabine Spitz (Murg-Niederhof) vom Team GHOST international die Heimreise von den beiden Kanada Weltcups antreten. Auch beim fünften von insgesamt sechs Weltcuprennen schaffte sie in Saint Félicien (KAN) am Sonntag den Sprung auf das Podium und sorgte damit erneut für das klar beste Ergebnis aus Deutscher Sicht.
Angriff in der letzten Runde
Dabei setzte sie sich in einer knappen Entscheidung erst in der letzten Runde gegen die beiden Amerikanerinnen Willow Koerber und Georgia Gould durch. "Das war wirklich schwer heute. Mehr war nicht drin, so dass ich mit Rang drei sehr glücklich bin. Zwischenzeitlich musste ich ja gar um eine Top 5-Platzierung bangen. Ich glaube, ich kann damit ein äußerst positives Fazit vom Kanada-Trip ziehen", zeigte sich Sabine Spitz mit dem Rennen und den zwei Wochen Übersee zufrieden. Beide Weltcups standen nicht so sehr im Fokus der Ex-Weltmeisterin, wobei sie vor allem beim ersten Kanada-Weltcup in Mt. St. Anne vor einer Woche überraschte, als sie nur knapp den Sieg verpasste.
Kalentieva siegt erneut
In St. Félicien war der Abstand zur Spitze etwas größer. Es siegte nach 33,6 Kilometern, Irina Kalentieva (RUS), eine Minute vor der kanadischen Favoritin Marie-Hélène Prémont. Die Russin hatte nach einer Fahrzeit von 2:02 Stunden einen Vorsprung von 3:15 Minuten auf Sabine Spitz. In der Gesamtwertung verbesserte sich die Olympia-Dritte vom fünften auf den vierten Platz, wobei sie jetzt nur noch 18 Punkte von der Chinesin Ren Chengyuan trennen.
Starke Anfangsphase
In der Anfangsphase des Rennens war es Sabine Spitz, die vom Start weg Druck machte und nach den ersten Kilometern als erste Fahrerin in den ersten der vielen Singletrails auf der 6,4 Kilometer Runde von St. Felicien ging. Vielleicht machte die Deutsche Meistern dabei etwas zuviel Druck, wie sie später meinte: "Ich habe zu Beginn in den Wurzelpassagen zu dicke Gänge getreten. Das hat doch viel Kraft gekostet". Dies nutzen die beiden Vorfolgerinnen Irina Kalentieva (RUS) und Marie-Hélène Prémont (CAN) und rissen eine Lücke zu Sabine Spitz. Danach hatte die Deutsche Nr. 1 zwei Runden lang Probleme, so dass sie bis auf Rang sechs hinter die Chinesin Ren Chengyuan zurückgefallen war. Sabine Spitz reagierte und wählte kleinere Gänge und fand so ihren Rhythmus wieder.
Herzschlagfinale
Gemeinsam mit der Chinesin schloss sie zu den beiden Amerikanerinnen Gould und Körber auf. Chengyuan musste danach wieder abreißen lassen. In der letzten von fünf Runden hatte Sabine Spitz in einem Herzschlagfinale dann die besseren Nerven und die größeren Reserven und setzte sich knapp gegen die beiden US-Konkurrentinnen durch.
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