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Ren Chengyuan

José Hermida

Spitz vor Wang

Impressionen

Torsten Marx

Überraschung zum Auftakt

bike2b-Redaktion am 23.04.2007 - 10:23 Uhr

Im belgischen Houffalize fand am Sonntag, den 22. April der erste Cross-Country-Weltcup statt. Dabei siegte bei den Damen überraschend die Chinesin Ren Chengyuan in 2:00,23 Stunden. Bei den Herren setzte sich José Antonio Hermida durch.

Sprintfinale bei den Damen
Ran Chengyuan, die amtierende U23-Weltmeisterin, hatte bereits in der vergangenen Saison ihr Potenzial angedeutet. In Houffalize durfte sie sich dann aber doch etwas überraschend über ihren ersten Weltcup-Sieg freuen, der gleichzeitig der erste Mountainbike-Sieg für China darstellte. Nach etwas mehr als zwei Stunden im Sattel entschied letztlich der Sprint über die Siegerin. Dort war Chengyuan eine Sekunde schneller als Gunn-Rita Dahle-Flesja (NOR), die als große Favoritin ins Rennen gegangen war. Dritte wurde Margarita Fullana aus Spanien. Sabine Spitz verpasste als Vierte das Podium knapp.

Spitz duelliert sich mit Chinesin
Sabine Spitz hatte einen schwächeren Start und konnte nie in den Kampf um die Treppchen-Plätze eingreifen. Sie schob sich von Rang acht nach der ersten, verkürzten Runde, bis auf den vierten Platz nach vorne und duellierte sich mit der Chinesin Jinging Wang letztlich erfolgreich. "Man muss es realistisch sehen. Für die Drei vorne hat es definitiv nicht gereicht. Ich denke, ich habe meine momentane Leistungsfähigkeit ausgereizt", kommentierte Spitz ihr Rennen. Ivonne Kraft hatte am Start noch mehr Probleme als Spitz und kam erst in der zweiten Rennhälfte richtig in Tritt. Mit ihrer Fahrtechnik machte sie auf dem technisch überaus schwierigen Kurs speziell in den Downhills Zeit gut und schob sich noch auf den zehnten Platz nach vorne. "Ich habe am Anfang viel Zeit verloren, aber als ich freie Fahrt hatte, konnte ich mich nach vorne arbeiten. Nach dem schlechten Start, bin ich doch ganz zufrieden mit dem Rennen", sagte Kraft.

Göhl nicht zufrieden
Nicht zufrieden war Nina Göhl, die noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war und nur 39. wurde. Dennoch blickte sie zuversichtlich auf die nächsten Wochen. "Ich kann jetzt nach der letzten Prüfung und nachdem die Ursache für die Müdigkeit gefunden ist, in den nächsten Wochen richtig trainieren. Dann wird das schon", sagte Göhl. Katrin Schwing fuhr auf einen etwas enttäuschenden 31. Platz.

Hermida schlägt Absalon
Auch bei den Herren konnte sich der Top-Favorit nicht durchsetzen. Julien Absalon musste sich José Antonio Hermida geschlagen geben. Der Spanier brauchte in den Ardennen 2:04,22 Stunden. Absalon (2:05:10) und Christoph Sauser (2:06:10) komplettierten das Podium. Bester Deutscher war Karl Platt, der auf den 13. Rang fuhr.

Kollision mit Führungsmotorrad
Hermida lag bis in die vierte von sechs Runden mit 55 Sekunden Vorsprung vor Absalon in Führung. Dann stürzte das Führungsmotorrad. Hermida konnte nicht mehr ausweichen, stürzte unter das Motorrad und verlor seinen ganzen Vorsprung. Gemeinsam mit Absalon ging der spanische Olympiazweite von Athen in die letzte Runde und setzte sich schließlich mit 48 Sekunden Vorsprung durch.

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Milatz erneut im Pech
Die deutschen Cross-Country-Biker zeigten insgesamt eine eine gute Vorstellung. Moritz Milatz lag lange Zeit unter den besten Zehn und ging an zwölfter Position in die letzte von sechs Runden. Dann fiel er durch einen Reifendefekt auf Rang 40 zurück. Völlig deprimiert kam er ins Ziel. "Muss mir denn immer was passieren", schüttelte er den Kopf. Dagegen zeigte Karl Platt seine derzeit prächtige Verfassung. Als 13. hatte er mit 5:41 Minuten Rückstand seine bisher beste Weltcup-Platzierung zu verzeichnen. In der letzten Runde machte er noch fünf Plätze gut. "Ich habe mir Energie aufgespart für die letzten beiden Runden. Das hat prima geklappt. Ich bin sehr zufrieden. Nur der Start war brutal hart, obwohl ich als Erster oben angekommen bin", sagte Platt zu seinem Rennen. 20 Sekunden hinter ihm kam Torsten Marx fast sensationell als zweitbester Deutscher auf Rang 15 ins Ziel. Stefan Sahm wurde 17.

Manuel Fumic arbeitet sich vor
Die beiden Fumic-Brüder standen nicht mit den besten Voraussetzungen am Start. Lado kämpfte zuletzt mit seiner Allergie, Manuel musste aufgrund der vergangenen Saison, wo er lange verletzt ausfiel, von Startplatz 122 ins Rennen gehen. Beide schlugen sich unter diesen Umständen achtbar. Lado landete am Ende auf Platz 20. Manuel konnte sich sogar um fast 100 Plätze verbessern und fuhr als 26. über den Zielstrich. Damit hat er sein Minimalziel erreicht und zählt beim deutschen Weltcup in Offenburg am 27. Mai zu den besten 60 und hat eine viel bessere Ausgangsposition als noch in Houffalize.


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